Frühjahrsblütenhonig gefragt

Traditionell setzen wir vor Weihnachten relativ wenig Frühjahrsblütenhonig ab. Ab Anfang Januar nimmt die Nachfrage nach unserem cremigen Frühjahrsblütenhonig jedoch beständig zu. Vorraussetzung für den Kauf ist jedoch die Versicherung, dass unser Frühjahrsblütenhonig auch wirklich von hier, aus der Region Stuttgart ist und nicht mit Druck gefiltert wurde. Grund ist sicherlich der Wunsch gegen die kommende Heuschnupfensaison gerüstet zu sein.

 

Positive Rückmeldung

Unser Prinzessinenhonig hat nun zum dritten Male ein sehr gutes Testergebniss bekommen. Vilete aus Österreich hat unseren Honig für Ihr Pflege- Beauty- Blog getestet und hält Ihn für sehr empfehlenswert.

Nach den bereits hier veröffentlichten Ergebnissen eine weitere schöne Rückmeldung, dass sich unsere sorgsamer Umgang mit den Bienen und dem Honig auch lohnt.

 

Neuer Parasit bei Honigbienen

Das weltweite Bienensterben ist ein Rätsel, welches seit vielen Jahren die Forscher beschäftigt.

Im Verdacht stehen Pestizide, Gentechnik, Krankheitserreger und verschiedene Parasiten allen voran die Varroa Milbe.

Durch Zufall haben Wissenschaftler der San Francisco State University eine parasitäre Fliege bei Honigbienen entdeckt, die bisher nur bei Hummeln bekannt war. Die Fliege nistet sich aber nach neusten Erkenntnissen auch bei Honigbienen ein. Die befallenen Bienen verlassen daraufhin den Bienenstock zu einem Rundflug und sterben.

Bisher wurde die Fliege Apocephalus borealis nur in Kalifornien und South Dakota bei Honigbienen nachgewiesen, könnte aber in naher Zukunft weltweit die Bienenvölker bedrohen.

Die Fliege legt Ihre Eier in der Honigbiene ab, welche sich daraufhin wie ein Zombie verhält, den Orientierungssinn verliert und stirbt. Die Fliege kann auch anschließend noch aus Eiern in den schon toten Bienen schlüpfen.

Welche Rolle dieser neu entdeckte Parasit im weltweiten Bienensterben spielt, muss noch genauer untersucht werden.

Im Honig sind Rückstände der Fliege nicht zu finden.

Einkaufstag

Gestern haben wir einen großen Teil unserer Materialbedarfe für dieses Jahr bestellt.

Da der von uns zur Wintereinfütterung verwendete deutsche Bio- Zucker extrem rar ist, haben wir hier unseren Bedarf für die Einfütterung im Spätsommer bereits vorbestellt. Wir legen hier Wert auf Bio- Zucker aus Deutschland und vermeiden billigeren Bio- Rohrzucker aus Südamerika.

Auch auf dem  Markt für rückstandfreies Bienenwachs ist die Nachfrage groß und das Angebot gering. Hier konkurrieren wir vor allem mit Naturkosmetikhersteller um den begehrten Rohstoff für unserer Mittelwände. Unseren Bedarf haben wir gestern ebenfalls angemeldet.

Entspannter geht es beim Einkauf von Bienenbeuten und Rähmchen zu. Bei den Rähmchen nehmen wir in diesem Jahr zu ersten Mal an der Sammelbestellung des örtlichen Imkervereins teil.

Jetzt bleibt nur noch auf eine rechtzeitige und vollständige Lieferung zu hoffen. Aber hier haben wir in den letzten Jahren mit unseren Lieferanten kaum Probleme gehabt.

Die blaue Rose und das Honigurteil

Im hier bereits mehrfach erwähnten „Honigurteil“ des EuGHs führt die Verunreinigung von Honig mit gentechnisch veränderten Pollen zu dessen Vernichtung.

Das Augenmerk eines jeden Beteiligten, auch vieler Imker ist hier meist auf den Anbau von GVOs   in der Landwirtschaft gerichtet.

Jedoch findet die Gentechnik auch im Bereich der Schnittblumen und der Zierpflanzen zunehmend Anwendung. Vor allem bei Rosen, Nelken, Petunien, Geranien und Weihnachtssterne hat die Gentechnik mittlerweile Fuß gefasst.

Durch den Einsatz von Gentechnik sollen vor allem eine größere farbliche Vielfalt und eine bessere Kälte- und Krankheitsresistenz erreicht werden.

Ein Paradebeispiel ist die „Blaue Rose“. Rosen können aufgrund eines fehlenden Stoffwechselweges nicht auf die Farbe blau gezüchtet werden. Jahrhunderte galt eine blaue Rose aus diesem Grunde als Mythos. Seit 2009 ist nun eine blaue Rose erhältlich, bei der ein „Stiefmütterchen- Gen“ implantiert wurde.

Auch Nelken die aufgrund eines genetischen Eingriffes länger halten und ebenfalls die Farbe blau besitzen sind in Europa schon seit längerer Zeit erhältlich.

Schwierig wird es für uns Imker, wenn solch veränderten Pflanzen in Gärten gelangen und von Bienen beflogen werden. Landwirtschaftlich angebaute GVOs lassen sich in Deutschland aufgrund der geringen Anbaufläche und der Meldepflicht von uns Imkern umgehen. Sollten gentechnisch veränderte Zierpflanzen Verbreitung finden, wird es hier sicherlich schwieriger.

Die Nachweisgrenze von gentechnisch verändertem Pollen im Honig ist sehr gering, so dass schon eine Pflanze zu erheblichen Verunreinigungen im Honig führen kann.

Allgemein sind die Schnittblumen meiner Meinung nach ein vernachlässigtes Thema. Denn wer weiß schon, dass bei manchen Importrosen aufgrund der hohen Pestizidbelastung den Händlern und Floristen empfohlen wird Handschuhe zu tragen?