Warnung vor Pflanzenschutzmittel

Systematische Pflanzenschutzmittel wirken von innen heraus: Durch das behandelte Saatgut verteilt die wachsende Pflanze das Gift während des Wachstums von den Wurzeln bis in die Blattspitzen. Fressen oder saugen nun Schädlinge an der Pflanze, sterben sie. Dieses grundlegende Prinzip gilt auch für die Gruppe der Neonicotinoide.

Der in diese Gruppe gehörende Wirkstoff Clothianidin wird für das große Bienensterben im Jahr 2008 verantwortlich gemacht, als Landwirte Mais säten, und Clothianidinstaub in die Natur gelangte.

Nützlinge sollen angeblich von dem Gift verschont bleiben. Doch auch Bienen kommen mit dem Gift über Pollen und Nektar in Kontakt. Auch die bisher wenig erforschten Gutationstropfen, die Pflanzen über Stängel und Blattoberseiten abgeben, enthalten dieses Gift. Auch diese werden von Insekten, darunter Honigbienen und Wildbienen, aufgenommen.

Nun hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) nach Abschluss einer Untersuchung vor drei Insektiziden aus dieser Gruppe gewarnt. Inhalt der Untersuchung, die von der Europäischen Komission in Auftrag gegeben wurde, war, die kurz- und langfristigen Folgen auch nicht tödlicher Mengen für Bienenvölker und Larven zu prüfen, sowie mögliche Auswirkungen auf das Verhalten der Insekten.

Obwohl die Studie noch nicht abgeschlossen ist, haben die EFSA- Mitabreiter bereits etliche Risiken für Bienen und Insekten aufgedeckt.

Die EU-Kommission will nun die Hersteller der nikotinhaltigen Gifte schriftlich zu einer Stellungnahme auffordern und das Thema Ende Januar mit den EU-Ländern diskutieren.

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