Bienen Nachschub für 2013

Die Bienensaison im neuen Jahr ist ja noch gut 5 Monate entfernt, aber unsere Bienen haben sich bei unseren Imkerkollegen offensichtlich einen guten Ruf erworben. Und so treffen seit einiger Zeit eine zunehmende Anzahl an Vorbestellungen für Jungvölker und Kunstschwärme bei uns ein. Die Vorbestellungen begannen bei uns in diesem Jahr früher als sonst. Eine frühe Bestellung hat für beide Seiten Vorteile:

Da wir nach Eingang der Bestellung ausliefern erfolgt eine frühere Lieferung als bei einer Bestellung im März oder April. Auch hat man “sein” Bienenvolk sicher. In den letzten Jahren waren gute Jungvölker im Ende April/Mai nur noch mit Glück zu bekommen.

Und wir als Bio- Imkerei bekommen natürlich etwas mehr Planungsicherheit.

Vermehrt werden auch Gutscheine für unsere Bio- Bienenvölker in diesem Jahr unter dem Weihnachtsbaum zu finden sein. Augenscheinlich  sind dies die Auswirkungen der  vielen Neuimkerkurse in den letzten Jahre.

 

Bau von Kunstschwarmkisten

Eigentlich sollte, laut guter Lehrmeinung die Zeit im Winter zur Wartung und zum Bau von benötigtem Material benötigt werden. Aber im Wandel der Zeit sind in unserer Imkerei im Winter auch viele administrative Arbeiten zu erledigen und vor allem ist dies die Hauptzeit für den Honigverkauf. In dieser “Zeit zwischen der Bienensaison” gibt es mittlerweile also auch eine Menge zu erledigen, so dass hier nicht alle notwendigen arbeiten, wie gewünscht erledigt werden können.

Vor allem hat diese Herbst und Winterzeit ein Manko:

Wir wissen noch nicht wie die Bienenköniginnen aus unserer Zucht, unsere Bienenableger, die Jungvölker….im kommenden Jahr nachgefragt werden. Aus diesem Grunde haben wir nun, knapp 4 Wochen vor der letzten Honigernte noch einmal ein paar Stunden im Bastelkeller verbracht und unseren Vorrat an Kunstschwarmkisten erhöht. Mittels dieser Kisten, bilden wir einen Teil unserer Jungvölker mit der letzten Honigernte von Mitte Juli- Mitte August. Diese Methode ist an den natürlichen Schwarmtrieb der Honigbiene angelehnt.

Und nein: Die Bienen bekommen weder Cola, noch Mezzo Mix. Einfaches Zuckerwasser aus unserem Bio- Zucker müssen für den 24 stündigen Aufenthalt in diesen gut durchlüfteten Kisten ausreichen, danach haben die Bienen sich zu einem neuen Volk zusammengefunden und entwickeln sich nach der Umsiedlung in einen normalen Bienenkasten so stark, dass im kommenden Jahr Honig geerntet werden kann.

Bienen- Ein Volk und seine Königin

Zusammen mit der ORF und 3sat ist  am österreichischen Bildungzentrum Warth ein sehr schöner Film über Bienen und die moderne Imkerei entstanden. Die Imkermeisterin Yasmin Zwinst wird bei Ihrer Arbeit begleitet. Beeindruckend sind die vielen sehr gelungenen Kameraeinstellungen aus dem Bienenvolk die sehr schöne Einblicke und Bilder liefern, die so nur ein Imker erlebt.

Ein realistischer Einblick in die moderne Imkerei.

 

 

 

 

Unser Raucher

Eines der wichtigsten Werkzeuge in jeder Imkerei ist der Raucher. Kein öffnen des Bienenkasten ohne dieses Gerät. Der Raucher steht zwar immer einsatzbereit neben dem Imker, wird aber bei uns nur sehr sparsam benützt, da der Rauch auch den Honiggeschmack verändern kann.

Unsere Bienen sind sehr sanftmütig, so dass wir im Regelfall auch ohne Schleier und nahezu ohne Rauch ohne Bienenstich davonkommen. Dennoch ist vor allem bei öffnen des Bienenvolkes ein kleiner Rauchstoß notwendig um die Bienen von der Oberseite der Bienenbeute zu vertreiben. Schließlich wollen wir auch keine Bienen zerquetschen.

Zum Einsatz kommen bei uns im Raucher Strohpellets. Diese sind im Gegensatz zu manch künstlichen Rauchmischungen, oder gar Spray aus der Dose natürlichen Ursprungs, günstig und brennen hervorragend und lange.

 

 

Erstes Honigglas kehrt zurück

Heute erhielt ich von einem Kunden eine “Rarität” zurück. Eines unserer ersten Honiggläser.

Als ich vor ein paar Jahren mit der Imkerei anfing, füllte ich den Honig meiner ersten Bienenvölker in die Gläser mit dem gelben Deckel ab. Die Etiketten gab und gibt es noch immer bei einem Händler für Imkereibedarf von der Stange.

