Vollgas im Frühjahr

Seit ein paar Tagen ist die obstbaumblüte im Gange. Vor allem Birne- und Kirschbäume, sowie der erste Raps sind bei uns auf dem Schurwald reichlich vorhanden. Für die Bienen bedeutet dies nun Nektar im Überfluss. Wir als Imker haben nun die Honigräume aufgesetzt, sprich einen leeren Kasten, welcher nur der Einlagerung von Frühjahrsblütenhonig und Rapshonig dient. Die Bienenvölker wachsen momentan von Tag zu Tag und auch der Schwarmtrieb wird in den nächsten Tagen einsetzen. Als natürlicher Weg der Vermehrung ein ureigener Instinkt der Honigbiene, welcher genau bis zur Sommersonnenwende anhält. Spätestens an diesem Tag erlischt der Schwarmtrieb bei den Bienenvölkern. Die erste Honigernte wird dann in 3-5 Wochen anstehen. Je nach Wetter.

Endlich kalt

Seit Mitte Januar haben wir bei uns auf dem Schurwald Temperaturen um den Gefrierpunkt. Die extremen Temperaturschwankungen mit Höchstwerten um 20°C vor Weihnachten und Anfang Januar scheinen erstmal vorbei. Das ist gut für die Bienenvölker, den nun sitzen Sie eng zusammen, schränken Ihre Bruttätigkeit wieder ein wenig ein und verbrauchen damit auch deutlich weniger Ernergie. Das spart Futter, schont die Kotblase und damit die Gesundheit.

Aus der Erfahrung heraus sind gleichbleibend kalte Temperaturen für die Bienenvölker wesentlich besser zum überwintern als Temperaturen von 0 bis 10°C. Momentan sieht es also, nach dem zu warmen Spätjahr 2014 ganz gut aus.

2014 ein anspruchsvolles Bienenjahr?

Nach einem sehr milden Winter war das Frühjahr für viele Pflanzen zu trocken. Für die Bienen bedeutete dies, trotz schönem Flugwetter wenig Honigertrag, da vor allem der Raps bei großer Trockenheit kaum Nektar produzieren kann.

Im Sommer zeigten sich dann weitere Auswirkungen des milden Winters: Die Varroamilbe hatte sich aufgrund der nur geringen Brutpause der Bienenvölker stark vermehrt. Der Befall zwang teilweise zu einer sehr frühen Behandlung und damit dem Ende des Honigjahres. Doch auch das regnerische Wetter erschwerte die letzte Honigernte und anschließend auch die Varrobehandlung.

Die Honigernte war bei uns über alle Bienenvölker gesehen knapp unter dem Durchschnitt, schwankte aber sehr stark von Standort zu Standort.

Auch dieser Winter ist bisher sehr mild. So wie es aussieht wird auch ein großer Teil unserer Bienenvölker in diesem Winter keine Brutpause einlegen. Der hohe Varroabefall wird uns also auch in diesem Jahr wieder zu schaffen machen.

 

Schwarmsaison 2014

Der Mai ist die Zeit in der sich die Bienenvölker durch Ihren natürlichen Scharmtrieb vermehren.  Da ein ausgezogener Bienenschwarm alleine nicht in der Natur überleben kann, ist es schon aus tierethischen Gründen angebracht diesen zu verhindern oder den Schwarmtrieb andersweitig, zum Beispiel zur Jungvolkbildung zu nutzen.

Dafür, dass Bienenvölker nicht mehr ohne Hilfe in der Natur überleben können ist zum einen die Varroamilbe, aber auch mangelnde Nektarquellen im Spätjahr verantwortlich.

Dieses Jahr ist wieder ein Jahr, in dem überdurchschnittlich viele unserer Bienenvölker in Schwarmstimmung gekommen sind. Ein Grund ist sicherlich das gute Wetter im Frühjahr, bei dem sich die Völker sehr gut entwickeln konnten.

 

Was machen unsere Bienen in diesem Mai?

Jedes Jahr hat seine Herausforderungen. In diesem Jahr stimmte zwar lange Zeit das Wetter, aber wie ich hier berichtete fehlte leider das Wasser.

Nichtsdestotrotz sind wir in diesem Jahr mit allem etwas früher dran. Die Bienen sammeln nach den letzten Regenschauern im Raps fleißig Nektar, die ersten Völker kommen im Moment in Schwarmstimmung und wir werden bald auch den ersten Honig 2014 schleudern.

Unseren Bienenvölkern geht es durchweg gut. Bei Sonnenschein herrscht reges treiben am Bienenstand. Wie so etwas aussieht und sich anhört, das folgende kurze Video gibt einen Einblick.

 

Fehlendes Wasser

Das schöne warme Wetter der letzten Wochen ist für uns Menschen sicherlich in den meisten Fällen mehr als angenehm. Der Natur fehlt es dadurch aber vor allem an Wasser.

