Vollgas im Frühjahr

Seit ein paar Tagen ist die obstbaumblüte im Gange. Vor allem Birne- und Kirschbäume, sowie der erste Raps sind bei uns auf dem Schurwald reichlich vorhanden. Für die Bienen bedeutet dies nun Nektar im Überfluss. Wir als Imker haben nun die Honigräume aufgesetzt, sprich einen leeren Kasten, welcher nur der Einlagerung von Frühjahrsblütenhonig und Rapshonig dient. Die Bienenvölker wachsen momentan von Tag zu Tag und auch der Schwarmtrieb wird in den nächsten Tagen einsetzen. Als natürlicher Weg der Vermehrung ein ureigener Instinkt der Honigbiene, welcher genau bis zur Sommersonnenwende anhält. Spätestens an diesem Tag erlischt der Schwarmtrieb bei den Bienenvölkern. Die erste Honigernte wird dann in 3-5 Wochen anstehen. Je nach Wetter.

Was machen unsere Bienen in diesem Mai?

Jedes Jahr hat seine Herausforderungen. In diesem Jahr stimmte zwar lange Zeit das Wetter, aber wie ich hier berichtete fehlte leider das Wasser.

Nichtsdestotrotz sind wir in diesem Jahr mit allem etwas früher dran. Die Bienen sammeln nach den letzten Regenschauern im Raps fleißig Nektar, die ersten Völker kommen im Moment in Schwarmstimmung und wir werden bald auch den ersten Honig 2014 schleudern.

Unseren Bienenvölkern geht es durchweg gut. Bei Sonnenschein herrscht reges treiben am Bienenstand. Wie so etwas aussieht und sich anhört, das folgende kurze Video gibt einen Einblick.

 

Honigernte abgeschlossen

Langsam aber sicher ist die Honigernte bei uns nun abgeschlossen. Die letzten Honigwaben sind geschleudert. Ein Teil der Bienenvölker sind schon mit einer ersten Futtergabe auf den Winter vorbereitet worden. Jetzt gilt es nach und nach alle Bienenvölker winterfest zu machen. Das heißt vor allem, den Befall durch die Varroamilbe zu überwachen und ggf. einzugreifen und für einen ausreichenden Futtervorrat bis in den April hinein zu sorgen.

 

Der Waldhonig und der Wind

Waldhonig entsteht bekanntlich aus Honigtau. Diese zuckerhaltige Lösung sammeln die Bienen auf den Bäumen ein und tragen Sie in den Bienenstock.

Nach dem kalten Frühjahr herrschen nun zwar sehr schöne Temperaturen. Der trockene Ostwind jedoch lässt den Honigtau schnell eintrocknen so dass dieser von den Bienen nicht mehr so leicht aufgenommen werden kann. In den frühen Morgenstunden, wenn die Feuchtigkeit der Nacht noch vorhanden ist fällt es den Bienen deutlich leichter ihre Beute einzusammeln. In diesem Jahr ist die Honigerzeugung für die Bienen wirklich mit vielerlei Schikanen versehen. Kalt, feucht, windig….

Honig von verschiedenen Standorten

Es ist wieder einmal eindeutig. Der Unterschied von einzelnen Bienenstandorten ist geschmacklich sehr schön zu unterscheiden. So schmeckt zum Beispiel der Honig aus Esslingen deutlich anderes wie der Honig aus Reichenbach. Auch unsere Bienenstandorte in Stuttgart unterscheiden sich. In Bad Canstatt schmeckt der Honig etwas würzig als in der Stuttgarter Stadtmitte.

Dies hängt von dem Blühangebot in der Umgebung der einzelnen Standorte ab… und diese Unterschiede sind eben erst auf den zweiten Blick zu erkennen, oder spätestens beim probieren.

Dies beweist eben mal wieder das unser Bio-Honig eine große Gemeinsamkeit mit gutem Wein hat: Verschiedene Lagen sind geschmacklich zu unterscheiden, auch wenn der Honig zur gleichen Zeit geerntet wurde.

