Die erste Pollenernte

Nachdem wir Anfang der Woche den Bienen mit Beginn der Kirschbaumblüte die Honigräume aufgesetzt haben, geht es nun Schlag auf Schlag. Mittlerweile blühen auch Pfirsich, Zwetschge und Birne, auch die Rapsblüte und Apfelbaumblüte wird nur noch ein paar einzelne Tage auf sich warten lassen. Grund genug mit der Ernte von frischen Blütenpollen zu beginnen. Hierzu haben wir bei ein paar unserer Bienenvölker spezielle Vorrichtungen angebracht, durch die ein Teil der von den Bienen gesammelte Blütenpollen für uns abgezweigt wird.

Nach einer Reinigung, bei der Grassamen und andere Fremdkörper entfernt werden, wird der Pollen getrocknet um haltbar zu werden.

Bei schönen Wetter werden wir nun täglich ein paar Gramm Blütenstaub ernten. Optisch und geschmacklich ein Genuß.

fricher Biopollen ungereinigt

Jetzt geht es los…

Nun mit beständigen Temperaturen über 15° C, Sonnenschein und der Kirschbaumblüte geht die Honigsaison richtig los. Seit ein paar Tagen haben alle unsere Bienenvölker den Honigraum aufgesetzt. In diese, noch leeren Waben, werden unsere Bienen in den kommenden Wochen und Monaten hoffentlich das ein oder andere Kilogramm Bio-Honig einlagern. Die erste Ernte wird dann vermutlich Ende Mai erfolgen.

Bienen mit Honigraum

Jetzt ist der Frühling da…

Nach einem gefühten sehr langen Winter, hält nun heute der Frühling mit aller Macht Einzug. Bei Temperaturen über 15°C, Sonnenschein und blauem Himmel haben unsere Bienen nun zum ersten Mal in diesem Jahr Gelegenheit größere Mengen an Pollen und erste kleine Nektarmengen einzutragen. Die Nektramengen genügen im Moment jedoch noch nicht für eine Selbstversorgung und so sind die Bienenvölker noch immer auf das eingelagerte Winterfutter angewiesen.

Im Moment werden die Bienenvölker noch immer schwächer, da die Winterbienen abgehen und junge Bienen aufgrund des kalten Märzes noch nicht in großen Mengen schlüpfen. Je nach Witterung in den kommenden Tagen, kann die Natur nun jedoch explodieren. Die Bienenvölker können dieses Entwicklungstempo aufgrund der dreiwöchigen Brutzeit nicht halten und so kann die Ernte von Frühjahrsblütenhonig in diesem Jahr gering ausfallen.

Ändern können wir hier sowieso nichts, es heißt also abzuwarten.

Bienen im Frühling

Gesundheitszeugniss

Bei uns in Baden- Württemberg ist ein Gesundheitszeugniss für die Bienenvölker Pflicht, wenn mit diesen gewandert wird, oder deren Standplatz verlegt wird.
Da wir mit fast allen Bienenvölkern wandern und unsere Bienen und Königinnen deutschlandweit und zum Teil auch europaweit verkaufen ist der Besitz eines Gesundheitszeugnisses also bei uns Pflicht.
Ausgestellt wird dies von dem jeweils für den Bienenstandort zuständigen Bienensachverständigen, dem verlängerten Arm des Veterinäramtes.
Heute hatten wir Besuch unserem zuständigen Bienensachverständigen und konnten bei relativ milden Temperaturen die Bienenvölker öffnen und die Untersuchung vornehmen.
Das Ergebnis bei den untersuchten Bienen: Gesund, aber aufgrund des kalten März noch relativ schwach.

Das Futter wird knapp

Während dem Frühlingsintermezzo Anfang März haben unsere Bienenvölker das Brutnest stark ausgedehnt. Die darauffolgende Kälteperiode über mehrere Wochen hat die Bienen nun dazu veranlasst das Brutnest wieder zu verkleinern. Das im August eingelagerte Winterfutter ist mittlerweile in der Umgebung des Brutnestes verbraucht. Bei den kalten Temperaturen gelingt es den Bienen als wärmeliebende Insekten meist nicht die Waben zu wechseln und sich so neue Futtervorräte zu erschließen, dies kann zu einem verhungern der Bienenvölker führen.

Das Problem des Futterabrisses war schon vor knapp 200 Jahren ein großes Problem  für Bienenhalter. So sind in den Jahren von 1812-1821 und 1924-1929 laut Literatur große Verluste durch den Futterabriss entstanden. Damals spielte die Varroamilbe noch keine Rolle, aber im März herrschten in diesen Jahren  eisige Temperaturen.

Aus diesem Grunde haben wir heute eine Kontrolle durchgeführt und dabei war bei einigen Völkern tatsächlich ein imkerlicher Eingriff notwendig.

Die einfachste Lösung ist den Bienen einen Batzen Honig auf das Brutnest zu geben. Natürlich ist hierbei darauf zu achten, dass die Bienen nicht im Honig festkleben. Wir nehmen hierzu unseren Honig vom Abschäumen.

Es gibt auch alternativen mit fertigen Futter(zucker)lösungen- nicht aber für uns als Bioimkerei.

Futter HonigFutter Honig 2

Auf dem Bild sieht man die Wintertraube der Bienen und den von uns zugegebenen Honig. Besser wäre es den Honig in die gleiche Wabengasse zu geben in der auch die Bienen sitzen, da der Honig dann leichter für die Bienen erreichbar ist. Dies ist aber bei starken Völkern nicht immer möglich.

Ein vergleichbarer kalter März 2013 ist nun definitiv zu Ende und wir warten was uns der April bringt…