Führung am Bienenstand

An den letzten beiden Wochenenden hatten wir wieder einmal Führungen am Bienenstand angeboten. Der direkte Kontakt mit einem Bienenvolk war nahezu allen Besuchern neu. Nach vielen Fragen, und frischem Honig direkt aus dem Bienenvolk waren die jeweils ca.90 Minuten sehr kurzweilig. Gestochen wurde mal wieder niemand.

Ein paar nette Aussagen und Fragen:

1.) Ach,Honig kommt von Bienen

2.) Warum sind die Bienen gestreift?

3.) Können Bienen stechen?

4.) Fett cool so ne Bienenvolk.

5.) Was ist der Unterschied zwischen einer Biene und meinem Hamster?

Eine ernsthafte Antwort hatte ich nicht auf alle Fragen parat 🙂

Schwarmsaison 2014

Der Mai ist die Zeit in der sich die Bienenvölker durch Ihren natürlichen Scharmtrieb vermehren.  Da ein ausgezogener Bienenschwarm alleine nicht in der Natur überleben kann, ist es schon aus tierethischen Gründen angebracht diesen zu verhindern oder den Schwarmtrieb andersweitig, zum Beispiel zur Jungvolkbildung zu nutzen.

Dafür, dass Bienenvölker nicht mehr ohne Hilfe in der Natur überleben können ist zum einen die Varroamilbe, aber auch mangelnde Nektarquellen im Spätjahr verantwortlich.

Dieses Jahr ist wieder ein Jahr, in dem überdurchschnittlich viele unserer Bienenvölker in Schwarmstimmung gekommen sind. Ein Grund ist sicherlich das gute Wetter im Frühjahr, bei dem sich die Völker sehr gut entwickeln konnten.

 

Das Futter wird knapp

Während dem Frühlingsintermezzo Anfang März haben unsere Bienenvölker das Brutnest stark ausgedehnt. Die darauffolgende Kälteperiode über mehrere Wochen hat die Bienen nun dazu veranlasst das Brutnest wieder zu verkleinern. Das im August eingelagerte Winterfutter ist mittlerweile in der Umgebung des Brutnestes verbraucht. Bei den kalten Temperaturen gelingt es den Bienen als wärmeliebende Insekten meist nicht die Waben zu wechseln und sich so neue Futtervorräte zu erschließen, dies kann zu einem verhungern der Bienenvölker führen.

Das Problem des Futterabrisses war schon vor knapp 200 Jahren ein großes Problem  für Bienenhalter. So sind in den Jahren von 1812-1821 und 1924-1929 laut Literatur große Verluste durch den Futterabriss entstanden. Damals spielte die Varroamilbe noch keine Rolle, aber im März herrschten in diesen Jahren  eisige Temperaturen.

Aus diesem Grunde haben wir heute eine Kontrolle durchgeführt und dabei war bei einigen Völkern tatsächlich ein imkerlicher Eingriff notwendig.

Die einfachste Lösung ist den Bienen einen Batzen Honig auf das Brutnest zu geben. Natürlich ist hierbei darauf zu achten, dass die Bienen nicht im Honig festkleben. Wir nehmen hierzu unseren Honig vom Abschäumen.

Es gibt auch alternativen mit fertigen Futter(zucker)lösungen- nicht aber für uns als Bioimkerei.

Futter HonigFutter Honig 2

Auf dem Bild sieht man die Wintertraube der Bienen und den von uns zugegebenen Honig. Besser wäre es den Honig in die gleiche Wabengasse zu geben in der auch die Bienen sitzen, da der Honig dann leichter für die Bienen erreichbar ist. Dies ist aber bei starken Völkern nicht immer möglich.

Ein vergleichbarer kalter März 2013 ist nun definitiv zu Ende und wir warten was uns der April bringt…

Imkertagung in Bad Boll

Am Wochenende war wieder einmal Gelegenheit sich mit Imkerkollegen in Bad Boll auszutauschen. Im Gespräch wurden vor allem drei unserer Erkenntnisse aus den letzten Monaten bestätigt:

Deutscher Bio- Honig ist momentan Mangelware

Bienenvölker werden immer teurer und kosten mittlerweile bis zu 210 Euro.