Ausschlaggebend war für mich damals eine wiedererkennbares “eigenes” Glas zu haben und den Honig nicht in den bekannten Gläsern des Deutschen Imkerbundes mit goldenem Deckel abzufüllen.

Erst in den letzten Tage habe er das Glas leergemacht und der Honig sei noch “pfundsgut” gewesen. Das ist doch schön, das Glas bekommt nun einen Ehrenplatz, auch wenn es deutlich gelitten hat.

Mittlerweile hat sich doch einiges geändert. Grundlegend ist sicherlich die Bio- Zertifizierung unserer Imkerei und auch bei den Honigetiketten haben wir den damals schon eingeschlagenen Weg weiterverfolgt.

Rückstandsfreies Wachs

Wie in den vergangenen zwei Jahren, benötigen wir auch in diesem Jahr wieder rückstandfreies Wachs für unsere Mittelwände. Normalerweise decken wir unseren Wachsbedarf aus dem eigenen Wachskreislauf. Aber durch unser rasantes Wachstum reicht unser selbst erzeugtes Wachs in diesem Jahr leider nicht aus. Als Bio- Imkerei sind wir auf rückstandfreies Wachs angewiesen, welches deutlich schwerer zu bekommen, als die üblichen Mittelwände aus konventionellem Wachs. Vor allem die Naturkosmetikhersteller haben einen enormen Bedarf an rückstandsfreiem Wachs. Lange war nicht sicher, ob unser Bedarf in der erforderlichen hohen Qualität gedeckt werden kann. Zum Glück hat es auch diesmal funktioniert und die Kartons sind eingetroffen.

Einkaufstag

Gestern haben wir einen großen Teil unserer Materialbedarfe für dieses Jahr bestellt.

Da der von uns zur Wintereinfütterung verwendete deutsche Bio- Zucker extrem rar ist, haben wir hier unseren Bedarf für die Einfütterung im Spätsommer bereits vorbestellt. Wir legen hier Wert auf Bio- Zucker aus Deutschland und vermeiden billigeren Bio- Rohrzucker aus Südamerika.

Auch auf dem  Markt für rückstandfreies Bienenwachs ist die Nachfrage groß und das Angebot gering. Hier konkurrieren wir vor allem mit Naturkosmetikhersteller um den begehrten Rohstoff für unserer Mittelwände. Unseren Bedarf haben wir gestern ebenfalls angemeldet.

Entspannter geht es beim Einkauf von Bienenbeuten und Rähmchen zu. Bei den Rähmchen nehmen wir in diesem Jahr zu ersten Mal an der Sammelbestellung des örtlichen Imkervereins teil.

Jetzt bleibt nur noch auf eine rechtzeitige und vollständige Lieferung zu hoffen. Aber hier haben wir in den letzten Jahren mit unseren Lieferanten kaum Probleme gehabt.

Wie viel verdient ein Imker?

Immer wieder wird mir die Frage gestellt: “Kann man von den Bienen leben?”. Christoph Koch, Berufsimker aus dem Schwazwald hat es dem Stern einmal verraten: 3.000 Euro zu versteuerndes Monatseinkommen gab er damals im Jahr 2008 an. Das ist so viel (oder so wenig) wie ein Koch, ein Friseur oder ein Fitnesstrainer verdient.

Honigschleuder eingemottet

Die Honigsaison ist für dieses Jahr nun endgültig vorbei. Aus diesem Grunde haben wir heute an unsere Honigschleuder die jährliche Wartung durchgeführt. Nach der Schleuderung von:

Frühjahrsblütenhonig, Rapshonig, Akazienhonig, Lindenhonig, Sommerhonig, Wald- Blütenhonig, Waldhonig und zu guter letzt dem Blütenzauber aus dem Blumenfeld und dem Honig aus dem Heilpflanzengarten hat unsere Honigschleuder nun bis Mai frei.

Sobald unsere neuen Etiketten geliefert wurden, wird auch die diesjährige Ernte zum Verkauf bereitstehen. Dies wird nun langsam Zeit, ist doch die letztjährige Ernte nahezu ausverkauft.

 

Bio- Bienenwachs, oder wie?

Das von unseren Bienen in unsere Bio zertifizierten Imkerei erzeugte Bienenwachs ist offiziell kein Bio- Bienenwachs. Die Erklärung ist relativ einfach und findet sich in der EU-Bio- Verordnung und nicht etwa  an unserer Betriebsweise oder an Rückständen im Wachs.

Den laut unseres Bio- Kontrolleurs sieht die Bio- Verordnung den Begriff Bio nur für Lebens- und Futtermittel vor. Wachs ist aber eben weder Lebensmittel noch Futtermittel. Offiziell gibt es nur rückstandsfreies Wachs. Das stört uns nun wenig, da wir unser Wachs in erster Linie selbst verarbeiten. Aber mal wieder eine Feinheit im Dschungel der Definitionen.