Bienenvölker kurz ver der Winterruhe

Bienen im August

Schon wieder ist ein Bienenjahr vorbei. Auch diesmal wieder mit viel Hitze und Trockenheit, einzig im Juni gab es hin und wieder etwas Regen. Neben dem Blütenzauber, Rapshonig und Waldhonig haben wir in diesem Jahr auch einen ganz besonderen Sommerhonig ernten können. Leider ist dieser im Moment noch nicht von uns ins Glas gefüllt worden, aber dies wird hoffentlich in den nächsten Tagen geschehen.

Den Bienenvölkern geht es prächtig. Nach der letzten Honigernte haben diese ihre erste Behandlung gegen die Varroamilbe bekommen, etwas Futter und sind nun wohlauf, bevor es Mitte/ Ende September dann vollends in die Winterruhe geht. Bis dahin gibts noch etwas Winterfutter, ggf. eine weitere Varroabehandlung, sofern notwendig.

Es wird nun also für alle in unserer Imkerei etwas ruhiger und entspannter. Nach den arbeitsintensiven Monaten ist dies auch einmal schön.

Bienenbeuten im Oktober

Bienen im Oktober/ November 2019

Das schöne an 9 Jahren Blog ist, dass sich manche Ereignisse einfach wiederholen und es somit schon Erfahrungen gibt. Im Jahr 2013 gab es laut meinem damaligen Beitrag: “Den Bienen geht es gut” auch einen warmen Oktober, welcher die Bienenvölker lange in der Brut gehalten hat. So wie in diesem Jahr.

Die ersten Nachtfröste hatten wie um den 9.11. herum. Das bedeutet, die Königin stellt die Eiablage ein und die Bienenvölker sind dann in drei Wochen nach brutfrei.

Endlich kommt somit ein wenig Ruhe in das Bienenvolk. Den der brutfreie Zustand hat für Bienenvölker im Winter doch einige Vorteile:

  • hoch wirksame Behandlungsmöglichkeit gegen die Varroamilbe, da alle im Volk vorhandenen Varroamilben auf Bienen sitzen und sich nicht wie sonst üblich in der Brut verstecken und auch vermehren können
  • Schonung des Bienenvolkes, da die Arbeit für Brutpflege entfällt.
  • Geringere Futteraufnahme/ Futterverbrauch, was die Kotblase der Biene schont. Den Bienen koten nicht im Bienenkasten ab, sondern sammeln den Kot bis zum nächsten Flugwetter.

Bienen im Winter

Im Winter ziehen die Bienen sich im Bienenkasten eng zusammen und bilden dadurch die Wintertraube. Durch Bewegungen mit den Flügeln erzeugen die Bienen die notwendige Wärme um auch tiefste Temperaturen im Winter zu überstehen. Schön erkennen lässt sich dies mit einer Wärmebildkamera.

Der Blick durch die Wärmebildkamera verrät es, die Bienen wärmen nur sich selbst. Nicht die ganze Bienenbeute.

Auf dem Foto lässt sich ganz klar erkennen, dass der Bienensitz deutlich wärmer ist als die anderen Bereiche im Bienenkasten. Da die “Wärmearbeit” natürlich Energie und damit Futter kostet, wandert die ganze Wintertraube immer dem Futter nach. Sprich die Bienentraube “frißt” sich durch das ganze Winterfutter auf allen Waben.

 

Vollgas im Frühjahr

Seit ein paar Tagen ist die obstbaumblüte im Gange. Vor allem Birne- und Kirschbäume, sowie der erste Raps sind bei uns auf dem Schurwald reichlich vorhanden. Für die Bienen bedeutet dies nun Nektar im Überfluss. Wir als Imker haben nun die Honigräume aufgesetzt, sprich einen leeren Kasten, welcher nur der Einlagerung von Frühjahrsblütenhonig und Rapshonig dient. Die Bienenvölker wachsen momentan von Tag zu Tag und auch der Schwarmtrieb wird in den nächsten Tagen einsetzen. Als natürlicher Weg der Vermehrung ein ureigener Instinkt der Honigbiene, welcher genau bis zur Sommersonnenwende anhält. Spätestens an diesem Tag erlischt der Schwarmtrieb bei den Bienenvölkern. Die erste Honigernte wird dann in 3-5 Wochen anstehen. Je nach Wetter.

Endlich kalt

Seit Mitte Januar haben wir bei uns auf dem Schurwald Temperaturen um den Gefrierpunkt. Die extremen Temperaturschwankungen mit Höchstwerten um 20°C vor Weihnachten und Anfang Januar scheinen erstmal vorbei. Das ist gut für die Bienenvölker, den nun sitzen Sie eng zusammen, schränken Ihre Bruttätigkeit wieder ein wenig ein und verbrauchen damit auch deutlich weniger Ernergie. Das spart Futter, schont die Kotblase und damit die Gesundheit.

