Vollgas im Frühjahr

Seit ein paar Tagen ist die obstbaumblüte im Gange. Vor allem Birne- und Kirschbäume, sowie der erste Raps sind bei uns auf dem Schurwald reichlich vorhanden. Für die Bienen bedeutet dies nun Nektar im Überfluss. Wir als Imker haben nun die Honigräume aufgesetzt, sprich einen leeren Kasten, welcher nur der Einlagerung von Frühjahrsblütenhonig und Rapshonig dient. Die Bienenvölker wachsen momentan von Tag zu Tag und auch der Schwarmtrieb wird in den nächsten Tagen einsetzen. Als natürlicher Weg der Vermehrung ein ureigener Instinkt der Honigbiene, welcher genau bis zur Sommersonnenwende anhält. Spätestens an diesem Tag erlischt der Schwarmtrieb bei den Bienenvölkern. Die erste Honigernte wird dann in 3-5 Wochen anstehen. Je nach Wetter.

Reinigungsflug bei 14°C und Sonnenschein

Das bedeutet die Bienenvölker fliegen, sammeln Pollen und vergrößern das Brutnest. Nektar finden die Bienenvölker im Moment noch nicht und müssen noch auf die Vorräte vom Sommer zurückgreifen. Pro Monat können die Bienenvölker bis zur Kirschblüte noch gut 3-6kg Futter verbrauchen. Die sonnigen Tage nutzen die Bienen aber vor allem auch zu Reinigungsflügen. Das sind Flüge bei denen die Bienen ihre Kotblase leeren. Ein abkoten im Bienenkasten findet bei gesunden Völkern nie statt.

Behandlung

Ein Muß in Deutschland ist die Behandlung gegen die Varroamilbe. Dies ist gesetzlich vorgeschrieben. Wir nutzen gerade die kalten Temperaturen um unsere Bienenvölker mit Oxalsäure zu behandeln. Dies geht sehr schnell und Rückstände in der kommenden Honigernte sind nahezu ausgeschlossen. Für alle die das genaue Vorgehen und noch mehr Details interessiern: Schaut auf unserem Youtibekanal das passende Video dazu:

Winterbehandlung- Theorie

Winterbehanldung von Bienenvölker- Praxis

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Endlich kalt

Seit Mitte Januar haben wir bei uns auf dem Schurwald Temperaturen um den Gefrierpunkt. Die extremen Temperaturschwankungen mit Höchstwerten um 20°C vor Weihnachten und Anfang Januar scheinen erstmal vorbei. Das ist gut für die Bienenvölker, den nun sitzen Sie eng zusammen, schränken Ihre Bruttätigkeit wieder ein wenig ein und verbrauchen damit auch deutlich weniger Ernergie. Das spart Futter, schont die Kotblase und damit die Gesundheit.

Aus der Erfahrung heraus sind gleichbleibend kalte Temperaturen für die Bienenvölker wesentlich besser zum überwintern als Temperaturen von 0 bis 10°C. Momentan sieht es also, nach dem zu warmen Spätjahr 2014 ganz gut aus.

Bienenvölker sind nun winterfertig

Alle unsere Bienenvölker sind nun bereit für den Winter. Die Behandlung gegen die Varroamilbe ist abgeschlossen und das Winterfutter eingelagert. Die kommenden sonnigen Tage werden wir noch für die ein oder andere Nachschau und Stichprobenkontrolle über den Zustand der Bienenvölker nutzen. Der Befall von Varroamilben war in diesem Jahr sehr unterschiedlich. Wir hatten Bienenvölker bei denen im Vergleich zum letzten Jahr kein nennenswerter Unterschied festzustellen war, aber auch relativ viele sehr stark befallene Völker. Dies hat seine Ursachen vermutlich vor allem am warmen Winter und der damit kurzen Brutpause bei den Bienenvölker, was der Vermehrung der Varroamilbe zugute kommt.

 

Schwarmsaison 2014

Der Mai ist die Zeit in der sich die Bienenvölker durch Ihren natürlichen Scharmtrieb vermehren.  Da ein ausgezogener Bienenschwarm alleine nicht in der Natur überleben kann, ist es schon aus tierethischen Gründen angebracht diesen zu verhindern oder den Schwarmtrieb andersweitig, zum Beispiel zur Jungvolkbildung zu nutzen.

Dafür, dass Bienenvölker nicht mehr ohne Hilfe in der Natur überleben können ist zum einen die Varroamilbe, aber auch mangelnde Nektarquellen im Spätjahr verantwortlich.

Dieses Jahr ist wieder ein Jahr, in dem überdurchschnittlich viele unserer Bienenvölker in Schwarmstimmung gekommen sind. Ein Grund ist sicherlich das gute Wetter im Frühjahr, bei dem sich die Völker sehr gut entwickeln konnten.

 

Was machen unsere Bienen in diesem Mai?

Jedes Jahr hat seine Herausforderungen. In diesem Jahr stimmte zwar lange Zeit das Wetter, aber wie ich hier berichtete fehlte leider das Wasser.

Nichtsdestotrotz sind wir in diesem Jahr mit allem etwas früher dran. Die Bienen sammeln nach den letzten Regenschauern im Raps fleißig Nektar, die ersten Völker kommen im Moment in Schwarmstimmung und wir werden bald auch den ersten Honig 2014 schleudern.

Unseren Bienenvölkern geht es durchweg gut. Bei Sonnenschein herrscht reges treiben am Bienenstand. Wie so etwas aussieht und sich anhört, das folgende kurze Video gibt einen Einblick.

 

Bienenhunger

Bienenvölker können im Winter nahezu ausschließlich von dem im August/ September eingelagerten Winterfutter zehren. Bei uns sind dies ca. 12-17 kg Biozucker. Der Futterverbrauch einen Bienenvolkes hängt von zwei maßgeblichen Faktoren ab:
Zum einem dem Witterungsverlauf, je kälter desto mehr müssen die Bienen „heizen“ um eine lebensfähige Temperatur in der Bienentraube zu halten.

Zum anderen hat natürlich die Größe eines Bienenvolkes erheblichen Einfluss auf den Futterverbrauch. Hier gibt es zum Teil deutliche Unterschiede.

Nach einer Brutpause fangen die meisten Bienenvölker in der Regel um Weihnachten wieder mit dem brüten an. Spätestens ab dann sieht man regelmäßig einzelne Bienen zum Wasserholen ausfliegen. Dies ist zwar oft ein Selbstmordkommando, aber für die Brutpflege ist Wasser unerlässlich. In normalen Jahren beginnt dann meist im Januar mit dem Haselnuss auch wieder der erste Eintrag von Pollen. Bis zum ersten nennenswerten Nektarfluß wird es hingegen noch nahezu 12 Wochen dauern.

Bienen langsam winterfest

In diesem Jahr wintern wir soviele Bienenvölker ein, wie noch nie zuvor. Die Wirtschaftsvölker sind seit ein paar Tagen fit für den Winter. Das heißt vor allem sie haben ausrreichend Futter eingelagert um bis zur Obstbaumblüte im April nicht zu hungern und das die Behandlung gegen die Varroamilbe erfolgreich war. Bei den Jungvölkern hat das kalte Wetter der vergangenen Tage dazu geführt, dass noch nicht ausrreichend Winterfutter eingelagert wurde. Dies wird nun hoffentlich an den angekündigten warmen Tagen erfolgen, so dass wir auch hier vor Ende September noch eine Behandlung gegen die Varroamilbe vornehmen können.