Fehlendes Wasser

Das schöne warme Wetter der letzten Wochen ist für uns Menschen sicherlich in den meisten Fällen mehr als angenehm. Der Natur fehlt es dadurch aber vor allem an Wasser.

Uns betrifft die fehlende Bodenfeuchte natürlich nur indirekt. Als Imker merkt man fehlende Bodenfeuchte am Schnellsten beim Raps. Den wo kein Wasser ist, produziert die Pflanze meist auch weniger Nektar. Dies macht sich dann wiederum bei unsere Honigernte bemerkbar. Noch schlimmer kann es bei der Linde sein. Steht diese nicht „im Wasser“ gibt es keinen Honig.

 

32,3 zu 1Kilogramm

Das ist das aktuelle Verhältnis in Kilogramm des aktuellen Pro-Kopf-Verbrauches von Süßwaren und Knabberartikeln zu dem Pro-Kopf Honigkonsum 2013 in Deutschland. (Quelle: Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie e.V.)

Dabei unbeachtet sind noch die ca. 80% des Zuckerkonsums die sich in Lebensmitteln wie Brot, Tiefkühlkost oder Joghurt verbergen.

Dabei sind hochwertige Honige ja auch eine besondere Süßigkeit mit vielen Facetten…

 

 

Honig von verschiedenen Standorten

Es ist wieder einmal eindeutig. Der Unterschied von einzelnen Bienenstandorten ist geschmacklich sehr schön zu unterscheiden. So schmeckt zum Beispiel der Honig aus Esslingen deutlich anderes wie der Honig aus Reichenbach. Auch unsere Bienenstandorte in Stuttgart unterscheiden sich. In Bad Canstatt schmeckt der Honig etwas würzig als in der Stuttgarter Stadtmitte.

Dies hängt von dem Blühangebot in der Umgebung der einzelnen Standorte ab… und diese Unterschiede sind eben erst auf den zweiten Blick zu erkennen, oder spätestens beim probieren.

Dies beweist eben mal wieder das unser Bio-Honig eine große Gemeinsamkeit mit gutem Wein hat: Verschiedene Lagen sind geschmacklich zu unterscheiden, auch wenn der Honig zur gleichen Zeit geerntet wurde.

Aus diesem Grunde sind ab dieser Ernte unsere Bio- Honige mit dem genauen Standort beschrieben. Ab September wird dieser in unserem Bio-Honig-Shop erhältlich sein.

 

Honig ohne Bienen- Geht das?

Um es vorwegzunehmen: Unser Bio Honig stammt ausschließlich von Bienen.

Fälscher in China haben nun jedoch „künstlichen Honig“ hergestellt. Die Behörden fielen auf die Mischung aus  Wasser, Zucker, Alaun-Pulver und Farbe jedoch nicht herein und beschlagnahmten zum Glück den Stoff.

China importiert als weltgrößter Honigexporteur auch große Mengen nach Deutschland und die USA. Erst zu Beginn des Jahres flog in den USA ein Schmugglering auf, der große Mengen minderwertigen Honiges aus China nach Amerika schmuggelte.

Mehr gibt es unter folgenden Links:

http://www.scmp.com

http://blommberg. com

Über die Probleme mit Importhonigen und über Honig der kein Honig ist, hatte ich hier schon einmal berichtet.

Kunden loben mal wieder

Heute habe ich wieder einen besonders schöne Zuschrift einer Kundinn bekommen.

„Lieber Herr Faiß,

Seit einigen Jahren sind wir große Honigesser. Sogar unsere kleinsten mit 3 und 5 Jahren sind ganz wild auf Ihren Rapshonig.
Nun waren wir im Urlaub und hatten leider keinen ausreichenden Vorrat an Honig mit dabei. Also ging es los zum
örtlichen Imker und es wurde ein Glas Rapshonig gekauft.
Leider mussten wir am folgenden Tag feststellen, dass dieser Honig leider gar nicht mit dem Ihren vergleichbar ist.
Die cremige Konsistenz und sogar der Geschmack wurden bei weitem nicht erreicht. Unser Kleinster verschmähte den Honig ganz.

Machen Sie weiter so. Uns hat Ihre Qualität überzeugt.

Zum Schluß hätte ich noch eine Frage:
Warum gibt es einen geschmacklichen Unterschied zwischen der gleichen Honigsorte?

Mit lieben Grüßen

Silke W.“

Gerne beatworten wir hier diese Frage.

Der geschmackliche Unterschied kann durch zwei Sachen entstehen:
– Wenn die Bienen neben Raps noch andere Blüten befliegen
– durch die Verarbeitung und Lagerung durch den Imker. Wir verarbeiten unseren Honig sehr schonend, lagern in dunkel und kühl.
Und in der Regel ist unser Honig innerhalb eines Jahres verkauft.

Die Qualität von Importhonig lässt zu wünschen übrig

Das Deutschland und Mitteleuropa den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen untersagt wirkt sich immer stärker auch auf die Qualität von Honig aus. Vor allem die Honige aus Süd- und Mittelamerika weisen hier zum Teil deutliche Verunreinigungen mit Pollen von GVOs  auf. Kein Wunder, sind hier bei wichtigen Kulturpflanzen wie Soja, Mais und Raps nahezu nur noch genveränderte Sorten auf den Äckern. In Honig aus Baden- Württemberg zeigten keine Auffälligkeiften, so geht es aus dem Bericht der Prüfer vom Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) in Freiburg hervor.

Ein großer Teil des in Deutschland vermarkteten Honiges stammt aus Mitte- und Südamerika. Ich hatte vor einem halben Jahr  die Importmengen von Honige schon einmal aufgeschlüsselt.

Honig der kein Honig ist

Bei einer Untersuchung stellte das Palynology Research Laboratory in den USA fest, dass 75% der in den US verkauften Honiges nicht mehr viel mit dem Produkt aus dem Bienenvolk gemein hat.

Auch in den USA kommt, wie in Deutschland ein ein großer Teil des Honiges aus Argentinien, Mexico und Indien. Hier gelten ganz andere Gesetze, die zum Teil lange nicht an die strengen Deutschen Richtlinien und Vorschriften für Honig herankommen.

Vor allem Honig aus Indien fällt öfters durch Bleibelastungen auf: Die Europäische Gesundheitsbehörde stellte in 2010 und 2011 in 23% von 362 Proben indischen Honiges Blei und min. zwei Arten von Antibiotika fest. Nach Genpollen suchte die baden- württembergische Lebensmittelüberwachung und wurde auch hier bei Auslandshonigen fündig.

Über die, in der Industrie eingesetzte Druckfilterung von Honig hatte ich hier ja bereits geschrieben. Heraus kommt ein pollenfreier Dicksaft. Sollte dieser sich noch Honig nennen dürfen?

Mit dem Bio- Honig von uns hat dieses Produkt nicht mehr viel gemein. Sollten Sie Honig also wegen der ihm nachgesagten positiven Eigenschaften kaufen, sollten Sie dies beim einheimischen Imker tun.