Aus diesem Grunde sind ab dieser Ernte unsere Bio- Honige mit dem genauen Standort beschrieben. Ab September wird dieser in unserem Bio-Honig-Shop erhältlich sein.

 

Honig ohne Bienen- Geht das?

Um es vorwegzunehmen: Unser Bio Honig stammt ausschließlich von Bienen.

Fälscher in China haben nun jedoch „künstlichen Honig“ hergestellt. Die Behörden fielen auf die Mischung aus  Wasser, Zucker, Alaun-Pulver und Farbe jedoch nicht herein und beschlagnahmten zum Glück den Stoff.

China importiert als weltgrößter Honigexporteur auch große Mengen nach Deutschland und die USA. Erst zu Beginn des Jahres flog in den USA ein Schmugglering auf, der große Mengen minderwertigen Honiges aus China nach Amerika schmuggelte.

Mehr gibt es unter folgenden Links:

http://www.scmp.com

http://blommberg. com

Über die Probleme mit Importhonigen und über Honig der kein Honig ist, hatte ich hier schon einmal berichtet.

Honigernte 2013

Aufgrund des kalten Wetters im Frühjahr hat sich in diesem Jahr unsere Honigernte gut 2-3 Wochen nach hinten verschoben. Mittlerweile haben wir den Raps-und Frühjahrsblütenhonig geschleudert. Die Menge ist pro Bienenvolk sehr unterschiedlich und reicht von 0 kg bis zu sehr gutem Honigertrag.

Mittlerweile blühen zum Beispiel die Brombeeren und Linden und auch aus dem Wald bringen die Bienen Erträge mit. Durch das kalte Frühjahr und das Aprilwetter im Juni ist der Honigertrag in diesem Jahr vermutlich unterdurchschnittlich.

Endlich fließt der Nektar in Strömen

Bei nun zwar wechselhaftem Wetter, aber Temperaturen um die 15-24°C tragen unsere Bienenvölker seit Anfang der Woche  zum ersten Mal in diesem Jahr wirklich viel Nektar ein. Nach nur zweit Tagen warmen, größtenteils trockenem Wetter ist die Gewichtszunahme schon sehr deutlich zu spüren.

Nach Wochen des Wartens und Hoffen geht die Bienensaison nun wohl endlich richtig los. Die Bienenvölker sind mittlerweile sehr gut entwickelt, erste Ableger erstellt und auch die ersten nachgezüchteten Königinn werden wohl am Montag schlüpfen.

Vermutlich in der kommenden Woche werden wir dann mit einem Teil unserer Bienenvölker wandern. Da wir nicht oft und auch nicht weit wandern, lässt sich dies meist immer kurzfristig je nach Wetter umsetzen.

Bio Honig direkt vom Imker 2013

Mexiko löst Argentinien ab

Mexiko war 2012 der größte Honiglieferant für Deutschland. Mit 15.400 Tonnen eingeführtem Honig hat Mexiko den bisherigen Spitzenreiter Argentinien mit 13.700 Tonnen auf Platz zwei verweisen. China folgt mit 5.400 Tonnen auf Platz drei.

Im Jahr 2011 sah die Reihenfolge noch anders aus. Ich hatte hier über die damaligen Honigimporte geschrieben.

2012- kein gutes Honigjahr in Deutschland

Wegen des anhaltenden Regens im Mai haben nicht nur unsere Bienen in diesem Jahr weniger Nektar gesammelt als im letzten Jahr. Nahezu jeder befreundete Imker klagt über eine schlechte Honigernte . Glaubt man den Medien sind haben vor allem wir Imker im Süden Deutschlands eine besonders schlechte Ernten eingebracht.

Auch bei uns war das Ergebnis stark unterdurchschnittlich, doch im Vergleich mit manchen Imkerkollegen können wir noch auf Vorräte aus dem letzten Jahr zurückgreifen. Da die Nachfrage nach unseren Bio- Honigen jedoch stark zunimmt, wird es zwar knapp werden und einzelne Honigsorten werden uns sicherlich vor der nächsten Ernte ausgehen, aber ich denke den größten Teil der Nachfrage können wir beliefern.