Honig abfüllen

Wir füllen unseren Honig je nach Bedarf in mehreren kleinen Chargen ab. Aus diesem Grunde standen heute wieder 250 Gramm Honiggläser zum abfüllen bereit. Unser feincremiger Wald- Blütenhonig ist bisher der einzigste unserer Honige den wir in diesem kleinen Glas anbieten. Nach unserer anstehenden Bio- Zertifizierung und der damit verbundenen Überarbeitung unserer Etiketten, werden wir dann auch unseren Rapshonig im kleinen Glas anbieten.

25 Tonnen Honig- 5,5 Mio Euro Bestäubungsleistung

Der Marburger Imkerverein hat zu seinem 150jährigen Jubiläum Buch geführ:

So erzeugten laut Dr. Jörg Klug, dem Pressewart des Vereines die 1.100 Bienenvölker der 165 Mitglieder rund 25 Tonnen Honig im Jahr. Mit rund 22 kg ProVolk und Jahr entspricht dies einer guten Leistung für kleinere Imkereien.

Interessant ist auch die Aussage, dass der volkswirtschaftliche Wert der Bestäubung von Nutzpflanzen in der Region zwischen Münchhausen  und Wermertshausen (Entfernung: 32 km) rund 5,5 Mio. Euro beträgt.

Mir ist leider keine deutschlandweite Aussage zum Wert der Bestäubungsleistung der Honigbiene bekannt. Hier hatte ich ja schon einmal über die Bestäubungsleistung in den USA und deren jährlichem Wert von 15-20 Mrd. US- Dollar berichtet.

Honig als Gesundmacher

Heute möchte ich auf einen Film aufmerksam machen, der sich mit verschiedenen Einsatzmöglichkeiten von Bienenprodukten wie Pollen, Honig und Bienengift.

In dem Film werden die Einsatzmöglichkeiten von Honig, Propolis, Bienengift und Co. für unsere Gesundheit aufgezeigt. Unter anderem werden  Einsatzmöglichkeit von Honig zur Krebsbehandlung und zur Wundheilung aufgezeigt.  Nebenbei werden noch alte Hausmittel wie Bienenwachswickel gegen Husten und heiße Milch mit Honig angesprochen. Ein lohnenswerter Beitrag der mit alten Mythen aufräumt und auch die Bedeutung der Bienen für die Natur und Landwirtschaft anspricht.

Da wird wieder klar, was alles gutes aus dem Bienenstock kommt.

Wie Honig richtig aufbewahren?

Honig sollte am besten kühl, trocken und dunkel gelagert werden. Am besten ist eine Temperatur von ca. 16°C. Auch sollte das Glas immer gut geschlossen werden, da Honig leicht fremde Aromen aus der Umgebung aufnimmt.

Werden diese Punkte beachtet, steht einem schmackhaften und vitaminreichen Genuß nichts mehr im Wege.

Eine längere Lagerung von Honig ist unter diesen Umständen problemlos möglich. Sollte der Honig dennoch einmal fest werden, ist dies eher ein Zeichen von Güte und lässt sich im max. 38° Grad warmen Wasserbad leicht wieder rückgänig machen.

Imker – Zahlen und Zukunftsaussichten

Heute habe ich relativ aktuelle Zahlen zur Imkerei in Deutschland bekommen.

Waren es im Jahr 2002 noch ca. 820.000 Bienenvölker, die in Deutschland für die Bestäubung und damit auch für Honig sorgten, sind es mittlerweile noch knapp 700.000 Bienenvölker.

Ungefähr die Hälfte dieser Bienenvölker, nämlich rund 400.000 Bienenvölker, werden von Berufs- und Nebenberufsimkern bewirtschaftet. Der Rest der Bienenvölker wird von „Freizeitimkern“ bewirtschaftet. Darunter sind im Allgemeinen Imker mit weniger als 10 Bienenvölkern zu verstehen.

All diese Bienenvölker zusammen erzeugen ca. 20.000 Tonnen Honig im Jahr. Die genügt bei dem hohen Pro-Kopf-Verzehr in Deutschland, um nur ca. 20% der Honignachfrage zu decken.

Der Deutsche Honig genießt weltweit einen guten Ruf und wird nahezu auschließlich, nämlich zu 90%, von den Imkern direkt vermarktet.

Der Mangel an Honig und Bienenvölkern wirkt sich selbstverständlich auch auf die Bestäubung von Kulturpflanzen aus. Im Allgemeinen wird davon ausgegangen, dass der Wert der Bestäubung von Kultur- und Wildpflanzen das zehnfache der Honigproduktion beträgt. Im landwirtschaftlichen Bereich sind bis zu 80% der Kulturpflanzen auf die Bestäubung von Honigbienen angeweisen.

Bei einem gleichbleibenden Rückgang werden Forschungsergebnissen der Universität Göttingen zufolge bereits im Jahre 2022 die Hälfte der landwirtschaftlichen Flächen nicht mehr ausreichend von Bienen beflogen.

