Der steigende Honigpreise?

Das wechselhafte und regnerische Wetter der vergangenen Wochen hat nicht nur in Süddeutschland bei manchem Imker die Honigernte verkleinert. Auch in weiten Teilen Osteuropas, wo doch ein beträchtlicher Anteil, vor allem an Akazienhonig herstammt, scheint das Wetter die Honigernte zum Teil sehr stark verringert zu haben.

Das Bienensterben in anderen Teilen der Welt führt auch dazu ,dass die weltweit verfügbare Honigmenge sehr knapp ist.

Da wir keinen weltweiten Handelsgeschäfte mit unserem Honig führen und auch bisher noch nichts an den Großhandel abgegeben haben, sind wir nicht direkt von steigenden Weltmarktpreisen betroffen. Aber auch bei uns ist der Kostendruck über die Jahre nicht kleiner geworden.

Haben wir vor 4 Jahren noch für ein Kilo Zucker zur Wintereinfütterung 0,92 Euro bezahlt sind es mittlerweile knapp 2 Euro. Auch der Einkaufspreis für Honiggläser hat sich im gleichen Zeitraum um 13% erhöht und die steigenden Benzinkosten gehen an uns, mit immerhin knapp 40.000 km Fahrleistung im Jahr nicht spurlos vorbei. Über die immer größer werdende Bürokratie  und die aufwendigeren Rückstandsanalysen wollen wir hier nicht berichten.

Auch wenn wir nicht Millionär werden, Spaß macht dieser Beruf trotz allem.

 

 

 

 

 

Bienenköniginnen = Mangelware

Aus unsere Bienenzucht verkaufen wir alljährlich auch eine bestimmte Anzahl an begatteten Bienenköniginnen an andere Imker. Bei dem momentanen regnerischen und wechselhaften Wetter, lässt sich der Königinnennachwuchs jedoch mehr Zeit bis zum Hochzeitsflug oder kehrt – im schlimmsten Fall- gar nicht mehr zurück. Das stellt vor allem Imkerkollegen, die nur wenige Völker bewirtschaften vor gewisse Herrausforderungen, denn die Bienenköniginn ist schließlich der Grundstein eines Bienenvolkes.

Auch wir haben natürlich im Moment schlechtere Begattungserfolgen. Da wir jedoch größere Zuchtserien haben, können wir hier dem ein oder anderen Kollegen noch kurzfristig aushelfen. Aber auch wir müssen nun langsam an unseren eigenen Nachwuchs denken.

Die Qualität von Importhonig lässt zu wünschen übrig

Das Deutschland und Mitteleuropa den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen untersagt wirkt sich immer stärker auch auf die Qualität von Honig aus. Vor allem die Honige aus Süd- und Mittelamerika weisen hier zum Teil deutliche Verunreinigungen mit Pollen von GVOs  auf. Kein Wunder, sind hier bei wichtigen Kulturpflanzen wie Soja, Mais und Raps nahezu nur noch genveränderte Sorten auf den Äckern. In Honig aus Baden- Württemberg zeigten keine Auffälligkeiften, so geht es aus dem Bericht der Prüfer vom Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) in Freiburg hervor.

Ein großer Teil des in Deutschland vermarkteten Honiges stammt aus Mitte- und Südamerika. Ich hatte vor einem halben Jahr  die Importmengen von Honige schon einmal aufgeschlüsselt.