Kunden loben mal wieder

Heute habe ich wieder einen besonders schöne Zuschrift einer Kundinn bekommen.

„Lieber Herr Faiß,

Seit einigen Jahren sind wir große Honigesser. Sogar unsere kleinsten mit 3 und 5 Jahren sind ganz wild auf Ihren Rapshonig.
Nun waren wir im Urlaub und hatten leider keinen ausreichenden Vorrat an Honig mit dabei. Also ging es los zum
örtlichen Imker und es wurde ein Glas Rapshonig gekauft.
Leider mussten wir am folgenden Tag feststellen, dass dieser Honig leider gar nicht mit dem Ihren vergleichbar ist.
Die cremige Konsistenz und sogar der Geschmack wurden bei weitem nicht erreicht. Unser Kleinster verschmähte den Honig ganz.

Machen Sie weiter so. Uns hat Ihre Qualität überzeugt.

Zum Schluß hätte ich noch eine Frage:
Warum gibt es einen geschmacklichen Unterschied zwischen der gleichen Honigsorte?

Mit lieben Grüßen

Silke W.“

Gerne beatworten wir hier diese Frage.

Der geschmackliche Unterschied kann durch zwei Sachen entstehen:
– Wenn die Bienen neben Raps noch andere Blüten befliegen
– durch die Verarbeitung und Lagerung durch den Imker. Wir verarbeiten unseren Honig sehr schonend, lagern in dunkel und kühl.
Und in der Regel ist unser Honig innerhalb eines Jahres verkauft.

Die Essensvernichter

Wir legen besonderen Wert auf die Qualität und die Nachhaltigkeit unseres Honiges. Aus diesem Grunde arbeiten wir z.B. nach den Grundsätzen der EU- Bio- Richtline, oder erzeugen nur Honige aus unserer Region.  Diese Wirtschaftswiese kommt bei uns nicht aus einem rein wirtschaftlichen Denken, sondern ist vor allem auch den persönlichen Qualitätsansprüchen gegenüber Lebensmitteln und der moralischen Haltung gegenüber der Natur geschuldet.

Dass wir in Europa viele Lebensmittel wegwerfen, oder die Fischerei in sehr großen Teilen nicht nachhaltig ist, ist vielen Lesern sicherlich bekannt. Auch mir sind unser verschwenderischer Umgang mit Lebensmittel bekannt. Dennoch war ich bei der Lektüre des Buches „Die Essensvernichter“ zum Teil über das enorme Ausmaß überrascht.

Jedem, der sich in diesem Jahr vorgenommen hat sich bewußter, gesünder und vor allem umweltfreundlicher zu ernähren lege ich diese Buch Nahe. Erklärt werden auch die zusammenhänge zwischen dem Hunger in Afrika und Asien und der westlichen Überproduktion an Lebensmitteln.

 

Esslinger Stadthonig

In diesem Jahr haben wir zum ersten Mal Esslinger Stadthonig geerntet. Neben einem Bienenstand auf den Dächern der Kreisparkasse Esslingen, hatten wir in diesem Jahr einen weiteren Bienenstand mit schöner Aussicht über die Dächer Esslingens.

Demnächst werde ich hier sicherlich noch einmal genauer auf den Standort bei der Kreisparkasse Esslingen eingehen. Zu kaufen wird der Esslinger Stadthonig erstmals am 01. September auf dem 1. Esslinger Honigmarkt am Postmichelbrunnen zu sein. Selbstverständlich werden wir dort mit einem Stand vertreten sein. Anschließend wird der Esslinger Stadthonig bei Enkel Schulz am Roßmarkt in Esslingen und in unserem Onlineshop erhältlich sein.

Im September bieten wir dann noch eine Führung über unsere Bienenstände an. Darüber werde ich aber hier auch noch einmal berichten.

Professionelle Bienenbilder

Heute haben wir zusammen mit dem Fotografen Bernhard Richter einen unserer Bienenstände besucht. Ziel war es ein paar schöne Bienenbilder zu „schießen“. Nach fast 2 Stunden fotografieren hatte Herr Richter eine Menge Material beisammen. Anbei zwei (vekleinerte) Kostproben:

Zu erwerben sind diese und weitere Bilder auf der Seite von ben185 bei istockphoto. Wir bedanken uns ganz herzlich für die tollen Bilder.

 

Honig vom Stuttgarter Fernsehturm

Endlich, der lange erwartete Honig vom Stuttgarter Fernsehturm lief gestern aus unserer Honigschleuder. Bienen an besonderen Standorten zu betreuen macht nahezu immer Spaß, wenn dann aber noch nette Techniker wie beim SWR dabei sind verwandelt sich die Nachschau oft zum Wissensaustausch. Imkerlatein gegen Stuttgarter Fernsehturmwissen. Wussten Sie, dass der Rekord zu Fuß auf den Fernsehturm bei knapp 4:30 Minuten liegt, manch einer aber auch schon über 45 Minuten benötigte?