Aus der Erfahrung heraus sind gleichbleibend kalte Temperaturen für die Bienenvölker wesentlich besser zum überwintern als Temperaturen von 0 bis 10°C. Momentan sieht es also, nach dem zu warmen Spätjahr 2014 ganz gut aus.

2014 ein anspruchsvolles Bienenjahr?

Nach einem sehr milden Winter war das Frühjahr für viele Pflanzen zu trocken. Für die Bienen bedeutete dies, trotz schönem Flugwetter wenig Honigertrag, da vor allem der Raps bei großer Trockenheit kaum Nektar produzieren kann.

Im Sommer zeigten sich dann weitere Auswirkungen des milden Winters: Die Varroamilbe hatte sich aufgrund der nur geringen Brutpause der Bienenvölker stark vermehrt. Der Befall zwang teilweise zu einer sehr frühen Behandlung und damit dem Ende des Honigjahres. Doch auch das regnerische Wetter erschwerte die letzte Honigernte und anschließend auch die Varrobehandlung.

Die Honigernte war bei uns über alle Bienenvölker gesehen knapp unter dem Durchschnitt, schwankte aber sehr stark von Standort zu Standort.

Auch dieser Winter ist bisher sehr mild. So wie es aussieht wird auch ein großer Teil unserer Bienenvölker in diesem Winter keine Brutpause einlegen. Der hohe Varroabefall wird uns also auch in diesem Jahr wieder zu schaffen machen.

 

Schwarmsaison 2014

Der Mai ist die Zeit in der sich die Bienenvölker durch Ihren natürlichen Scharmtrieb vermehren.  Da ein ausgezogener Bienenschwarm alleine nicht in der Natur überleben kann, ist es schon aus tierethischen Gründen angebracht diesen zu verhindern oder den Schwarmtrieb andersweitig, zum Beispiel zur Jungvolkbildung zu nutzen.

Dafür, dass Bienenvölker nicht mehr ohne Hilfe in der Natur überleben können ist zum einen die Varroamilbe, aber auch mangelnde Nektarquellen im Spätjahr verantwortlich.

Dieses Jahr ist wieder ein Jahr, in dem überdurchschnittlich viele unserer Bienenvölker in Schwarmstimmung gekommen sind. Ein Grund ist sicherlich das gute Wetter im Frühjahr, bei dem sich die Völker sehr gut entwickeln konnten.

 

Was machen unsere Bienen in diesem Mai?

Jedes Jahr hat seine Herausforderungen. In diesem Jahr stimmte zwar lange Zeit das Wetter, aber wie ich hier berichtete fehlte leider das Wasser.

Nichtsdestotrotz sind wir in diesem Jahr mit allem etwas früher dran. Die Bienen sammeln nach den letzten Regenschauern im Raps fleißig Nektar, die ersten Völker kommen im Moment in Schwarmstimmung und wir werden bald auch den ersten Honig 2014 schleudern.

Unseren Bienenvölkern geht es durchweg gut. Bei Sonnenschein herrscht reges treiben am Bienenstand. Wie so etwas aussieht und sich anhört, das folgende kurze Video gibt einen Einblick.

 

Fehlendes Wasser

Das schöne warme Wetter der letzten Wochen ist für uns Menschen sicherlich in den meisten Fällen mehr als angenehm. Der Natur fehlt es dadurch aber vor allem an Wasser.

Uns betrifft die fehlende Bodenfeuchte natürlich nur indirekt. Als Imker merkt man fehlende Bodenfeuchte am Schnellsten beim Raps. Den wo kein Wasser ist, produziert die Pflanze meist auch weniger Nektar. Dies macht sich dann wiederum bei unsere Honigernte bemerkbar. Noch schlimmer kann es bei der Linde sein. Steht diese nicht “im Wasser” gibt es keinen Honig.

 

Bienenfleiß im Januar

Durch das bisher sehr milde Jahr 2014 fliegen die Bienen bei bis zu 15°C an den warmen Tagen sehr fleißig. Den Bienenvölkern wird es vermutlich nicht viel Schaden zufügen, solange es nicht noch ein paar Wochen richtig frostig wird. Im letzten Frühjahr hatten wir im März/ April sehr wechselhafte Temperaturen, welche den Bienenvölkern zugesetzt haben. Glaubt man den Wetterprognosen soll es aber zumindest bis Ende Januar relativ mild bleiben.

So sind wir also zufersichtlich und hoffen auf ein schönes Honigjahr.

Zum Vergleich ein Artikel vom März des letzten Jahres: “Der Frühling kündigt sich an”