Was für ein Jahr (mal wieder)! – Endlich wieder Honig im Glas!

Das Imkerjahr ist jetzt, im August vorbei. Der letzte Honig geerntet, die Bienen werden nun auch schon wieder fit für den Winter gemacht. Das heißt vor allem füttern und gegen die Varroamilbe behandeln. Das Ganze geschieht in unserer Imkerei natürlich konform der EU-ÖKO-Verordnung mit Biofutter und die Ameisensäure und Oxalsäure sind unsere Mittel der Wahl, um die Varroamilbe zu bekämpfen.

Nun ist vor allem Arbeit beim Honig angesagt. Nach der Schleuderung ruht dieser bei uns in großen Metallbehältern. Kleinste Wachsteilchen schwimmen auf und können abgeschöpft werden. So gelingt uns ein reiner Honig ohne Filtration und pumpen. Das alles braucht natürlich seine Zeit und so kommt der Honig erst jetzt nach und nach in Honigglas und steht dann zum Verkauf.

Da wir aus dem letzten jahr keinerlei Vorräte merh haben, konnten wir den Sommer nicht mehr mit Honig aus dem letzten Jahr überbrücken. Viele Kunden mussten vertröstet werden, hatten aber nahezu alle Verständnis und warten geduldig.

Prinzipiell ist auch dieses Honigjahr wieder aus dem Rahmen gefallen, oder ist dies schon der neue Standart?

Gut begonnen, mit Ernten aus Streuobstwiesen wurde es dann schnell wieder zu heiß und zu trocken. Die Bienenvölker fanden wenig, im Wald gab es auch nur geringe Mengen an Waldhonig. Trotz allem wollen wir uns hier nicht beklagen. Der Waldhonig wird uns sicherlich wieder ausgehen, aber so ist das eben bei arbeiten mit und in der Natur.

Wir wünschen uns, unseren Bienen, den Landwirten und vor allem der Natur endlich ergibige Regengüsse.

 

 

Was machen Bienen im Winter21/22? – Aus Imkersicht

Noch sind wir nicht am Ende des Winters angelangt und es ist auch für mich aktuell noch nicht absehbar, wie sich die Meterologen über langjährige Durchschnitte und andere Stastistiken äußern werden. Gefühlt ist es für uns aber wieder ein sehr milder Winter mit wenigen Frosttagen und wenig Schnee. Vor allem zwischen Weihnachten und Neujahr, aber auch jetzt in der zweiten Februarwoche ist es doch sehr warm. Momentan, am 09. Februar schreibe ich diese Zeilen bei knapp 12 Grad Außentemperatur.

Die Natur nutzt die Wärme natürlich, Kirschbäume bekommen dicke Knospen, Palmkätzchen und Hasel blühen.

Auch die Bienenvölker dehnen das Brutnest aus und werden, wie die gesamte Natur anfälliger für Frostschäden im März, oder gar April.

Letzendlich sind wir alle gespannt, wie sich das Frühjahr entwickelt. Kommt es zu Spätfrösten welche die Obst und Wein schädigen? Kann die Entwicklung der Bienenvölker mit der Natur Schritt halten?

Noch ist es realtiv ruhig am Bienenstand. In knapp 4 Wochen wird dies vermutlich schon anders sein, die Flugtage werden häufiger und die Bienensaison beginnt langsam.

Langsam aber sicher geht nun auch unser Honigvorrat zu Ende und so freuen wir uns doch schon auf den Start in die Honigsaison 2022, auch wenn es noch ein paar Wochen braucht.

Bio-Honig Sparpaket

Jetzt, zu Beginn der kalten Jahreszeit haben wir aus unseren Honigen ein Honig-Sparpaket zusammengestellt. Dabei sind wir einfach dem Bienenjahr gefolgt. Beginnend im Frühjahr mit unserem Blütenzauber. Dem mildesten Honig in unserem Angebot, welchen wir im Mai ernten. Dieser Cremige Biohonig beinhaltet alles was bis dahin auf Streuobstwiesen und in der Landschaft blüht. Zwei 500g Honiggläser von diesem Biohonig sind im Paket enthalten.

Anschließend im Juli ernten wir unseren Sommertraum. Auch ein cremig, heller Honig, aber ganz anders im Geschmack. Sommerlich leicht, mild, aromatisch. Diesen Honig können wir nicht in jedem Jahr bekommen. Oft wird dieser Honig durch das gleichzeitige sammeln im Wald zu einem dunklen Waldblütenhonig. Da dieser Honig bei uns in der Region relativ selten ist, enthält unser Sparpaket ein 500g Honigglas von unserem Sommertraum.

