Endlich fließt der Nektar in Strömen

Bei nun zwar wechselhaftem Wetter, aber Temperaturen um die 15-24°C tragen unsere Bienenvölker seit Anfang der Woche  zum ersten Mal in diesem Jahr wirklich viel Nektar ein. Nach nur zweit Tagen warmen, größtenteils trockenem Wetter ist die Gewichtszunahme schon sehr deutlich zu spüren.

Nach Wochen des Wartens und Hoffen geht die Bienensaison nun wohl endlich richtig los. Die Bienenvölker sind mittlerweile sehr gut entwickelt, erste Ableger erstellt und auch die ersten nachgezüchteten Königinn werden wohl am Montag schlüpfen.

Vermutlich in der kommenden Woche werden wir dann mit einem Teil unserer Bienenvölker wandern. Da wir nicht oft und auch nicht weit wandern, lässt sich dies meist immer kurzfristig je nach Wetter umsetzen.

Bio Honig direkt vom Imker 2013

Die blaue Rose und das Honigurteil

Im hier bereits mehrfach erwähnten „Honigurteil“ des EuGHs führt die Verunreinigung von Honig mit gentechnisch veränderten Pollen zu dessen Vernichtung.

Das Augenmerk eines jeden Beteiligten, auch vieler Imker ist hier meist auf den Anbau von GVOs   in der Landwirtschaft gerichtet.

Jedoch findet die Gentechnik auch im Bereich der Schnittblumen und der Zierpflanzen zunehmend Anwendung. Vor allem bei Rosen, Nelken, Petunien, Geranien und Weihnachtssterne hat die Gentechnik mittlerweile Fuß gefasst.

Durch den Einsatz von Gentechnik sollen vor allem eine größere farbliche Vielfalt und eine bessere Kälte- und Krankheitsresistenz erreicht werden.

Ein Paradebeispiel ist die „Blaue Rose“. Rosen können aufgrund eines fehlenden Stoffwechselweges nicht auf die Farbe blau gezüchtet werden. Jahrhunderte galt eine blaue Rose aus diesem Grunde als Mythos. Seit 2009 ist nun eine blaue Rose erhältlich, bei der ein „Stiefmütterchen- Gen“ implantiert wurde.

Auch Nelken die aufgrund eines genetischen Eingriffes länger halten und ebenfalls die Farbe blau besitzen sind in Europa schon seit längerer Zeit erhältlich.

Schwierig wird es für uns Imker, wenn solch veränderten Pflanzen in Gärten gelangen und von Bienen beflogen werden. Landwirtschaftlich angebaute GVOs lassen sich in Deutschland aufgrund der geringen Anbaufläche und der Meldepflicht von uns Imkern umgehen. Sollten gentechnisch veränderte Zierpflanzen Verbreitung finden, wird es hier sicherlich schwieriger.

Die Nachweisgrenze von gentechnisch verändertem Pollen im Honig ist sehr gering, so dass schon eine Pflanze zu erheblichen Verunreinigungen im Honig führen kann.

Allgemein sind die Schnittblumen meiner Meinung nach ein vernachlässigtes Thema. Denn wer weiß schon, dass bei manchen Importrosen aufgrund der hohen Pestizidbelastung den Händlern und Floristen empfohlen wird Handschuhe zu tragen?

Gibt es bald Phaceliahonig?

Gestern habe ich noch spontan entschieden mit einer handvoll Bienenvölker an ein Phaceliafeld/Blumenfeld in der Nähe zu wandern. Das hieß heute früh um 3.30 Uhr raus aus den Federn. Bienen verladen und die 15 Kilometer zum besagten Feld zu fahren. Das abladen gegen 5.30 Uhr fand dann schon bei 20°C statt und kündigte somit die 35°C die wir gegen Mittag hatten schon an.

Auffällig ist vor allem die Vielzahl an Schmetterlingen, Hummeln und Wildbienen, die sich in der so genannten Zwischenbegrünung aufhalten. Es summt und brummt in diesem schön blühenden Acker ganz gewaltig, die Natur lebt durch die rießige Mengen an Blüten deutlich auf.

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Die zwei Wege zum Honig

Honig lässt sich in die zwei Gruppen Blüten- und Honigtauhonige einordnen.

Häufiger ist der  Blütenhonig anzutreffen, dieser entsteht aus dem Nektar von Raps, Klee, Löwenzahn, Obstbaumblüte…

Für Honigtau- oder Waldhonige sammeln die Bienen die zuckerhaltigen Ausscheidungen von Blatt- und Schildläusen. Durch die Zugabe von bieneneigenen Stoffen und der Verringerung des Wassergehaltes erzeugen die Bienen diese meist flüssigen Honige.