Summ mir das Lied vom Tod

Mindestens zwei Mal/ Woche werden wir auf das Bienensterben angesprochen. Den medialen Höhepunkt erreichte das Bienensterben sicherlich vor vier Jahren mit falsch gebeizten Maissaatgut welches das Nervengift Clothianidin enthält.

Doch die Probleme der Bienen sind nach wie vor groß. Neben den Pflanzenschutzmitteln ist mehr den je auch die Intensivierung der Landwirtschaft, vor allem des Maisanbaues ein Problem. Wir haben hier zum Glück, in der kleinstrukturierten Umgebung vor unsrer Haustür noch keine allzu großen Probleme.

Auch die Angst vor der Zulassung von GVO schwebt ständig mit.

Der Film „Summ mir das Lied vom Tod“ begibt sich mit verschiedenen Imkern, Bienenwissenschaftlern und der Chemieindustrie auf die Suche nach möglichen Ursachen für das Bienensterben und beleuchtet auch das Zustandekommen von Grenzwerten und die Zulassungskriterien für Pflanzenschutzmittel.

Ein sehr lehrreicher und immer noch aktueller Film:

 

 

Bienenfreundlich hergestellt

Auf der Apimonda wurde in diesem Jahr das Siegel „Certified bee friendly“ vorgestellt. Damit soll ab 2012 für Erzeugern von landwirtschaftlichen Produkten, die den Bienenschutz gezielt mit einbeziehen, die Möglichkeit gegeben werden öffentlichkeitswirksam zu werben.

Durch die starke Industrialisierung der Landwirtschaft wird das Umfeld für die Honigbiene zunehmend schwieriger. Eine Trendwende wäre für uns Imker wünschenswert und vielleicht ist das neue Siegel ein guter Anfang.

Im Bereich der Milchwirtschaft, hat sich das verwandte Siegel „Faire Milch„, zumindest bei uns in Süddeutschland schon einen Bekanntheitsgrad erarbeitet. Bleibt abzuwarten, ob sich ähnliches auch auf die Bienen übertragen lässt.

 

 

 

Unser Honig soll gentechnikfrei bleiben

Unser Honig soll naturbelassen bleiben. Dazu gehört auch, dass unsere Bienen keine gentechnisch veränderten Pflanzen befliegen.

Damit unsere Bienen auch nicht aus Versehen auf ein Feld mit gentechnisch veränderte Pflanzen fliegen, schauen wir uns in regelmäßigen Abständen das Standortregister des Bundes an. Hier sind die Flächen auf denen GVO angebaut wird eingetragen.

Zum Glück sind dies in Deutschland noch relativ wenige. Wir hoffen das dies auch in Zukunft so bleibt.

Ein Beispiel, warum wir gegen die grüne Gentechnik sind, ist sicherlich die nicht zu gewährleistende Koexistenz. Eine Verunreinigung von anderem Pflanz- und Saatgut ist nicht auszuschließen. Schöne grauenhafte Beispiele finden sich auf den Seiten des Umweltinstitutes München e.V..

Ein Artikel über die unzureichende Üperprüfung von gentechnisch veränderten Organismen finden Sie hier.

Gentechnik im Saatgut – Die Zeit eilt

Für alle, die sich für den Erhalt der Nulltoleranz bei Saatgut einsetzen wollen empfehle ich folgenden Link:

http://www.saveourseeds.org/

Die durch EU Gesetzgebung vorgeschriebene strikte Reinhaltung von Saatgut soll durch Verwaltungsvorschriften unterlaufen werden. Die Länder Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein treiben eine Aufweichung der Nulltoleranz im Bundesrat voran. Am 18.03. soll entschieden werden.

Gentechnik auch im Saatgut zulassen?

Nachdem die EU Gentechnik im Futtermittel zugelassen hat (siehe meinen Beitrag vom 27. Februar), wollen nun auch die Bundesländer die Nulltoleranz bei Saatgut abschaffen.

Am 18. März soll hierüber im Agrarausschuss des Bundesrates abgestimmt werden.

Informieren Sie sich hier über Details und senden Sie einen Appell an Ihren Ministerpräsidenten.

Eine bedenkliche Situation. Ist so doch auch eine Vermischung mit Bio- Saatgut oder dem Saatgut von traditionellen Sorten denkbar und die Verbreitung von GVO (gentechnisch veränderten Organismen) nicht ohne weiteres kontrollier- und nachvollziehbar.