Abgeschlossen wir das Honigjahr  bei uns durch die Ernte des würzigen, dunklen und flüssigen Waldhoniges Ende Juli. Diese Spezialität stammt bei uns aus dem Schwäbsichen Wald, welchen wir vom Esszimmer aus sehen. Im Sparpaket sind 2 Gläser dieses leckeren Honiges inklusive.

Wer sich also einmal durch unser Honigjahr probieren möchte, ist mit unserem Sparpaket Biohonig auf keinen Fall falsch beraten. Auch als Geschenk für Honigliebhaber und natirverbundene eine tolle Sache.

Das Honigpaket bekommt Ihr auch beim Abschluss einer Bienenpatenschaft “Extra” dazu.

Bienenvölker kurz ver der Winterruhe

Bienen im August

Schon wieder ist ein Bienenjahr vorbei. Auch diesmal wieder mit viel Hitze und Trockenheit, einzig im Juni gab es hin und wieder etwas Regen. Neben dem Blütenzauber, Rapshonig und Waldhonig haben wir in diesem Jahr auch einen ganz besonderen Sommerhonig ernten können. Leider ist dieser im Moment noch nicht von uns ins Glas gefüllt worden, aber dies wird hoffentlich in den nächsten Tagen geschehen.

Den Bienenvölkern geht es prächtig. Nach der letzten Honigernte haben diese ihre erste Behandlung gegen die Varroamilbe bekommen, etwas Futter und sind nun wohlauf, bevor es Mitte/ Ende September dann vollends in die Winterruhe geht. Bis dahin gibts noch etwas Winterfutter, ggf. eine weitere Varroabehandlung, sofern notwendig.

Es wird nun also für alle in unserer Imkerei etwas ruhiger und entspannter. Nach den arbeitsintensiven Monaten ist dies auch einmal schön.

Bienenbeuten im Oktober

Bienen im Oktober/ November 2019

Das schöne an 9 Jahren Blog ist, dass sich manche Ereignisse einfach wiederholen und es somit schon Erfahrungen gibt. Im Jahr 2013 gab es laut meinem damaligen Beitrag: “Den Bienen geht es gut” auch einen warmen Oktober, welcher die Bienenvölker lange in der Brut gehalten hat. So wie in diesem Jahr.

Die ersten Nachtfröste hatten wie um den 9.11. herum. Das bedeutet, die Königin stellt die Eiablage ein und die Bienenvölker sind dann in drei Wochen nach brutfrei.

Endlich kommt somit ein wenig Ruhe in das Bienenvolk. Den der brutfreie Zustand hat für Bienenvölker im Winter doch einige Vorteile:

  • hoch wirksame Behandlungsmöglichkeit gegen die Varroamilbe, da alle im Volk vorhandenen Varroamilben auf Bienen sitzen und sich nicht wie sonst üblich in der Brut verstecken und auch vermehren können
  • Schonung des Bienenvolkes, da die Arbeit für Brutpflege entfällt.
  • Geringere Futteraufnahme/ Futterverbrauch, was die Kotblase der Biene schont. Den Bienen koten nicht im Bienenkasten ab, sondern sammeln den Kot bis zum nächsten Flugwetter.

Honig fließt aus Honigschleuder im Honigjahr 2019

Honigjahr 2019

Früher als in anderen Jahren, haben wir dieses Jahr bereits all unseren Honig geschleudert. Allgemein war das Honigjahr 2019 ein schwieriges Honigjahr und die Ernte war nicht nur bei uns geringer als in den Vorjahren. Nach einem kalten und auch teils regnerischen Mai folgte wieder einmal eine größere Hitzeperiode. Nach dem kalten Mai bestand noch die Hoffnung auf eine gutes Waldhonigjahr. Leider brachen aber die dafür notwenigen Lauskolonien aufgrund der Hitze ebenfalls zusammen, so dass wir zwar in diesem Jahr (trotz Kälte) etwas Blütenhonig aus der Obstbaumblüte, und auch Rapshonig ernten konnten, aber beim Waldhonig eine sehr kleine Honigernte hatten. In 2019 ist unser Waldhonig also eine Rarität bei uns.
Allem in allem sind wir aber auch in diesem Jahr wieder zufrieden. Die Bienen sind gut durch die Saison gekommen und durch das frühe Ende haben wir nun reichlich Zeit die Bienen gesund und stark in den Winter zu schicken.#

Wie es im Jahr 2018 bei uns aussah findet Ihr in unserem Artikel aus dem Jahr 2018: “Das Honigjahr ist zu Ende”

Das Deutsche Bienenjournal hat hier einen deutschlandweiten Überblick über das Honigjahr 2019 veröffentlicht.

