Es wird ruhiger am Bienenstand

Die notwendigen arbeiten am Bienenstand sind nun deutlich zurückgegangen und werden durch arbeiten im Honigkeller ersetzt. Nun füllen wir unseren Honig für unsere verkaufstärksten Monate ab und bereiten den ein oder anderen Markt vor.

Bei den sehr warmen Temperaturen und bei herzlichem Sonnenschein ernten wir zeitgleich seit rund einer Woche auch einen großen Teil unserer Bio- Äpfel. Da war es im letzten Jahr doch deutlich regnerischer.

 

Ein Sieg für die Honigbiene

Unser Imkerkollege Karl Heinz Bablock musste im Jahr 2009 seine gesamte Honigernte in einer Müllverbrennungsanlage vernichten, da dieser Honig durch Pollen des Genmaises MON 810 verunreinigt wurde, welcher nicht als Lebensmittel zugelassen ist.

Der anschließende Prozessmarathon, den unser Kollege zusammen mit dem Mellifera e.V. und dem „Bündnis zum Schutz der Bienen vor Agrogentechnik“ durchhielt hatte nun vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) ein erfolgreiches Ende.

Das EuGH bestätigte die Auffassung, dass selbst geringste Spuren von gentechnisch veränderten Organismen in Honig dazu führen, dass dieser dem europäischen Gentechnikrecht unterliegt und vernichtet werden muss. Dies bedeutet, dass wir Imker nun einen Anspruch auf Entschädigung haben, wenn unser Honig Spuren von Gentechnik enthält.

In letzter Konsequenz könnte dies bedeuten, dass zukünftig viele Importhonige aus den Regalen der Lebensmittelmärkte verschwinden müssen und indirekt die Zulassung, bzw. Wiederzulassung von gentechnisch veränderten Pflanzen in weite Ferne rückt.

Eine Entscheidung die auch in der Bevölkerung einen breiten Rückhalt finden sollte. Schließlich haben im Oktober 2010, in einer repräsentativen Studie des Bundesamtes für Naturschutz, rund 87% der Deutschen gegen den Anbau und den Einsatz von gentechnisch veränderten Organismen in der Landwirtschaft ausgesprochen und fordern sogar ein Verbot.

 

 

 

Zuckerwasser

Unsere Bienen bekommen als Winterfutter Zuckerwasser, welches wir selbst mit Bio- Zucker und Bio- Honig anmischen (siehe schon hier und auch hier).

Dies geschieht bei uns mit einer leistungstarken Zapfwellenpumpe am Schlepper. Trotz der Pumpenleistung von rund 10.000 Liter in der Stunde braucht es doch ca. 20 Minuten, bis sich der Bio- Zucker in so einem 120 Literfass aufgelöst hat.

Das Ganze bekommen die Bienenvölker anschließend in Futtertrögen aufgesetzt. Durch den abgedeckten Aufstieg in der Mitte gelangen die Bienen zwar an das Zuckerwasser, können aber darin nicht ertrinken.

Nach ca. 30 Liter Zuckerwasser, also mit 15-20 kg eingelagertem Futter gehen unsere Bienen dann in den Winter.

     

Die Apfelernte steht vor der Tür

Aufgrund des diesjährigen Wetterverlaufes sind auch die Äpfel ca. 2 Wochen früher reif.
Da wir bis Mitte September noch mit der Einfütterung der Bienenvölker und deren Vorbereitung für den Winter beschäftigt sind,
wird es für uns in diesem Jahr etwas enger als sonst.

Einige unserer Kollegen sind schon mitten in der Apfelernte, während bei uns gerade einmal die Vorbereitungen im Gange sind.
Momentan nutzen wir freie Stunden um unsere Flächen zu mulchen. Da wir unsere Äpfel maschinell auflesen benötigen wir
hier eine Vorlaufzeit von ca. 2 Wochen bis zu Ernte. Halten wir diese Zeit nicht ein, bekommen wir Probleme mit der Sauberkeit der Äpfel beim auflesen, bzw. die Leistung geht deutlich zurück, da nicht alle Äpfel erfasst werden.

Hurra, die Neuen sind da…

Hurra die Neuen sind da!
Letzte Woche kamen unsere neuen Etiketten. Über die Entstehungsgeschichte und die Schwierigkeiten hatte ich (zum Beispiel) hier
ja schon öfters berichtet.
Umso größer war natürlich nun die Freude, als das gelungene Ergebniss zum ersten Mal greifbar wurde.
Neu ist außer dem Format vor allem der Hinweis auf unserer Bio- Zertifizierung, sowie ein zweites Etikett mit weiteren
Angaben über unserer Betriebsweise und die Herkunft unseres Honiges.

Selbstverständlich darf auch ein Hinweis auf diesen, mittlerweile sehr gut besuchten Blog nicht fehlen.

Nun heißt es schnellstens von jeder Honigsorte ein paar Gläser abzufüllen und zu etikettieren
um die steigende Nachfrage zu bewältigen.