Gibt es bald Phaceliahonig?

Gestern habe ich noch spontan entschieden mit einer handvoll Bienenvölker an ein Phaceliafeld/Blumenfeld in der Nähe zu wandern. Das hieß heute früh um 3.30 Uhr raus aus den Federn. Bienen verladen und die 15 Kilometer zum besagten Feld zu fahren. Das abladen gegen 5.30 Uhr fand dann schon bei 20°C statt und kündigte somit die 35°C die wir gegen Mittag hatten schon an.

Auffällig ist vor allem die Vielzahl an Schmetterlingen, Hummeln und Wildbienen, die sich in der so genannten Zwischenbegrünung aufhalten. Es summt und brummt in diesem schön blühenden Acker ganz gewaltig, die Natur lebt durch die rießige Mengen an Blüten deutlich auf.

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Von Auge zu Auge

Ich habe zwar mittlerweile sicherlich hunderttausende Bienen beim Blütenbesuch beobachtet, aber es ist immer wieder faszinierend. Mit einem langen Rüssel werden die winzigen Nektartropfen aus der Blüte aufgenommen, eine besuchte Blüte wird für nachfolgende Artgenossen markiert, so dass diese nicht unnötigerweise an eine bereits „geerntete“ Blüte gelangen. Ein großartiges Schauspiel.

Auf den Bildern sind übrigens Stuttgarter Stadtbienen abgelichtet. Auch ein Balkonkasten im 4. Stock kann den Hunger stillen…

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Wenn Maschinen streiken….

Unser im Frühjahr angeschaffter Apilift ist aus unsere Imkerei mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Beim verladen der Bienenvölker, der Entnahme von Honigräumen und beim umräumen und stapeln von Bienenkästen hilft er doch sehr.

Da ist es umso tragischer wenn ausgerechnet mitten in der Saison der Antrieb den Geist aufgibt.

Diesen haben wir vor 2 Wochen eingeschickt und hoffen noch immer auf eine schnelle Reparatur. Solange schleppen wir eben wieder von Hand. Hoffentlich ist unser akkubetriebener Helfer bis zur nächsten Honigernte in ca. 2 Wochen wieder einsatzbereit.

 

Apilift Bio Imkerei Goldblüte Aichwald

Die Wende im Bienenjahr

Morgen ist Sommersonnenwende. Dann hat die Sonne den  höchsten Stand am Himmel erreicht und der Sommer beginnt.
Für die Bienenvölker kündigen sich nun die ruhigeren Tage im Bienenjahr an. Die Bienenkönigin reduziert langsam aber sicher Ihre Eilegetätigkeit und auch die Trachtbedinungen werden zunehmend schlechter.

Bei uns Imker fällt von nun an die wöchentliche Schwarmkontrollen an den Bienenvölker weg, da nach der Sommersonnenwende  der Schwarmtrieb der Bienenvölker erlischt.
Die Zeit dieser Kontrollen steht uns nun für liegengebliebene Tätigkeiten, die Vorbereitung der Wintereinfütterung im August und den letzten Honigernten im Jahr zur Verfügung.

Ein Grund sich am letzten Wochende schon einmal bei einem schönen Sonnwendfeuer über das Ende der einer der arbeitsreichesten Zeiten am Bienenstand zu freuen. Langweilig wird es sicherlich nicht. Schließlich will der Honig noch ins Glas, der Onlineshop weiter ausgebaut werden und das ein oder andere Projekt lag nun in den letzten 3 Monaten auch etwas auf Eis.


Bio Kontrolle 2011

Diese Woche stand bei uns die Bio- Kontrolle an. Hier geht es im wesentlichen darum, zu überprüfen, ob wir die Vorschriften der EU- Bio- Verordnung einhalten. Diese Kontrolle ist auch für ordentlich geführte Betriebe kein Vergnügen. Der Prüfer möchte auch über Kleinigkeiten genau Bescheid wissen. Zusammen werden die Unterlagen des vergangenen Jahres durchgegangen und geprüft ob zum Beispiel nur Betriebsmittel mit Bio-Zertifikat zugekauft wurden, Wachs- und Honiguntersuchungen stattfanden, welche Bienenvöker wann an welchem Standort waren, ob die Bienenvölker genügend Wasser und Pollen in der Umgebung finden, welche Mengen geerntet wurden und wie diese vermarktet werden, wie die Völker das Jahr über geführt wurden, wie mit Schädlingen umgegangen wird, wie was dokumentiert wird…..

Alles in allem ein anstrengender Nachmittag mit viel geblättere in den Unterlagen, einer Besichtigung der Betriebsräume, einer Begehung unserer landwirtschaftlichen Flächen und ein Besuch bei den Bienenvölkern.

Ich denke, dass der Prüfer am Ende zufrieden war. Zwar war ein Plan unseres Wanderplatzes im Badischen nicht auffindbar und ein Zertifikat unseres Bienenfutterlieferanten nicht ausgedruckt, aber diese Unterlagen konnte ich bereits nachreichen. Nun warten wir noch auf das Ergebnis.

 

Blühende Landschaften- ein Selbstversuch im Kleinen

In diesem Jahr haben wir auf unserem Balkon auch einmal die Blühmischung von „Blühende Landschaften“ ausgesät.

Im besagten Balkonkasten haben wir momentan ein Blütenmeer, das auch sehr gerne von Wildbienen, Honigbienen und Hummeln aufgesucht wird. Es sieht nicht nur schön aus, sondern lockt auch mitten in der Stadt eine Vielzahl von nahrungsuchenden Insekten an.

Wir unterstützen das Netzwerk „Blühende Landschaften“ mit einer Spende von 5 Cent/ Honigglas, das über unseren Onlineshop verkauft wird. Ich hatte hier schon einmal darüber berichtet.

 


 

 

Unsere Stuttgarter Stadtbienen hören Grönemeyer

Zusammen mit rund 32.000 Zuschauern konnten unsere Stuttgarter Stadtbienen gestern das Grönemeyer-Konzert auf dem Cannstatter Wasen live mithören. Zwar ist es ein ganzes Stück bis nach Bad Cannstatt, aber bei der richtigen Windrichtung kam deutlich mehr als nur das Wummern des Basses an. Ob die Bienen zur Musik tanzten, kann ich nicht sagen, aber bestimmt hat es ihnen gefallen. Schlechte Laune hatten sie jedenfalls nicht.