Bienenfreundlich hergestellt

Auf der Apimonda wurde in diesem Jahr das Siegel „Certified bee friendly“ vorgestellt. Damit soll ab 2012 für Erzeugern von landwirtschaftlichen Produkten, die den Bienenschutz gezielt mit einbeziehen, die Möglichkeit gegeben werden öffentlichkeitswirksam zu werben.

Durch die starke Industrialisierung der Landwirtschaft wird das Umfeld für die Honigbiene zunehmend schwieriger. Eine Trendwende wäre für uns Imker wünschenswert und vielleicht ist das neue Siegel ein guter Anfang.

Im Bereich der Milchwirtschaft, hat sich das verwandte Siegel „Faire Milch„, zumindest bei uns in Süddeutschland schon einen Bekanntheitsgrad erarbeitet. Bleibt abzuwarten, ob sich ähnliches auch auf die Bienen übertragen lässt.

 

 

 

Unser Honig ist gefragt

Mit Beginn der kühleren Jahreszeit stieg die Nachfrage nach unserem Bio-Honig deutlich an und bewegt sich seitdem auf konstant hohem Niveau. Kistenweise geht unser Honig im Moment an vier Wiederverkäufer und Selbstabholer in der Region, oder als Paket nach ganz Deutschland.

In unserem Honiglager stehen die dicht verschlossenen und mit dem Datum der Schleuderung/ Chargennummer und unserer Bienenstandsnummer beschrifteten Honigeimer dicht an dicht. Dieser kühle,dunkle und saubere Raum dient uns zur Zwischenlagerung des Honigs bis zur Abfüllung in die Gläser.

 

Wie viel verdient ein Imker?

Immer wieder wird mir die Frage gestellt: „Kann man von den Bienen leben?“. Christoph Koch, Berufsimker aus dem Schwazwald hat es dem Stern einmal verraten: 3.000 Euro zu versteuerndes Monatseinkommen gab er damals im Jahr 2008 an. Das ist so viel (oder so wenig) wie ein Koch, ein Friseur oder ein Fitnesstrainer verdient.

Genpollen- Fund in drei Auslandshonigen

Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) vom 6. September zum Thema Gentechnik und Honig hat die baden-württembergische Lebensmittelüberwachung nun im Rahmen des Sonderuntersuchungsprogrammes zu gentechnisch veränderten Organismen (GVO) Genpollen in drei Auslandshonigen nachgewiesen. Betroffen sind zwei kanadische Rapshonige und ein ohne weitere Herkunfstangaben ausgezeichnete Honig aus „Nicht-Eu-Staaten“.

In Honig aus Baden- Württemberg und Deutschland wurde seit Beginn der Untersuchungen auf GVO  vor 10 Jahren übrigens noch nie eine Verunreinigung nachgewiesen.