Der angesprochene Rückgang der Bienenvölker in Deutschland hat mehrere Gründe:

Zum einen verursacht die aus Asien eingeschleppte Varroamilbe einen erheblichen Mehraufwand in der Betriebsweise der Imker, der Freitzeitimkern den Spaß an diesem schönen Hobby verderben kann und bei Berufsimkern die Rentabilität sinken lässt.

Ein weiterer Grund ist in der zunehmenden Industrialisierung der Landwirtschaft zu suchen. Wo früher blühende Landschaften einen Überfluss an Nektar und Pollen versprachen, finden sich die Bienen heute in grünen Wüsten wieder, in denen keine Wiesenblumen mehr blühen.

Dieser Mangel an Pollen führt zudem zu krankheitsanfälligeren Bienen und stellt den Imker vor immer größere Herausforderungen bezüglich einer guten Standortwahl.

Ohne den hohe Qualitätsstandards und die Natur schätzende Kunden wäre es um die Bienen und die Imkerei in Deutschland schlecht bestellt.  Doch der sensible Kundenkreis, der auf ein gesundes Naturprodukt Wert legt, lehnt die Agro-Gentechnik praktisch komplett ab. Durch die mögliche Verunreinigung von Honig und anderer Bienenprodukte durch Agro- Gentechnik würde vielen Imkern daher ihre Lebensgrundlage genommen werden.

Der Rückgang der Bienenvölker wird sich vermutlich beschleunigen und weder die Wildpflanzen noch unsere Kulturpflanzen werden ausreichend bestäubt werden.

Die Folge wird u.a. ein Preisanstieg im Lebensmittelbereich sein, da hohe Kosten für Bestäubungsleistungen anfallen werden.

Eine Miteinander von Agro- Gentechnik und den naturbelassenen Bienenprodukten ist  leider nicht möglich, beträgt doch der Flugkreis eines Bienenvolkes mindestens 30 Quadratkilometer. Selbst wenn sich die Bienen aus einer bestimmten Region oder einem Gebiet aussperren ließen, wäre dies kaum praktikabel.

Eine Obstplantage neben einem Feld mit Agro- Gentechnik ist für Imker kaum interessant. Dadurch geht die Bestäubungsleistung zurück.Für den Obstbauern bedeutet dies eine geringere Ernte, der Imker muss seine Bienen woanders aufstellen und die Erträge des Landwirtes sind, wenn man Zeitungsberichten glauben schenkt, langfristig kaum höher.

Mir als gelerntem Landwirt haben sich die Vorteile der Agro-Gentechnik auch nach jahrelangen Diskussionen noch nicht erschlossen. Im Gegenteil: ich lese zunehmend von Negativbeispielen in Indien, Afrika, in den USA und Kanada. Hier wurden die angeblichen positiven Eigenschaften schnell von den Nachteilen verdrängt.

Kopfschmerzen bereitet mir, wie sich große Saatgutunternehmen mittels Gentechnik und Patenten eine sehr starke Bindung der Landwirte und damit ein großes Mitspracherecht in der Grundversorgung mit Lebensmitteln verschaffen.

Besuch vom Eichamt

Anfang der Woche hatte ich Besuch von einer sehr netten Dame vom Eichamt. Da wir eine neue und selbstverständlich geeichte Waage besitzen gab es auch keine Unklarheiten. Einzig die Füllmenge ist auf unseren Etiketten etwas zu klein aufgedruckt. Statt vorgeschriebenen 5 mm Schrifthöhe kommen wir nur auf 3 mm. Das werden wir nun ändern.

Neubau Schleuderraum

Momentan laufen die Planungen für einen neuen Schleuderraum.  Darin habe ich mittlerweile Übung. Haben wir doch erst vor zwei Jahren einen Schleuderraum eingerichtet in dem wir dachten, dass dieser ein paar Jahre hält.

Leider- oder zum Glück- ist dieser nun schon wieder zu klein. Mit der Anschaffung einer neuen Honigschleuder muss also nun auch ein größerer Schleuderraum her.

Hierbei müssen eine Vielzahl von Vorschriften eingehalten werden. So muß zum Beispiel  die Lampe einen Splitterschutz besitzen, der Fußboden und die Wände abwaschbar sein und ein Handwaschbecken in unmittelbarer Nähe angebracht sein. Die gesamten Anforderungen sind meiner Meinung nach selbstverständlich und bei uns auch im „alten“ Schleuderraum umgesetzt worden. Schließlich produzieren wir ein reines und unverfälschtes Naturprodukt.

Mit den ganzen Arbeiten sind wir hoffentlich bis Mitte Februar fertig, denn dann sollten wir uns an die letzten Vorbereitungen für die kommenden Bienensaison machen.

Neues Honig Schild

Im Herbst diesen Jahres haben wir auch ein klassisches „Honig vom Imker“- Schild aufgestellt.

Das das Schild bei den Verbrauchern sehr gut bekannt ist – da es ja fast jeder Imker hat- haben wir uns  hier gegen ein individuelles Schild mit unserem Logo entschieden.

Im nächsten Frühjahr soll dies noch mit Nistmöglichkeiten für Wildbienen vervollständigt werden.