Waldhonig

Waldhonig, für Honigliebhaber ein absolutes Top-Produkt aus dem Naturpark Schwäbsich-Fränkischen Wald. Im Gegensatz zu Blütenhonige sammeln Bienen bei diesem dunklen Honig keinen  Blütennektar sondern nahezu ausschließlich Honigtau.Honigtau gewinnen Bienen durch das sammeln von zuckerhaltigen Ausscheidungen von Flöhen, Läusen oder auch Zikaden.

Da dieser Honig schon vor der Bienen von Insekten verarbeitet wurde, besticht der Waldhonig durch wertvolle Bestandteile. Waldhonig ist dunkel, dickflüssig und würzig. Die Bienen befliegen hierzu vor allem Tannen, Fichten, Kiefern oder auch Eichen. Für die Entsteheung von Honigtau als Ausgangspunkt ist ein Massenbefall vor allem von Läusen notwendig. Dieser wiederum geht stark mit dem Wetter im Herbst und im Mai daher. Insofern ist dieser dunkle, aramotische Honig nicht mit Sicherheit jedes Jahr zu ernten. Auch kann es für die Bienenvölker schwirig werden die Honigtautröpchen aufzunehmen. Trocknen diese doch bei trockenem Wind aus, oder werden von Regen abgewaschen. Alles in allem brauchen wir zur Ernte von Waldhonig also viele Parameter die zusammenpassen müssen.

Heimspiel

Unsere Imkerei liegt nahe an einem der großen Waldgebiete in Süddeutschland. Dem Schwäbischen Wald. Hier sind wir mit unseren Bienenvölkern in knapp 30 Minuten hingewandert. Oder wir haben oft auch die Möglichkeit, direkt bei uns auf dem Schurwald Waldhonig zu ernten. Den auch hier zwischen Neckar- und Remstal haben wir Bienenplätze welche von viel Fichten- und sogar etwas Tannenwald umgegeben sind. Dies ist für uns vor allem hinsichtlich unserer wesensgemäßen Bienenhaltung interessant. Den wir müssen unsere Bienenvölker nicht wandern und können trotzdem diesen aromatischen und dunklen Honig ernten.

Die Erntezeit von Waldhonig ist meist im Juli und August. Damit ist er einer der letzten zu erntenden Honige im Jahr. Einzig eine Spezialität des Waldhoniges, nämlich der Tannenhonig kann noch etwas später geerntet werden.

Wie entsteht Honigtau?

Für Waldhonig sammeln die Bienen Honigtau und für Honigtau benötigt es Läuse. Die Läuse ernähren sich vom Siebröhrensaft, in unserem Falle meist von Fichte und Tanne. Da die Siebröhren unter hohem Druck stehen, scheiden die Läuse einen Teil davon als Honigtau aus.

Honigtau enthält vor allem Frucht- und Traubenzucker, aber unter vielem auch noch organische Säuren und Vitamine.

Um eine reiche Waldhonigernte zu erhalten, benötigt es möglichst viele Läuse. So dass reichlich Honigtau zum sammeln vorhanden ist. Die erforderliche Massenvermehrung der Läuse findet nicht jedes Jahr statt, da hier eine bestimmte Witterung erforderlich ist. So ist meist ein warmer November und ein kalter Mai förderlich.

Neben der Honigbiene wird der Honigtau auch von Ameisen und sogar von Hummeln als Nahrung genutzt. Die Ameisen halten sich sogar Blattläuse als eine Art “Milchkuh” und beschützen diese vor Fraßräubern.

Da es verschiedene Lausarten gibt, sind auch Waldhonige verschieden. Je nach Lausart ist derHonig farblich etwas unterschiedlich. Gefürchtet ist der Melizitosehonig. Dieser Waldhonig kristalisiert schon in der Wabe im Bienenvolk aus und ist nur sehr schwer, oder gar nicht zu ernten. Erkennbar für uns Imker ist dies meist an einer sehr hohen Tageszunahme an frischem Honig und an einer eher rötlichen Farbe. Verantwortlich für diesen Honig ist eine bestimmte Lausart.

Es kommt also beim Waldhonig nicht nur auf das vorhandensein von vielen Läusen, sonder auch auf deren Art an.

Mehr Details findet Ihr hier.

Pflanzenschutzmittel und Waldhonig

Bei Waldhonig ist die Gefahr, dass die Bienenvölker mit Pflanzenschutzmitteln in Berührung kommen, natürlicherweise reduziert. Unsere Bienenvölker stehen meist auf Lichtungen, oder in Schneisen von Gasleitungen oder dergleichen. Ihren Pollenbedarf können die Bienenvölker meist auf den Lichtungen und Schneisen decken, so dass die Flugbiene vermutlich den Wald kaum verlässt und somit auch nicht mit Pflanzenschutzmitteln auf landwirtschaftlichen Flächen in Berührung kommen kann.

In unserer Imkerzeit hatten wir nun einmal das Erlebnis, dass das Forstamt eine Waldkalkung per Hubschrauber durchgeführt hat. Sicherheitshalber haben wir unsere Bienenvölker da verstellt. Auch wenn es laut Kollegen keine Auswirkungen auf die Bienenvölker hat, ginden wir hier lieber auf Nummer sicher.

Der Gegensatz zum dunkle, würzigen und flüssigen Honig ist Rapshonig. Hier findet Ihr mehr Infos.