Wesensgemäße Tierhaltung

Seit Beginn unserer Imkerei ist uns auch das wohlbefinden der Bienenvölker sehr wichtig. Aus diesem Grunde imkern wir nach der EU-Bio-Verordnung, aber eben auch nach unserer eigenen Philosophie, welche zum Beipiele lange Bienentransporte ausschließt.

Nun gehen wir den konsequenten Schritt weiter und ermöglichen den Bienen zukünftig vermehrt Ihre Waben im Naturbau zu errichten. Das bedeute die Bienen bauen Ihre Waben komplett selbst und bekommen nicht vom Imker das Zellenmaß vorgegeben. Auch werden wir zukünftig mit größeren Waben arbeiten. Dadurch wird es den Bienenvölkern ermöglicht ein ungeteiltes Brutnest einzurichten. Dies entspricht der natürlichen Bauweise eines Bienenvolkes.

Wenig aber guter Honig

Dieses Jahr war es den Bienen bei uns einfach zu trocken. Die geerntete Honigmenge ist nicht schlecht, aber auch nicht überragend. Vor allem die Ernte an Frühjahrsblütenhonig war, wie auch im letzten Jahr gering.

Die Qualität unsere Ernte ist aber auch in diesem Jahr wieder überdurchschnittlich. Die Bienenvölker werden im Moment schon gegen die Varroamilbe behandelt und sind somit schon auf dem Weg in den Winter.

 

 

 

Bienen auf Wanderung

Wir wandern mit unseren Bienen nicht viel und vor allem auch nicht über große Strecken, da wir davon überzeugt sind, dass Wanderungen für die Bienenvölker großen Stress bedeutet.  Aus diesem Grunde sind wir technisch hierfür auch nicht optimal ausgerüstet.

Das Ganze sieht dann im geladenen Zustand so aus:

 

Wanderungen mit BienenIm Vergleich mit anderen Erwerbsimkereien, die mit 30, 100 oder noch mehr Völkern auf einmal wandern, bekommen wir ca. 15 Bienenvölker geladen. Immerhin haben wir einen Apilift. Das schont zumindest den Imker.:-)

Fehlendes Wasser

Das schöne warme Wetter der letzten Wochen ist für uns Menschen sicherlich in den meisten Fällen mehr als angenehm. Der Natur fehlt es dadurch aber vor allem an Wasser.

Uns betrifft die fehlende Bodenfeuchte natürlich nur indirekt. Als Imker merkt man fehlende Bodenfeuchte am Schnellsten beim Raps. Den wo kein Wasser ist, produziert die Pflanze meist auch weniger Nektar. Dies macht sich dann wiederum bei unsere Honigernte bemerkbar. Noch schlimmer kann es bei der Linde sein. Steht diese nicht „im Wasser“ gibt es keinen Honig.

 

Bienenvölker: Bombig

Dieses Jahr verwöhnt uns mit für diese Jahreszeit trockenem und warmen Wetter. Dementsprechend entwickelt sich die Natur und auch unsere Bienenvölker schneller als im letzten Jahr. Die Kirsch-und Rapsblüte steht kurz bevor. Rund 4-6 Wochen früher als 2013.

Unsere Bienenvölker sind in einer Verfassung die mich zeitweise sprachlos macht. Für März besitzen alle unsere Bienenvölker eine enorme Stärke und ein sehr großes Brutnest.

Für einen guten Nektareintrag aus dem Raps wäre nun etwas Regen vorteilhaft.

Bienenhunger

Bienenvölker können im Winter nahezu ausschließlich von dem im August/ September eingelagerten Winterfutter zehren. Bei uns sind dies ca. 12-17 kg Biozucker. Der Futterverbrauch einen Bienenvolkes hängt von zwei maßgeblichen Faktoren ab:
Zum einem dem Witterungsverlauf, je kälter desto mehr müssen die Bienen „heizen“ um eine lebensfähige Temperatur in der Bienentraube zu halten.

Zum anderen hat natürlich die Größe eines Bienenvolkes erheblichen Einfluss auf den Futterverbrauch. Hier gibt es zum Teil deutliche Unterschiede.

Nach einer Brutpause fangen die meisten Bienenvölker in der Regel um Weihnachten wieder mit dem brüten an. Spätestens ab dann sieht man regelmäßig einzelne Bienen zum Wasserholen ausfliegen. Dies ist zwar oft ein Selbstmordkommando, aber für die Brutpflege ist Wasser unerlässlich. In normalen Jahren beginnt dann meist im Januar mit dem Haselnuss auch wieder der erste Eintrag von Pollen. Bis zum ersten nennenswerten Nektarfluß wird es hingegen noch nahezu 12 Wochen dauern.

Den Bienen geht es gut

Bei den für Ende Oktober überraschend hohe Temperaturen können die Bienen nochmals richtig Pollen sammeln und so die Vorräte für den Winter noch einmal aufzustocken. Hauptsächlich Efeu und Phacelia werden von unseren Bienen gerade beflogen.

Die letzten Tage habe ich noch einmal zu einer der letzten Völkerdurchsichten genutzt. Dabei wurden schwache Völker miteinander vereinigt um die Überwinterung zu sichern. Zum Schutz vor ungeliebten Gästen sind nun auch die Mäusegitter angebracht. Dabei habe ich mir auch den (hoffentlich) letzten Bienenstich in diesem Jahr eingefangen.

Der nächste Schritt an den Bienen wird die Behandlung gegen die Varroamilbe mit Oxalsäure sein. Der Zeitpunkt wird wie so vieles in unserem Beruf von der Natur vorgegeben: Drei Wochen nach den ersten Frösten sind die Bienenvölker brutfrei, nur dann wirkt die Behandlung.