Das Wachs der Bienen wird von den Menschen zu sehr unterschiedlichen Zwecken genutzt.
Im vorchristlicher Zeit wurde Papyrus zum Beispiel mit dem Bindemittel Bienenwachs hergestellt.
In vergangener Zeit wurde Bienenwachs zum Beispiel zur Versiegelung von Öl- und Weinfässern, zum Wachsen von Möbeln und zum Konservieren von Obst genutzt.
In jüngster Zeit werden viele dieser Aufgaben von chemischen Stoffen übernommen.
Jedoch ziehen viele Menschen Bienenwachs den chemischen Alternativen vor.

So ist ein duftende Bienenwachskerze doch etwas anderes als eine Kerze aus Starin oder Parafin. Auch in der Lederpflege und in der Möbelpflege sowie zunehmend in der Naturkosmetik wird Bienenwachs nach wie vor angewendet.
Die Wiederentdeckung in der Naturkosmetikbrache verdankt Wachs seiner keimhemmenden und hautfreundlichen Eigenschaft und steigert beispielweise die Wasserbindefähigkeit, das Aussehen und die Konsitenz von Cremes.

Für die Bienen ist die Wachsherstellung ein hartes Geschäft. Mit den am Hinterleib sitzenden Wachsdrüsen produzieren Bienen das Wachs, welches Sie zum Bau Ihrer Waben verwenden.
Für ein Kilogramm Wachs verbrauchen Sie dabei bis zu 10 Kilogramm Honig.

Momentan voll im Trend liegen Bienenwachstücher zum frischhalten von Lebensmitteln. Wir tränken hierzu ein Baumwolltuch Entdecklungswachs. Entdecklungswachs ist sehr junges und daher sauberes Wachs, welches bei der Honigernte anfällt und welches auch für Naturkosmetik eingesetzt wird.

Im Trend: Bienenwachstuch

Übersicht unserer Bienenwachstücher
Bienenwachstuch zum frischhalten von Lebensmitteln in verschiedenen Größen.

Bienenwachs ist also extrem vielfältig, aber steht auch oft im Mittelpunkt von Skandalen durch Beimischungen und Verunreinigungen. Wiederkehrend sind zum Beispiel die bewußte Beimischung von günstigerem Parafin.

In Labortests kann Bienenwachs auf eine Vielzahl von Schadstoffen untersucht werden. Dies wird unter anderem regelmäßig beim Bio-Audit gefordert.

Eine Übersicht über die aktuellen Wachsskandale findet sich auf der Seite des Deutschen Bienenjournales.

Verwendung von Bienenwachs:

Die deutsche Gesetzeslage macht es für kleine Betrieb schwierig das Bienenwachs in Cremes oder andere kosmetische Produkte selbst weiterzuverarbeiten.

Früher gabe es doch viele Imker die mit Omas Rezept die ein oder andere Creme, oder Badezusatz selber hergestellt und vertrieben haben.

Heute verlässt altes Bienenwachs unserer Imkerei und geht in die Umarbeitung, in Wachspellets, oder dergleichen. Meist entstehen daraus dann Kerzen.

Das saubere und damit wertvolle Wachs behalten wir. Daraus machen wir Bienewachstücher, oder Mittelwände für unsere Bienenvölker, sofern wir nicht Naturbau nutzen.

Einfach selber zu machen sind auch Schucremes und Möbelpolituren mit Bienenwachs.

Rezept für eine Schucreme:

Folgende Zutaten werden für die Lederpflegecreme benötigt:

  • 50 ml Olivenöl
  • 40 g Lanolin
  • 15g Bienenwachs

Im ersten Schritt wird das Wachs erhitzt und somit flüssig. Dann die beiden anderen Zutaten dazugeben. Abkühlen lassen und fertig ist die Schuhcreme. Diese darf aber nur bei echtem Leder angewandt werden. Für Kunstleder ist diese Rezeptur nicht geeignet. Auch bei Rauleder ist vorsicht geboten.

Vor allem mit Kindern lassen sich wunderbare Kerzen ziehen, rollen und Teelichter gießen. Hierfür gibt es im Handel vorgefertigte Dochte, welche leicht zu besorgen sind. Es ist schon ein ganz anderer Geruch, wenn eine echte Bienenwachskerze im Raum steht. Vor allem am Weihnachtsbaum sind Kerzen aus echtem Bienenwachs was besonderes: Der Raum duftet wunderbar nach Tannenbaum und Bienenwachs und die Brenndauer der Kerzen übertrifft die üblichen Kerzen aus Parafin um ein vielfaches.

Ist Bienenwachs essbar?

Bei Feinschemeckern beliebt ist es den Honig direkt aus der Wabe zu essen. also zusammen mit den Wachszellen, in denen die Bienen den Honig lagern. Dafür werden die Waben nicht, wie sonst üblich geschleudert, sprich der Honig von den Waben getrennt, sondern je nach Ernteweise wird der Honig einfach in der Wabe belassen. Durch die Vermischung des Honiges mit der aus Bienenwachs bestehenden Wabe beim kauen, entsteht ein ganz neues Geschmackserlebnis.

Als weitere Alternative gibt es auch noch den Presshonig. Hier wird der Honig ebenfalls nicht aus der Wabe geschleudert, sondern aus der Wabe gepresst. Hierbei wird die Wabe zerstört und es gelangen kleine Wachsteilchen mit in den Honig. Praktisch das Zwischending zwischen Honig schleudern und Wabenhonig. Aber auch mit einem ganz eigenen Geschmack.