– Steuerrecht für Imkereien ist wirklich nicht einfach.

Klebriger Unfall

Heute hatte ein Kollege von mir besonders Pech: Mitten im Kreisverkehr rutschte ein Teil seiner Ladung Bienenfutter vom Hänger. Es handelte sich hierbei um diese Nachfüllpakete. Als wir noch nicht bio- zertifiziert waren hatte ich diese im Karton verpackten Kunststoffbeutel auch in Verwendung. Eine sehr dickflüssige Maße aus 3 Teilen Zucker und 2 Teilen Wasser.

Das aufplatzen der Beutel auf der Straße verursachte größere klebrige Pfützen. Durch die fahrenden Autos wurden diese Zuckerseen großzügig verteilt. Nach eintreffen der Polizei musste/ durfte unser Kollege mit einem Wassereimer die Straße reinigen. Bei 30°C ein zweifelhaftes vergnügen.  Aber nicht auszudenken, wenn Tausenden von Bienen oder Wespen das schöne Futter auf  der Straße entdeckt hätten…

Der steigende Honigpreise?

Das wechselhafte und regnerische Wetter der vergangenen Wochen hat nicht nur in Süddeutschland bei manchem Imker die Honigernte verkleinert. Auch in weiten Teilen Osteuropas, wo doch ein beträchtlicher Anteil, vor allem an Akazienhonig herstammt, scheint das Wetter die Honigernte zum Teil sehr stark verringert zu haben.

Das Bienensterben in anderen Teilen der Welt führt auch dazu ,dass die weltweit verfügbare Honigmenge sehr knapp ist.

Da wir keinen weltweiten Handelsgeschäfte mit unserem Honig führen und auch bisher noch nichts an den Großhandel abgegeben haben, sind wir nicht direkt von steigenden Weltmarktpreisen betroffen. Aber auch bei uns ist der Kostendruck über die Jahre nicht kleiner geworden.

Haben wir vor 4 Jahren noch für ein Kilo Zucker zur Wintereinfütterung 0,92 Euro bezahlt sind es mittlerweile knapp 2 Euro. Auch der Einkaufspreis für Honiggläser hat sich im gleichen Zeitraum um 13% erhöht und die steigenden Benzinkosten gehen an uns, mit immerhin knapp 40.000 km Fahrleistung im Jahr nicht spurlos vorbei. Über die immer größer werdende Bürokratie  und die aufwendigeren Rückstandsanalysen wollen wir hier nicht berichten.

Auch wenn wir nicht Millionär werden, Spaß macht dieser Beruf trotz allem.

 

 

 

 

 

Unser Raucher

Eines der wichtigsten Werkzeuge in jeder Imkerei ist der Raucher. Kein öffnen des Bienenkasten ohne dieses Gerät. Der Raucher steht zwar immer einsatzbereit neben dem Imker, wird aber bei uns nur sehr sparsam benützt, da der Rauch auch den Honiggeschmack verändern kann.

Unsere Bienen sind sehr sanftmütig, so dass wir im Regelfall auch ohne Schleier und nahezu ohne Rauch ohne Bienenstich davonkommen. Dennoch ist vor allem bei öffnen des Bienenvolkes ein kleiner Rauchstoß notwendig um die Bienen von der Oberseite der Bienenbeute zu vertreiben. Schließlich wollen wir auch keine Bienen zerquetschen.

Zum Einsatz kommen bei uns im Raucher Strohpellets. Diese sind im Gegensatz zu manch künstlichen Rauchmischungen, oder gar Spray aus der Dose natürlichen Ursprungs, günstig und brennen hervorragend und lange.

 

 

Bin ich froh,…

…dass ich Imker bin.

Als ich eben auf diesen Artikel vom Oktober 2010 stieß, war dies mein spontaner Gedanke.

Es hat sicherlich verschiedene Gründe, warum mir meine Arbeit mit den Bienen Spaß macht. Aber einer ist auch, dass ich weiß, was in meinem Honig ist und wo mein Honig herkommt. Das alles können Sie natürlich bei uns im Shop auch nachlesen. Das gibt Sicherheit.