Anzahl der Bienenvölker geht zurück

Ich habe Anfang 2011 in diesem Beitrag auf die stark zurückgehende Anzahl an Bienenvölker und deren Auswirkungen und Ursachen hingewiesen.

Nun hat der Deutsche Imkerbund die Daten seiner Mitglieder vom vergangenen Jahr veröffentlicht. In Summe haben die Mitglieder um 3,21% zugenommen. Die von den Mitglieder gehaltene Anzahl der Bienenvölker stieg um knapp 2% auf nun 631.535 Bienenvölker. Dies bedeutet, dass die Anzahl der Bienenvölker je Verbandsimker nun deutschlandweit nochmals zurückgegangen ist und aktuell bei 7,4 liegt. Die durchschnittliche Imkerei wird also immer kleiner. Zahlen zu Erwerbsimkereien und Bio-Imkerein habe ich im Moment noch nicht.

Nicht jeder Imker ist jedoch Mitglied im Deutschen Imkerbund. Mitglied im DIB sind nur diejenigen Imker die in einem Imkerverein Mitglied sind. Ab einer gewissen Völkerzahl ist dies auch eine Kostenfrage, da der Mitgliedsbeitrag je gehaltenem Bienenvolk berechnet wird. Die angebotene Gegenleistung, nämlich die Vermarktung des Honiges im typischen DIB-Glas, oder der pauschalen Versicherungsschutz ist nicht für jeden interessant.

Stuttgarter Fernsehturm geschlossen

Seit gestern geht es durch die Medien: Der Stuttgarter Fernsehturm ist ab heute für Besucher geschlossen. Details gibt es auf der Seite des Fernsehturms und hier zum nachlesen.

Gerade im letzten Jahr hat sich unsere Beziehung zum Stuttgarter Wahrzeichen intensiviert. Waren wir doch mehrmals vor Ort um unsere Bienen, die den Honig vom Stuttgarter Fernsehturm sammelten zu betreuen. Jedesmal war es doch erstaunlich wieviel Besucher aus aller Welt den Turm erklommen und wie beeindruckend das Wahrzeichen Stuttgarts aus der Nähe ist.

Wir wünschen uns für alle eine schnelle Lösung um bald wieder den Fernblick über den Stuttgarter Kessel zu genießen.

Wie weit Bienen fliegen

Das Sammelgebiet von Honigbienen wird meist mit einem Umkreis von 3 Kilometer um den Bienenkasten angegeben. Im Frühjahr bei reichlichem Trachtangebot von Kirschbaum-, Apfel-, und Rapsblüte ist das Sammelgebiet sicherlich sehr viel geringer. Mit abnehmendem Nahrungsangebot im Sommer weitet es sich dagegen deutlich aus.

Dank Fjonka und Herrn F. aus dem Norden der Republik ist es nun möglich den Flugradius der Honigbienen um unsere Bienenstände auch optisch darzustellen:

Bei einem unserer Bienenstände ich Aichwald und einem unserer Bienenstände in Stuttgart habe ich das Ganze einmal ausprobiert:

Sicherlich werden hier Hindernisse wie Wälder, Bebauung, und Höhenunterschiede nicht berücksichtigt, aber es zeigt doch recht eindrucksvoll die Möglichkeiten der kleinen Honigbiene.

Mäusegitter entfernt

Im Oktober bringen wir vor den Fluglöchern unserer Bienenvölker die Mäusegitter an. Dieses Drahtgeflecht hindert Mäuse daran den Winter im Bienenkasten zu verbringen und dort Unruhe und Futternot zu verursachen. Nun zu Beginn der Salweidenblüte und der vermutlich nicht mehr gehäuft auftretenden Nachtfröste ist diese Gefahr weitgehend gebannt. Die Bienenvölker können sich nun bei zunehmend wärmeren Temperaturen auch besser selbst verteidigen.

Die Gitter würden den nun zunehmend stärkeren Flugbetrieb der Bienenvölker stören und das Reinigen des Beutenbodens durch die Bienen behindern. Aus diesem Grunde entfernen wir nun nach und nach die Gitter.

 

Bienenvolk mit Mäusegitter

Der Frühling kündigt sich an

Honigbienen verlassen Ihre Bienenbeute erst ab ca. 10°C. Das bedeutet, dass Sie über den Winter etliche Wochen den Bienenkasten nicht verlassen und Ihre Notduft in der Kotblase speichern. So wurden die vergangenen warmen Tage zum Reinigungsflug genutzt.

Aber nicht nur im Bienenvolk  zog reges Leben ein. Auch die ersten Krokuse blühten auf und dienten den Bienen neben  Haselnuss- und Salweide als erste Nahrungsquelle.

Mit den für nächste Woche vorrausgesagten Minustemperaturen wird sich das leben im Bienenstock zwar augenscheinlich wieder beruhigen, doch das Brutnest wird ab sofort ständig größer werden.

Krokus im Frühjahr

Mexiko löst Argentinien ab

Mexiko war 2012 der größte Honiglieferant für Deutschland. Mit 15.400 Tonnen eingeführtem Honig hat Mexiko den bisherigen Spitzenreiter Argentinien mit 13.700 Tonnen auf Platz zwei verweisen. China folgt mit 5.400 Tonnen auf Platz drei.

Im Jahr 2011 sah die Reihenfolge noch anders aus. Ich hatte hier über die damaligen Honigimporte geschrieben.

Bienen geht es gut

Bei dem derzeitigen milden Wetter können wir zum ersten Mal seit Weihnachten einen Blick in die Bienenkästen werfen. Was wir im Moment sehen sieht sehr schön aus: Gesunde und starke Bienenvölker. Jetzt ist vor allem darauf zu achten, dass die Bienen noch genügend Futter haben, um die Kälte- und Schlechtwettereinbrüche bis zur Kirschbaumblüte im April zu überdauern. Den erst mit der Blüte der Obstbäume steht wieder mehr als genug Nahrung für die Bienenvölker zur Verfügung.