Bienen auf Wanderung

Wir wandern mit unseren Bienen nicht viel und vor allem auch nicht über große Strecken, da wir davon überzeugt sind, dass Wanderungen für die Bienenvölker großen Stress bedeutet.  Aus diesem Grunde sind wir technisch hierfür auch nicht optimal ausgerüstet.

Das Ganze sieht dann im geladenen Zustand so aus:

 

Wanderungen mit BienenIm Vergleich mit anderen Erwerbsimkereien, die mit 30, 100 oder noch mehr Völkern auf einmal wandern, bekommen wir ca. 15 Bienenvölker geladen. Immerhin haben wir einen Apilift. Das schont zumindest den Imker.:-)

Bienen sind gesund

Wer Bienenvölker verstellen möchte benötigt hierfür in Baden-Württemberg eine „Gesundheitsbescheinigung für Bienenvölker„. Hierzu werden die Bienenvölker von einem amtlich bestellten Bienensachverständigen untersucht.

Seit Ende letzter Woche ist es nun amtlich: Unsere Bienenvölker sind „frei von Erscheinungen, die auf das Vorhandensein einer anzeigepflichtigen Bienenseuche schließen oder Ihren Ausbruch befürchten lassen. “
Hauptsächlich geht es hier um die Amerikanische Faulbrut. Ein hoch ansteckendes Bakterium, welches im Regelfall den Tod der Bienenvölker bedeutet. In anderen Ländern der Welt wird diese mit Antibiotikum behandelt, bzw. latent unterdrückt. In Deutschland hingegen ist dies zum Glück nicht zulässig. Die Seuche kann jedoch auch durch Honig von anderen Imkern übertragen werden, aus diesem Grunde sollten Bienen niemals mit fremdem Honig gefüttert werden. Ein Glas infizierter Honig kann ausreichen um die amerikanische Faulbrut auszulösen.

Eine Bienenkrankheit die es also in sich hat.

Endlich fließt der Nektar in Strömen

Bei nun zwar wechselhaftem Wetter, aber Temperaturen um die 15-24°C tragen unsere Bienenvölker seit Anfang der Woche  zum ersten Mal in diesem Jahr wirklich viel Nektar ein. Nach nur zweit Tagen warmen, größtenteils trockenem Wetter ist die Gewichtszunahme schon sehr deutlich zu spüren.

Nach Wochen des Wartens und Hoffen geht die Bienensaison nun wohl endlich richtig los. Die Bienenvölker sind mittlerweile sehr gut entwickelt, erste Ableger erstellt und auch die ersten nachgezüchteten Königinn werden wohl am Montag schlüpfen.

Vermutlich in der kommenden Woche werden wir dann mit einem Teil unserer Bienenvölker wandern. Da wir nicht oft und auch nicht weit wandern, lässt sich dies meist immer kurzfristig je nach Wetter umsetzen.

Bio Honig direkt vom Imker 2013

Gesundheitszeugniss

Bei uns in Baden- Württemberg ist ein Gesundheitszeugniss für die Bienenvölker Pflicht, wenn mit diesen gewandert wird, oder deren Standplatz verlegt wird.
Da wir mit fast allen Bienenvölkern wandern und unsere Bienen und Königinnen deutschlandweit und zum Teil auch europaweit verkaufen ist der Besitz eines Gesundheitszeugnisses also bei uns Pflicht.
Ausgestellt wird dies von dem jeweils für den Bienenstandort zuständigen Bienensachverständigen, dem verlängerten Arm des Veterinäramtes.
Heute hatten wir Besuch unserem zuständigen Bienensachverständigen und konnten bei relativ milden Temperaturen die Bienenvölker öffnen und die Untersuchung vornehmen.
Das Ergebnis bei den untersuchten Bienen: Gesund, aber aufgrund des kalten März noch relativ schwach.

Ein besonderer Bienenstand- Stuttgarter Fernsehturm

Heute haben wir einen kleinen Teil unserer Bienenvölker an einen ganz besonderen Standort gebracht: Dank der Unterstützung des SWR sammeln unsere Bienen nun direkt am Fuße des Stuttgarter Fernsehturmes Honig.

Ob unsere Bienen auch einmal hinauf auf die Aussichtsplattform fliegen?

Wohl kaum, schließlich bewegen sich unsere Honigbienen in der Regel nur  15-25m über dem Erdboden. Ein Gefahr besteht also für keinen der Besucher. Auch die Mitarbeiter des SWR sind in Sicherheit. Und die Bienen?