Immer wieder schön beim SWR am Fernsehturm….

Honigernte 2012

Momentan läuft bei uns die letzte Honigernte in diesem Jahr. Nach und nach ernten wir gerade den Honig der einzelnen Bienenstände. Den Stuttgarter Stadthonig, sowie den Esslinger Stadthonig haben wir ebenso, wie unseren Bio- Wald- Blütenhonig aus Aichwald bereits geschleudert. Nun stehen noch einige Bienenstände aus, aber ich kann jetzt schon sagen, dass unsere Honigernte in diesem Jahr deutlich unter der des Vorjahres liegen wird. Vor allem der trockene Mai und dann der verregnete und wechselhafte Juni und Juli haben es den Bienen beim sammeln nicht leicht gemacht.

Hoffen wir einmal, dass wir mit unseren Vorräten durch den Winter kommen.

Die letzten Bienenköniginnen

In diesem Jahr haben wir wieder Dutzende von Bienenköniginnen verschickt. Zum ersten Mal auch in die Türkei, die Schweiz und nach Spanien. In dieser Woche verlassen die letzten begatteten Königinnen unsere Imkerei. Die momentan noch laufenden Zuchtserien werden wir für unsere eigenen Bienenvölker benötigen und nur noch dem ein oder anderen Kollegen aus der größten Not helfen.

Bio- Honigbienen in Stuttgart schauen fern

Theoretisch könnten wir diesen Bienen auf einem Hotel in der Stuttgarter Innenstadt eine Menge Unterhaltung an regnerischen Tagen anbieten. Da dies aber vermutlich kaum Wertschätzung auf Seiten unserer Bienen findet und auch die Satelittenschüssel wohl eine Reaktivierung benötigt, lassen wir dies doch lieber sein. Ich bezweifle auch, dass sich dadurch unsere Bio- Honig Ernte erhöhen würde.

 

Stechen Bienen?

Berührungsängste mit Bienen haben vor allem mit der Angst vor dem Bienenstich zu tun. Vor allem  bei unseren Bienenvölkern auf den Bienenständen in der Stadt legen wir großen Wert auf die Sanftmütigkeit. Auf dem angefügten Filmchen habe ich vor ein paar Tagen eines unserer Bienenvölker ohne die übliche Rauchgabe geöffnet.Bienen zum streicheln.

Kein Wunder das vor allem Jungimker Königinnen aus dieser Zuchtlinie bei uns stark nachfragen. Natürlich kann auch eine Biene aus so einem Volk stechen, aber es passiert sehr selten. Ich gehe grundsätzlich ohne Schleier an die Bienen. Bei warmem Wetter arbeite ich auch nahezu auschließlich im T- Shirt. Das Ergebnis: Bei unserer großen Anzahl an Bienenvölker vielleicht 15- 20 Stiche im Jahr.

Bau von Kunstschwarmkisten

Eigentlich sollte, laut guter Lehrmeinung die Zeit im Winter zur Wartung und zum Bau von benötigtem Material benötigt werden. Aber im Wandel der Zeit sind in unserer Imkerei im Winter auch viele administrative Arbeiten zu erledigen und vor allem ist dies die Hauptzeit für den Honigverkauf. In dieser „Zeit zwischen der Bienensaison“ gibt es mittlerweile also auch eine Menge zu erledigen, so dass hier nicht alle notwendigen arbeiten, wie gewünscht erledigt werden können.

Vor allem hat diese Herbst und Winterzeit ein Manko:

Wir wissen noch nicht wie die Bienenköniginnen aus unserer Zucht, unsere Bienenableger, die Jungvölker….im kommenden Jahr nachgefragt werden. Aus diesem Grunde haben wir nun, knapp 4 Wochen vor der letzten Honigernte noch einmal ein paar Stunden im Bastelkeller verbracht und unseren Vorrat an Kunstschwarmkisten erhöht. Mittels dieser Kisten, bilden wir einen Teil unserer Jungvölker mit der letzten Honigernte von Mitte Juli- Mitte August. Diese Methode ist an den natürlichen Schwarmtrieb der Honigbiene angelehnt.

Und nein: Die Bienen bekommen weder Cola, noch Mezzo Mix. Einfaches Zuckerwasser aus unserem Bio- Zucker müssen für den 24 stündigen Aufenthalt in diesen gut durchlüfteten Kisten ausreichen, danach haben die Bienen sich zu einem neuen Volk zusammengefunden und entwickeln sich nach der Umsiedlung in einen normalen Bienenkasten so stark, dass im kommenden Jahr Honig geerntet werden kann.