Frühjahrsblüte- und Rapsblüte

In den letzten Tagen hat bei zunehmend wärmeren Wetter die Raps- und auch die Apfelbaumblüte begonnen. Im Vergleich zum letzten Jahr ca. 12 Tage später, aber gerade dies ist in diesem Jahr für unsere Bienen genau richtig. Durch den späten Beginn der Blüte hatten unsere Bienenvölker noch etwas mehr Zeit sich zu wachsen. Die vergangene Kirsch- und Birnenbaumblüte dienten Ihnen zur ersten Nahrungversorgung und zur Einlagerung von etwas Honig. Mit der nun begonnenen Raps- und Apfelbaumblüte wachsen die Honigvorrate innerhalb kürzester Zeit enorm an. Wichtig ist vor allem beim Raps, dass hier genug Feuchtigkeit im Boden vorhanden ist, ansonsten geht bei der Rapspflanze die Nektarerzeugung zurück. Aber auch die Bienen brauchen angenehmes Flugwetter. Zwischen 15° und 30° sollten es schon sein. Am besten windstill.

Für uns immer ein schöner Moment, wenn die Saison an den Bienenständen wieder startet. Auch wenn die kommenden Monate doch zweitweise arbeitsintensive Zeiten bringen werden. Neben den Arbeiten am Bienenstand, mit der Schwarmkontrolle, der Zucht und der Ablegerbildung, der Wanderung, Honigschleuderung gehen natürlich auch die bisherigen Tätigkeiten weiter: Abfüllen, etikettieren, Honig ausliefern, Reparaturen, Obstbauarbeiten und vieles mehr.

 

 

Esslinger Stadthonig- die erste Etappe

Letzte Woche haben wir zwei mögliche Standplätze für unsere Bienenvölker besichtigt, auf denen wir in diesem Jahr unseren „Esslinger Stadthonig“ ernten möchten. Wie auch bei unserem Stuttgarter Stadthonig begeben wir uns auch in Esslingen wieder in die Halbhöhenlage. Neben unserem Stuttgarter Stadthonig werden wir in diesem Jahr nun auch sicher einen Esslinger Stadthonig anbieten können. Lassen wir uns vom Geschmack überraschen.

Machen Bienen Feierabend?

Bei dem momentanen schönen und mit 15° Grad auch recht warmen Wetter fliegen unsere Bienen fleißig die Kirschblüten an.  Da die Honigbienen abends ihren Flugbetrieb einstellen, liegt die Vermutung nahe, dass sie sich im Bienenstock ausruhen.

Dass dies meist nicht so ist zeigt dieses Foto, entstanden bei einem abendlichen Besuch an unserem Bienenstand mit Jungvölkern.

Mit dem Hinterleib Richtung Flugloch fächeln die Bienen Luft aus, bzw. in den Bienenkasten. Ein schönes Gebrumme und wenn man mit der Nase nah an das Flugloch geht, auch ein wunderbarer aromatischer Honiggeruch. Noch intensiver als bei der Honigschleuderung. Vermutlich weil auch noch der lebendige Geruch des Bienenstockes hinzukommt.

Das Ganze dient dem Luftaustausch, denn der wässrige Nektar muss schließlich zum Honig mit 16-18% Wassergehalt heruntergetrocknet werden und mit der Luft wird auch die Feuchtigkeit nach draußen befördert.

 

 

Unser Raucher

Eines der wichtigsten Werkzeuge in jeder Imkerei ist der Raucher. Kein öffnen des Bienenkasten ohne dieses Gerät. Der Raucher steht zwar immer einsatzbereit neben dem Imker, wird aber bei uns nur sehr sparsam benützt, da der Rauch auch den Honiggeschmack verändern kann.

Unsere Bienen sind sehr sanftmütig, so dass wir im Regelfall auch ohne Schleier und nahezu ohne Rauch ohne Bienenstich davonkommen. Dennoch ist vor allem bei öffnen des Bienenvolkes ein kleiner Rauchstoß notwendig um die Bienen von der Oberseite der Bienenbeute zu vertreiben. Schließlich wollen wir auch keine Bienen zerquetschen.

Zum Einsatz kommen bei uns im Raucher Strohpellets. Diese sind im Gegensatz zu manch künstlichen Rauchmischungen, oder gar Spray aus der Dose natürlichen Ursprungs, günstig und brennen hervorragend und lange.

 

 

Erstes Honigglas kehrt zurück

Heute erhielt ich von einem Kunden eine „Rarität“ zurück. Eines unserer ersten Honiggläser.

Als ich vor ein paar Jahren mit der Imkerei anfing, füllte ich den Honig meiner ersten Bienenvölker in die Gläser mit dem gelben Deckel ab. Die Etiketten gab und gibt es noch immer bei einem Händler für Imkereibedarf von der Stange.

Ausschlaggebend war für mich damals eine wiedererkennbares „eigenes“ Glas zu haben und den Honig nicht in den bekannten Gläsern des Deutschen Imkerbundes mit goldenem Deckel abzufüllen.

Erst in den letzten Tage habe er das Glas leergemacht und der Honig sei noch „pfundsgut“ gewesen. Das ist doch schön, das Glas bekommt nun einen Ehrenplatz, auch wenn es deutlich gelitten hat.

Mittlerweile hat sich doch einiges geändert. Grundlegend ist sicherlich die Bio- Zertifizierung unserer Imkerei und auch bei den Honigetiketten haben wir den damals schon eingeschlagenen Weg weiterverfolgt.

Angriff der Mäuse

Mäuse können vor allem im Winter eine ernstzunehmende Gefahr für ein Bienenvolk werden. Auf der Suche nach einem Platz zum überwintern finden Mäuse im Herbst oft in ungeschützten Bienenkästen Unterschlupf. Dort ist es trocken und Nahrung ist ausreichend vorhanden. Für die Bienenvölker führt dieser Gast oft in den Tod. Die ständige Unruhe durch die Maus kostet die Bienen eine Menge Kraft und auch das Winterfutter der Bienen ist dann knapp.

Um das eindringen der Mäuse zu verhindern bringen wir im Herbst ein Maschendraht am Flugloch an. Durch diesen können die Bienen noch ein- und ausfliegen, die Maus hat jedoch keine Chance.

Was für Schäden an Bienen und Material entstehen können, zeigt das folgenden Foto. Hier haben wir das Schutzgitter nicht sorgfältig angebracht und eine Maus gelangte ins „gemachte Nest“.“

 

Die Bienenvölker starten durch…

Mit dem Beginn der diesjährigen Kirschenblüte vor ca. einer Woche kann man den Völkern beim wachsen zusehen. Nahezu alle unsere Völker haben mittlerweile „Ihren“ Honigraum erhalten. Das ist ein Zarge voller Waben, die entweder von den Bienen selbst noch ausgebaut werden müssen, oder aber im letzten Jahr schon als Honigwaben dienten. Um eine einwandfreie Hygiene zu erhalten verwenden wir zur Honigernte nur unbebrütete und saubere Waben.

Die Anzahl der Bienen pro Bienenvolk nimmt nun rasant zu und bis zur ersten Honigernte in 3-4 Wochen ist es nicht mehr weit.