Auch hier kommt niemand ran. Unsere Bienen stehen nämlich zwischen zwei sehr hohen, mit Stacheldraht bewährten Zäune. Relikte aus der Zeit in der die RAF noch Ihr Unwesen trieb.

 

Imker Auto

Das richtige Auto für eine Nebenerwerbsimkerei zu finden ist nicht ganz einfach.Schließlich muss das Auto bei uns auch für mein Hauptgeschäft herhalten. Und da prallen mitunter zwei Welten aufeinander. Die Imkerei fordert ein preisgünstiges, robustes Auto, das auch den ein oder anderen Geländeeinsatz mit Anhänger locker mitmacht. Wohingegen ich in meiner Hauptbeschäftigung viel fahren muss und aus diesem Grunde einen gewissen Fahrkomfort und Sparsamkeit erwarte.

Den besten Kompromiss fanden wir in einem Skoda Roomster. Großer Kofferraum, guter Fahrkomfort, günstig und doch stabil gearbeitet.

Das einzigste was im Imkereinsatz manchmal stört ist die relativ geringe Anhängelast von 1.200 kg und ein Allrad wäre manchmal auch nicht schlecht. Aber wie auf dem Bild zu sehen ist er auch im Gelände standfest und sogar im Remshochwasser sind wir noch zu unseren Bienenständen gelangt, auch als das Wasser tiefer wurde. Von Defekten sind wir nach 60.000 km in zwei Jahren bisher verschont geblieben. Außer zu einem turnusgemäßen Kundendienst war unser Roomster noch nicht in der Werkstatt. So kann es weitergehen…


Unser Bienenstand für den Rapshonig

Ich hatte hier ja bereits von unsere Wanderung auf die Schwäbisch Alb und den Ergebnisse unserer dortigen Rapshonigernte berichtigt.

Einen Einblick in unseren idyllischen und schönen Standort in einem kleinen Wäldchen finden Sie in folgender Galerie:

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Wir achten darauf, dass die Bienen neben der Rapsblüte auch noch andere Pflanzen anfliegen können. Nur so ist eine ausgeglichene Pollenversorgung gewährleistet. Auch die Bio- Verordnung macht uns hier Vorschriften, die wir selbstverständlich einhalten.

 

Wieder zurück…

Mit den Bienen zu wandern heißt früh aufstehen. Anfangs dieser Woche haben wir uns wieder einmal um 4 Uhr aus den Betten erhoben, um unsere Bienenvölker von der Schwäbischen Alb zurückzuholen. Trotz anhaltender Trockenheit während der Rapsblüte sind wir mit dem Ertrag zufrieden. Aber was noch wichtiger ist:

Die Qualität stimmt. Wassergehalte von deutlich unter 18% und einen wunderbar milden Geschmack haben die Mühen gelohnt.

 

Völker stehen nun auf der Alb

Einen Teil unserer Bienenvölker haben wir gestern früh auf die Schwäbische Alb gefahren. Dort ist der Raps nun in der Vollblüte und wir hoffen auf einen schönen Ertrag. Als angehende Bio-Imker dürfen wir unsere Bienenvölker nicht direkt an das Rapsfeld stellen. Wir haben uns daher für eine kleines Gestrüpp mit Abstand zum Rapsacker entschieden. Ein schönes und schattiges Plätzchen. Dank der modernster Technik sind unsere Bienen auch in diesem entlegenen Winkel gegen Diebstahl gesichert.

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Imkern in den USA

Die Bienenhaltung in Amerika ist etwas anders als bei uns.

Mit der Größe der dortigen Imkereien geht zweifellos auch die Übersichtlichkeit und der Bezug zu den einzelnen Bienenvölkern verloren. Krankheiten sind schwerer festzustellen und können sich auf den Standplätzen mit mehreren hundert Völkern leichter ausbreiten. Hinzu kommt noch der Stress den die Bienen auf tagelagen Transporten zum Beispiel von der Orangenblüte in Florida zu der Mandelblüte in Kalifornien ertragen müssen. Auch der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen und noch größere „grünen Wüsten“ (Monokulturen) als bei uns spielen bei den immensen Verlusten der amerikanischen Imkern sicherlich eine große Rolle.

Bei uns hingegen, geht es noch relativ bescheiden zu. Unsere Bienenstände sind im Normalfall mit max. 20 Bienenvölker besetzt. Eine schnelle Ausbreitung von Krankheiten ist hierdurch eingeschränckt und eine ausreichendes Nahrungsangebot  sichergestellt. Auch sind unsere Bienen auf den Wanderungen maximal 1,5 Stunden unterwegs. Ein ganz anderes Bild als bei Großimkereien- mit mehreren hundert oder gar tausenden  Bienenvölkern.