Uns betrifft die fehlende Bodenfeuchte natürlich nur indirekt. Als Imker merkt man fehlende Bodenfeuchte am Schnellsten beim Raps. Den wo kein Wasser ist, produziert die Pflanze meist auch weniger Nektar. Dies macht sich dann wiederum bei unsere Honigernte bemerkbar. Noch schlimmer kann es bei der Linde sein. Steht diese nicht „im Wasser“ gibt es keinen Honig.

 

Bienenfleiß im Januar

Durch das bisher sehr milde Jahr 2014 fliegen die Bienen bei bis zu 15°C an den warmen Tagen sehr fleißig. Den Bienenvölkern wird es vermutlich nicht viel Schaden zufügen, solange es nicht noch ein paar Wochen richtig frostig wird. Im letzten Frühjahr hatten wir im März/ April sehr wechselhafte Temperaturen, welche den Bienenvölkern zugesetzt haben. Glaubt man den Wetterprognosen soll es aber zumindest bis Ende Januar relativ mild bleiben.

So sind wir also zufersichtlich und hoffen auf ein schönes Honigjahr.

Zum Vergleich ein Artikel vom März des letzten Jahres: „Der Frühling kündigt sich an“

Den Bienen geht es gut

Bei den für Ende Oktober überraschend hohe Temperaturen können die Bienen nochmals richtig Pollen sammeln und so die Vorräte für den Winter noch einmal aufzustocken. Hauptsächlich Efeu und Phacelia werden von unseren Bienen gerade beflogen.

Die letzten Tage habe ich noch einmal zu einer der letzten Völkerdurchsichten genutzt. Dabei wurden schwache Völker miteinander vereinigt um die Überwinterung zu sichern. Zum Schutz vor ungeliebten Gästen sind nun auch die Mäusegitter angebracht. Dabei habe ich mir auch den (hoffentlich) letzten Bienenstich in diesem Jahr eingefangen.

Der nächste Schritt an den Bienen wird die Behandlung gegen die Varroamilbe mit Oxalsäure sein. Der Zeitpunkt wird wie so vieles in unserem Beruf von der Natur vorgegeben: Drei Wochen nach den ersten Frösten sind die Bienenvölker brutfrei, nur dann wirkt die Behandlung.

Das Futter wird knapp

Während dem Frühlingsintermezzo Anfang März haben unsere Bienenvölker das Brutnest stark ausgedehnt. Die darauffolgende Kälteperiode über mehrere Wochen hat die Bienen nun dazu veranlasst das Brutnest wieder zu verkleinern. Das im August eingelagerte Winterfutter ist mittlerweile in der Umgebung des Brutnestes verbraucht. Bei den kalten Temperaturen gelingt es den Bienen als wärmeliebende Insekten meist nicht die Waben zu wechseln und sich so neue Futtervorräte zu erschließen, dies kann zu einem verhungern der Bienenvölker führen.

Das Problem des Futterabrisses war schon vor knapp 200 Jahren ein großes Problem  für Bienenhalter. So sind in den Jahren von 1812-1821 und 1924-1929 laut Literatur große Verluste durch den Futterabriss entstanden. Damals spielte die Varroamilbe noch keine Rolle, aber im März herrschten in diesen Jahren  eisige Temperaturen.

Aus diesem Grunde haben wir heute eine Kontrolle durchgeführt und dabei war bei einigen Völkern tatsächlich ein imkerlicher Eingriff notwendig.

Die einfachste Lösung ist den Bienen einen Batzen Honig auf das Brutnest zu geben. Natürlich ist hierbei darauf zu achten, dass die Bienen nicht im Honig festkleben. Wir nehmen hierzu unseren Honig vom Abschäumen.

Es gibt auch alternativen mit fertigen Futter(zucker)lösungen- nicht aber für uns als Bioimkerei.

Futter HonigFutter Honig 2

Auf dem Bild sieht man die Wintertraube der Bienen und den von uns zugegebenen Honig. Besser wäre es den Honig in die gleiche Wabengasse zu geben in der auch die Bienen sitzen, da der Honig dann leichter für die Bienen erreichbar ist. Dies ist aber bei starken Völkern nicht immer möglich.

Ein vergleichbarer kalter März 2013 ist nun definitiv zu Ende und wir warten was uns der April bringt…

Mäusegitter entfernt

Im Oktober bringen wir vor den Fluglöchern unserer Bienenvölker die Mäusegitter an. Dieses Drahtgeflecht hindert Mäuse daran den Winter im Bienenkasten zu verbringen und dort Unruhe und Futternot zu verursachen. Nun zu Beginn der Salweidenblüte und der vermutlich nicht mehr gehäuft auftretenden Nachtfröste ist diese Gefahr weitgehend gebannt. Die Bienenvölker können sich nun bei zunehmend wärmeren Temperaturen auch besser selbst verteidigen.

Die Gitter würden den nun zunehmend stärkeren Flugbetrieb der Bienenvölker stören und das Reinigen des Beutenbodens durch die Bienen behindern. Aus diesem Grunde entfernen wir nun nach und nach die Gitter.

 

Bienenvolk mit Mäusegitter