Unsere Bienen und die Hitze

Die Honigbiene braucht regenfreies, warmes Wetter zum fliegen. Die Hitze der letzten Tage stellt jedoch auch unsere Bienenvölker vor eine schwierige Aufgabe. Die Bienenbrut braucht eine konstante Temperatur von 36°C. Um bei den momentanen Temperaturen von annähernd 40°C diese Temperatur im Bienenstock zu halten, kühlen die Honigbienen mit Wasser. Das Wasser wird auf der Wabenoberfläche versprüht und mit flügelschlägen verteilt. Reicht die so gewonnene Kühlung nicht aus, verläßt ein Teil der Bienen den Bienenkasten und hängen als sogenannter „Bienenbart“ von außen am Flugloch.

Statt Nektar sammeln unsere Bienen im momentan also eher Wasser.

 

Neue Kennzeichenregeln für Honig

Die aus unserer Sicht schon lange irreführenden Bezeichnungen „kaltgeschleudert“ und „wabenecht“ sind nun endlich gestrichen worden.

Seit Ende Juli darf Honig laut dem Deutschen Lebensmittelbuch nicht mehr als „kaltgeschleudert“ oder „wabenecht“ bezeichnet werden. Die Begründung hierzu spiegelt auch unsere Meinung zu diesem Thema wider: Deutscher Honig wird immer bei Raumtemperatur geschleudert. Das heißt deutscher Honig ist immer kaltgeschleudert und ein besonders hervorheben dieser Eigenschaft ist irreführend. Auch ist jeder Honig „wabenecht“, da die Bienen natürlicherweise Ihren Honig in Waben ablegen. Für uns Imker wäre es eine enorme Arbeitserleichterung wenn die Honigbienen den Honig direkt im Glas ablegen würden, aber das ist wohl nur mein Wunschdenken. 🙂

In Zukunft dürfen Honige mit den Begriffen „Auslese“ oder „Premium“ ausgezeichnet werden. Diese Bezeichnungen sind nun auch an besondere Qualitäten, wie zum Beispiel den Wassergehalt und die im Labor ermittelten Enzymwerte geknüpft. Für die kleinen Imkerein hat diese neue Regelung den Nachteil, dass Sie Honigproben im Labor untersuchen lassen müssen, um auf der sicheren Seite zu sein. Im Moment kenne ich die Ergebnisse unsere diesjährigen Honiguntersuchungen noch nicht, gehe aber davon aus, dass die meisten unsere Honige die „Premium- Auszeichnung“ führen dürften. Ob wir diese Auszeichnungsmöglichkeit dann letztendlich nutzen werden bleibt abzuwarten. Schließlich geht so etwas meist nur über ein Zusatzetikett, welches erst einmal einen Mehraufwand und damit Mehrkosten verursacht. Schauen wir einmal was die Mitbewerber so umsetzen und wie sich die Nachfrage im Markt nach solch beworbenen Honigen entwickelt.

Honigschleuder eingemottet

Die Honigsaison ist für dieses Jahr nun endgültig vorbei. Aus diesem Grunde haben wir heute an unsere Honigschleuder die jährliche Wartung durchgeführt. Nach der Schleuderung von:

Frühjahrsblütenhonig, Rapshonig, Akazienhonig, Lindenhonig, Sommerhonig, Wald- Blütenhonig, Waldhonig und zu guter letzt dem Blütenzauber aus dem Blumenfeld und dem Honig aus dem Heilpflanzengarten hat unsere Honigschleuder nun bis Mai frei.

Sobald unsere neuen Etiketten geliefert wurden, wird auch die diesjährige Ernte zum Verkauf bereitstehen. Dies wird nun langsam Zeit, ist doch die letztjährige Ernte nahezu ausverkauft.

 

Unser Honig soll gentechnikfrei bleiben

Unser Honig soll naturbelassen bleiben. Dazu gehört auch, dass unsere Bienen keine gentechnisch veränderten Pflanzen befliegen.

Damit unsere Bienen auch nicht aus Versehen auf ein Feld mit gentechnisch veränderte Pflanzen fliegen, schauen wir uns in regelmäßigen Abständen das Standortregister des Bundes an. Hier sind die Flächen auf denen GVO angebaut wird eingetragen.

Zum Glück sind dies in Deutschland noch relativ wenige. Wir hoffen das dies auch in Zukunft so bleibt.

Ein Beispiel, warum wir gegen die grüne Gentechnik sind, ist sicherlich die nicht zu gewährleistende Koexistenz. Eine Verunreinigung von anderem Pflanz- und Saatgut ist nicht auszuschließen. Schöne grauenhafte Beispiele finden sich auf den Seiten des Umweltinstitutes München e.V..

Ein Artikel über die unzureichende Üperprüfung von gentechnisch veränderten Organismen finden Sie hier.

Deutscher Honig- gentechnikfrei

Für die Sendung Quintessenz wurden 11 Honige auf gentechnisch veränderte Organismen (GVO) getestet. Das Ergebnis:

– die getesteten deutschen Honige sind frei von GVO

– vier ausländische Honige enthielten ganz klar GVO.

Mal wieder ein Pluspunkt auf der Konto des deutschen Honigs.

Den ausführlichen Bericht finden Sie hier auf den Seiten des WDR.

Neue Etiketten im Druck

Heute werden wir endlich unsere überarbeiteten Etiketten an die Druckerei geben. In Zukunft werden wir  auch ein Rückenetikett mit einem Hinweis auf diesen Bio- Honig- Blog und einer kurzen Erklärung unserer Betriebsweise verwenden.

Im Großen und Ganzen hat sich dieses Projekt jetzt über einige Wochen hingezogen. Gibt es doch eine Menge an Vorschriften zu beachten. Beispielweise die Mindestschriftgröße für die Füllmenge, die Gestaltung des Bio- Siegels, den Verweis auf das Mindesthaltbarkeitsdatum…..

In Zukunft lassen wir unsere Etiketten auf Rollen drucken. Dadurch versprechen wir uns eine Zeitersparniss beim etikettieren der Honiggläser.