Aichwald Aichelberg Kirche

Rapsblüte 2019

Die Rapsblüte ist für uns Erwerbsimker eine der Ersten wirtschaftlich interessanten Blüten im Jahr. Zum ersten Mal produzieren die Bienen Honig in großen Mengen – sofern das Wetter passt.

Leider hatten wir bisher in diesem Jahr vor allem Kälte und Regen während der Rapsblüte, so dass unsere Bienenvölker das gesammelte auch schon wieder selbst aufgebraucht haben. Dies ist ja Ihr gutes Recht. Nun soll es aber doch wieder wärmer werden, so dass unsere Bienenvölker vermutlich doch noch einiges an Rapshonig eintragen. Dies ist auch dringend notwendig, den die ersten Vorbestellungen nach unserem cremigen und milden Rapshonig liegen schon wieder vor. Zuversichtlich bin ich, dass wir Anfang Juni die ersten Gläser des Rapshoniges 2019 in die Gläser abfüllen können.

Den Bienen geht es in diesem Jahr bisher wirklich gut. Ein relativ milder Winter ohne große Temperatursprünge trug zu einer überdurchscnittlich guten Überwinterung bei. Auch die Kälteeinbrüche Ende April/ Anfang Mai haben etwas gutes: Sie bremsen die Vegetation etwas ein, so dass unsere Bienenvölker mit der Entwicklung gut Schritt halten können.

Im neuen Video auf unseren Youtubekanal berichte ich davon mehr:

Noch mehr Infos zur Rapsblüte gibt es hier.

Übrigens. Unseren milden, cremigen Rapshonig findest Du hier:

Rapshonig Bio im 500g Glas
Hell, cremig, mild. Der Klassiker unter den Familienhonigen.
Bienen März Pollenversorgung

Bienenvölker bereit für den Start?

Aktuell nutze ich die wärmeren Stunden am Tag und arbeite das erste Mal im Jahr an unseren Bienenvölkern. Mein Augenmerk gilt hier besonders der Futterversorgung. Haben die Bienenvölker noch genug Reserven bis zur Kirschblüte? Lebt die Königinn noch, so dass es reichlich Nachwuchs gibt.?
Traditionell ist der März auch der Monat in dem ich somit meist den ersten Bienenstich im Jahr bekomme.
Natürlich muss sich auch der Körper nach dem Winter wieder an die Arbeit am Bienenvolk gewöhnen und so brauche ich doch noch etwas mehr Zeit für die einzelnen Arbeitsschritte wie dann im Mai/ Juni und Juli.

Frühling?

In diesem Jahr hatten wir einen unheimlich warmen Februar. Die Bienenvölker konnten schon fleißig fliegen und Pollen vor allem an Haselnusssträuchern sammeln. Pollen sind unheimlich wichtig um das Brutgeschäft in Gang zu halten. Der Energieliefernat Pollen ist für das Bienenvolk unheimlich wertvoll und zusammen mit dem im September letzten Jahres eingefütterten Winterfutter die Überlebensgarantie bis zur Kirschblüte. Den erst dann finden die Bienenvölker in großen Mengen Nektar.

Allgemein geht es den Bienenvölkern dieses Jahr sehr gut. Wir haben bis jetzt sehr geringe Ausfälle und sind sehr zuversichtlich mit vielen gesunden Völkern in die Saison zu starten.

Bienen im Winter

Im Winter ziehen die Bienen sich im Bienenkasten eng zusammen und bilden dadurch die Wintertraube. Durch Bewegungen mit den Flügeln erzeugen die Bienen die notwendige Wärme um auch tiefste Temperaturen im Winter zu überstehen. Schön erkennen lässt sich dies mit einer Wärmebildkamera.

Der Blick durch die Wärmebildkamera verrät es, die Bienen wärmen nur sich selbst. Nicht die ganze Bienenbeute.

Auf dem Foto lässt sich ganz klar erkennen, dass der Bienensitz deutlich wärmer ist als die anderen Bereiche im Bienenkasten. Da die “Wärmearbeit” natürlich Energie und damit Futter kostet, wandert die ganze Wintertraube immer dem Futter nach. Sprich die Bienentraube “frißt” sich durch das ganze Winterfutter auf allen Waben.