Bienenvölker bereit für den Start?

Aktuell nutze ich die wärmeren Stunden am Tag und arbeite das erste Mal im Jahr an unseren Bienenvölkern. Mein Augenmerk gilt hier besonders der Futterversorgung. Haben die Bienenvölker noch genug Reserven bis zur Kirschblüte? Lebt die Königinn noch, so dass es reichlich Nachwuchs gibt.?
Traditionell ist der März auch der Monat in dem ich somit meist den ersten Bienenstich im Jahr bekomme.
Natürlich muss sich auch der Körper nach dem Winter wieder an die Arbeit am Bienenvolk gewöhnen und so brauche ich doch noch etwas mehr Zeit für die einzelnen Arbeitsschritte wie dann im Mai/ Juni und Juli.

Frühling?

In diesem Jahr hatten wir einen unheimlich warmen Februar. Die Bienenvölker konnten schon fleißig fliegen und Pollen vor allem an Haselnusssträuchern sammeln. Pollen sind unheimlich wichtig um das Brutgeschäft in Gang zu halten. Der Energieliefernat Pollen ist für das Bienenvolk unheimlich wertvoll und zusammen mit dem im September letzten Jahres eingefütterten Winterfutter die Überlebensgarantie bis zur Kirschblüte. Den erst dann finden die Bienenvölker in großen Mengen Nektar.

Allgemein geht es den Bienenvölkern dieses Jahr sehr gut. Wir haben bis jetzt sehr geringe Ausfälle und sind sehr zuversichtlich mit vielen gesunden Völkern in die Saison zu starten.

Bienen im Winter

Im Winter ziehen die Bienen sich im Bienenkasten eng zusammen und bilden dadurch die Wintertraube. Durch Bewegungen mit den Flügeln erzeugen die Bienen die notwendige Wärme um auch tiefste Temperaturen im Winter zu überstehen. Schön erkennen lässt sich dies mit einer Wärmebildkamera.

Der Blick durch die Wärmebildkamera verrät es, die Bienen wärmen nur sich selbst. Nicht die ganze Bienenbeute.

Auf dem Foto lässt sich ganz klar erkennen, dass der Bienensitz deutlich wärmer ist als die anderen Bereiche im Bienenkasten. Da die „Wärmearbeit“ natürlich Energie und damit Futter kostet, wandert die ganze Wintertraube immer dem Futter nach. Sprich die Bienentraube „frißt“ sich durch das ganze Winterfutter auf allen Waben.

 

Bienenvölker im Herbst

Dieses Jahr ist wirklich besonders. Besonders warm und besonders trocken. Bis heute hatten unsere Bienenvölker im Herbst noch immer keine frostigen Nächte. Diese sind aber wiederum wichtig, da Sie auch die letzten Bienenvölker dazu anregen mit dem Brutgeschäft aufzuhören. Dies ist wiederum wichtig, um die Vermehrung des Bienenschädlinges Varroamilbe zu bremsen und diesen dann auch abschließend im brutfreien Zustand zu behandeln. Außer dieser Behandlung Anfang Dezember steht bei den Bienenvölkern im Moment nichts an. Zun tun gibt es jedoch im Honigkeller. Hier sind wir momentan noch damit beschäftigt den Honig abzufüllen um dann auch für unsere Weihnachtsmärkte gewappnet zu sein.

Das Honigjahr ist zu Ende

In den kommenden Tagen werden wir den letzten Honig im Jahr 2018 ernten. Die Hitze in diesem Jahr macht auch den Bienenvölkern zu schaffen. Zum einen verblühen Pflanzen schnellerund zum anderen sammeln Bienen irgendwann ab 20 °Grad keinen Nektar mehr. Da ist es den Bienen verständlicherweise zu warm. Rückblickend gab es in diesem Jahr aufgrund der anhaltenden Hitze und des wenigen Regens seit April einige Herausforderungen. Vor allem das schnelle abreifen im Raps verursachte im Mai eine Trachtlücke in der es galt das ein oder andere Bienenvolk auserplanmäßig nochmals zu verstellen. Wenn Ihr unseren Youtube Kanal verfolgt habt ihr diese Problemtik sicherlich mitbekommen.

Vollgas im Frühjahr

Seit ein paar Tagen ist die obstbaumblüte im Gange. Vor allem Birne- und Kirschbäume, sowie der erste Raps sind bei uns auf dem Schurwald reichlich vorhanden. Für die Bienen bedeutet dies nun Nektar im Überfluss. Wir als Imker haben nun die Honigräume aufgesetzt, sprich einen leeren Kasten, welcher nur der Einlagerung von Frühjahrsblütenhonig und Rapshonig dient. Die Bienenvölker wachsen momentan von Tag zu Tag und auch der Schwarmtrieb wird in den nächsten Tagen einsetzen. Als natürlicher Weg der Vermehrung ein ureigener Instinkt der Honigbiene, welcher genau bis zur Sommersonnenwende anhält. Spätestens an diesem Tag erlischt der Schwarmtrieb bei den Bienenvölkern. Die erste Honigernte wird dann in 3-5 Wochen anstehen. Je nach Wetter.

Reinigungsflug bei 14°C und Sonnenschein

Das bedeutet die Bienenvölker fliegen, sammeln Pollen und vergrößern das Brutnest. Nektar finden die Bienenvölker im Moment noch nicht und müssen noch auf die Vorräte vom Sommer zurückgreifen. Pro Monat können die Bienenvölker bis zur Kirschblüte noch gut 3-6kg Futter verbrauchen. Die sonnigen Tage nutzen die Bienen aber vor allem auch zu Reinigungsflügen. Das sind Flüge bei denen die Bienen ihre Kotblase leeren. Ein abkoten im Bienenkasten findet bei gesunden Völkern nie statt.

Doch noch kalt….

Diese Woche wird es bei uns zum ersten Mal (endlich) winterlich. Den Bienen geht es allen gut und die vohergesagten kalten Tage sollten kein Problem darstellen. Bei der Kontrolle letzte Woche war noch genug Futter vorhanden. Pollen von Haselnuss würde es auch schon geben, allerdings lassen die Temperaturen momentan ja keinen Bienenflug zu.

Behandlung

Ein Muß in Deutschland ist die Behandlung gegen die Varroamilbe. Dies ist gesetzlich vorgeschrieben. Wir nutzen gerade die kalten Temperaturen um unsere Bienenvölker mit Oxalsäure zu behandeln. Dies geht sehr schnell und Rückstände in der kommenden Honigernte sind nahezu ausgeschlossen. Für alle die das genaue Vorgehen und noch mehr Details interessiern: Schaut auf unserem Youtibekanal das passende Video dazu:

Winterbehandlung- Theorie

Winterbehanldung von Bienenvölker- Praxis

Bei gefallen abonniert den Kanal gerne.

Endlich kalt

Seit Mitte Januar haben wir bei uns auf dem Schurwald Temperaturen um den Gefrierpunkt. Die extremen Temperaturschwankungen mit Höchstwerten um 20°C vor Weihnachten und Anfang Januar scheinen erstmal vorbei. Das ist gut für die Bienenvölker, den nun sitzen Sie eng zusammen, schränken Ihre Bruttätigkeit wieder ein wenig ein und verbrauchen damit auch deutlich weniger Ernergie. Das spart Futter, schont die Kotblase und damit die Gesundheit.

Aus der Erfahrung heraus sind gleichbleibend kalte Temperaturen für die Bienenvölker wesentlich besser zum überwintern als Temperaturen von 0 bis 10°C. Momentan sieht es also, nach dem zu warmen Spätjahr 2014 ganz gut aus.