Das erste große Blühen geht zu Ende…

Langsam aber sicher geht bei uns auf dem Schurwald die Obstbaumblüte zu Ende. Die Rapsfelder werden zwar noch einige Tage blühen, aber trotzdem werden wir in der kommenden Woche mit ein paar unserer Bienenvölker auf die Schwäbische Alb wandern.

Seit ein paar Jahren sind wir immer bei dem gleichen Landwirt zu Gast. Das schafft Vertrauen und man kann sich abstimmen. Dies ist vor allem in Bezug auf die Pflanzenschutzmaßnahmen wichtig. “Unser” Landwirt hat diese bereits abgeschlossen, sodass unsere Bienen ohne Gefahr Nektar sammeln können.

Über den Fleiß der Bienen wird viel geschrieben. Schauen Sie selbst einer unserer Bienen beim Besuch einer Apfelblüte zu:

 

 

2:0 für unseren Honig

Letzte Woche war mal wieder eine Kundin bei uns, deren Sohn bisher nahezu ausschließlich Nutella zum Frühstück mochte.

Seit er unseren Honig kennt, favorisiert er unseren cremigen Rapshonig. Nutella bleibt nun links liegen.
Dies ist nun schon die zweite Geschichte dieser Art. Das unser Honig von Nutella verdrängt wird, habe ich noch nicht gehört.

Aus diesem Grund:

2:0 für unseren Honig.

Schwarmzeit

Von Beginn der Kirschblüte/ Apfelblüte bis zur Sommersonnenwende am 21. Juni ist Schwarmzeit.
Das heißt in dieser Zeit können Schwärme aus einen Bienenvolk abgehen.
Für uns bedeutet dies nun regelmäßige Kontrolle der Bienenvölker alle 7 Tage und eine gewissenhafte Völkerführung.

Ein Bienenschwarm besteht aus der alten Königin und der Hälfte der Bienen. Die neu schlüpfende Bienenkönigin bleibt mit der anderen Hälfte im bisherigen Bienenkasten zurück.

Gestern hatte ich die Gelegenheit einen Schwarm bei ausziehen zu bewundern. Ein Spektakel….

Aber keine Sorge: Schwarmbienen stechen nur sehr selten.

Deutscher Honig- so begehrt wie nie

Zumindest kommt es mir so vor.

Allein heute hatte ich 5 Anrufe von anderen Imkereien und Wiederverkäufern die gerne größere Mengen Honig kaufen würden. Das spricht zum einen für unsere Qualität, aber natürlich spiegelt sich hier auch der Honigmangel wider.Vier von den Fünf hatten unseren Honig auch schon probiert und wollen nun beliefert werden.

Aber auch wir müßen haushalten, schließlich sollen unsere direkten Kunden nicht leer ausgehen.

Wie das erst nach unserer anstehendem Bio- Zertifizierung wird?

Zum Glück habe ich heute schon den ersten Honig aus diesem Jahr gesehen. Dieser ist zwar noch in den Bienenstöcken, aber in 2-3 Wochen wird dann sicherlich ein Teil aus der Honigschleuder fließen.

 

Auch der Welthonig wird knapp

Nachdem ich hier bereits über die Knappheit des deutschen Honiges berichtet hatte, scheint nun Honig weltweit ebenfalls zur Mangelware zu werden.

Die Chinesen exportieren immer weniger Honig, da deren Eigenverbrauch mit steigendem Wohlstand stetig zunimmt. Honig in EU- Qualität ist dort bereits ausverkauft.

Die Ernten in Süd- und Mittelamerika waren nicht sonderlich gut. Ein Grund ist der zunehmende Anbau von Mais und Soja. Diese Pflanzen sind für die Bienen jedoch wertlos.  Auch in Ozeanien war die Ernte vernichtend gering.

Zwar steht bei uns in der nördlichen Hemisphäre die Ernte erst noch bevor. Aber der Weltmarktpreis wird steigen.

 

Momentan bei den Bienen

Bei diesem warmen und sonnigen Wetter tragen die Bienen seit nun nahezue einer Woche den ersten Honig ein. In den kommenden Tagen wird wohl auch der Raps anfangen zu blühen.

Einen Teil unserer Bienenvölker haben wir so aufgestellt, dass sich keine Rapsfelder im Umkreis befinden. Hier hoffen wir auf eine reiche Ernte an Blütenhonig aus der Obstbaumblüte.

Da es bei uns für diese Jahreszeit extrem trocken ist, bleibt abzuwarten inwieweit die Rapspflanze Nektar produzieren kann. Denn da wo wenig Wasser ist, produziert die Pflanze auch weniger Nektar.

Farbige Bienenkönigin

Im Gegensatz zu uns zeichnen viele Imker die Bienenkönigin um Sie im Bienenstock besser zu finden.
Hierzu wird der Königin ein farbiges Blättchen auf den Rücken geklebt. Hierfür braucht es ein ruhiges Händchen,ein scharfes Auge und Zeit.

Jetzt gibt es eine weitere Methode. Dabei wird schon der Bienenlarve ein entsprechender Farbstoff in den Futtersaft gegeben und so von der zukünftigen Königin von Anfang an mit jedem Bissen aufgenommen. Bei der Verpuppung färbt sich dann die Königinn durch und durch in der jeweiligen Farbe.

Ein vielleicht nützliches Verfahren für ältere Imker und Berufsimker.
Aber ein farbige Königinn finde ich doch etwas unnatürlich. Für uns kommt dieses Verfahen auf jeden Fall nicht in Betracht.
Ich denke auch, dass uns dies durch die Bio- Richtlinen sowieso verboten würde.

Spürnase Biene…

Ein Film über den möglichen Einsatz von Bienen zur Sprengstoff- und zur Biowaffenortung. Hier wird sich der fabelhafte Geruchsinn der Bienen zunutze gemacht. Vielleicht gut für die Sicherheit, aber wahrscheinlich schlecht für die normalerweise freilebende Biene, die nun auf einem Träger angebracht ist.

Auch der Einsatz von Bienen in der Raumfahrt wird angedacht.