Bio Zertifizierung

Kurz vor Weihnachten hatten wir unser wiederkehrendes Bio-Audit. Sprich ein Auditor kommt zu uns in den Betrieb und schaut sich Rechnungen, Lieferscheine, Wanderbuch, Bestandsbuch, Lagerlisten und vieles mehr an und prüft dies auf Plausibilität. Anschließend geht es dann raus an den Bienenstand und in unserem Falle auch auf unsere eigenen, ebenfalls zertifizierten Streuobstwiesen.

Wenn hier ebenfalls alles in Ordnung ist, wird die EU-ÖKO-Bescheinigung verlängert und wir dürfen auch zukünftig „Bio“ auf unseren Honig schreiben.

Vor ein paar Tagen hat uns eben diese Bescheinigung erreicht. Also wir sind auch in zukunft zertifiziert. Alles andere wäre auch eine Überraschung gewesen, schließlich geben wir uns große Mühe und das meiste ist uns auch schon ins Blut übergegangen. Schließlich sind wir nahezu seit dem ersten Tag mit unseren Bienen „BIO“ und legen ja auch im privaten Bereich großen Wert auf eine möglichst nachhaltige und ressourcenschonende Lebensweise.

Besuch auf der Biofach

Die Biofach in Nürnberg ist nach eigenen Angaben die Leitmesse zum Thema Bio Lebensmittel. Dieses Jahr haben auch wir uns auf die zweistündige Reise nach Nürnberg begeben. Neben ein paar Imkereibetrieben aus Osteuropa waren auch etliche Großhändler für Honig und ein paar Großimker vertreten. So ergab sich doch das ein oder andere Gespräch. Auch eine Menge an Verpackungherstellern waren auf der Biofach vertreten. Für uns war jedoch nichts wirklich passendes dabei.

Dennoch ein interessanter Ausflug, den auch abseits der Imkerpfade gab es eine Menge interessante Bio-Lebensmittel zu verkosten und zu entdecken. Vom Biowein aus Argentinien über Spanische Wurst hin zu indischen Gewürzen. Satt waren wir im Anschluss allemal.

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Bienen Nachschub für 2013

Die Bienensaison im neuen Jahr ist ja noch gut 5 Monate entfernt, aber unsere Bienen haben sich bei unseren Imkerkollegen offensichtlich einen guten Ruf erworben. Und so treffen seit einiger Zeit eine zunehmende Anzahl an Vorbestellungen für Jungvölker und Kunstschwärme bei uns ein. Die Vorbestellungen begannen bei uns in diesem Jahr früher als sonst. Eine frühe Bestellung hat für beide Seiten Vorteile:

Da wir nach Eingang der Bestellung ausliefern erfolgt eine frühere Lieferung als bei einer Bestellung im März oder April. Auch hat man „sein“ Bienenvolk sicher. In den letzten Jahren waren gute Jungvölker im Ende April/Mai nur noch mit Glück zu bekommen.

Und wir als Bio- Imkerei bekommen natürlich etwas mehr Planungsicherheit.

Vermehrt werden auch Gutscheine für unsere Bio- Bienenvölker in diesem Jahr unter dem Weihnachtsbaum zu finden sein. Augenscheinlich  sind dies die Auswirkungen der  vielen Neuimkerkurse in den letzten Jahre.

 

Rückstandsfreies Wachs

Wie in den vergangenen zwei Jahren, benötigen wir auch in diesem Jahr wieder rückstandfreies Wachs für unsere Mittelwände. Normalerweise decken wir unseren Wachsbedarf aus dem eigenen Wachskreislauf. Aber durch unser rasantes Wachstum reicht unser selbst erzeugtes Wachs in diesem Jahr leider nicht aus. Als Bio- Imkerei sind wir auf rückstandfreies Wachs angewiesen, welches deutlich schwerer zu bekommen, als die üblichen Mittelwände aus konventionellem Wachs. Vor allem die Naturkosmetikhersteller haben einen enormen Bedarf an rückstandsfreiem Wachs. Lange war nicht sicher, ob unser Bedarf in der erforderlichen hohen Qualität gedeckt werden kann. Zum Glück hat es auch diesmal funktioniert und die Kartons sind eingetroffen.

Es wird ruhiger am Bienenstand

Die notwendigen arbeiten am Bienenstand sind nun deutlich zurückgegangen und werden durch arbeiten im Honigkeller ersetzt. Nun füllen wir unseren Honig für unsere verkaufstärksten Monate ab und bereiten den ein oder anderen Markt vor.

Bei den sehr warmen Temperaturen und bei herzlichem Sonnenschein ernten wir zeitgleich seit rund einer Woche auch einen großen Teil unserer Bio- Äpfel. Da war es im letzten Jahr doch deutlich regnerischer.

 

Zuckerwasser

Unsere Bienen bekommen als Winterfutter Zuckerwasser, welches wir selbst mit Bio- Zucker und Bio- Honig anmischen (siehe schon hier und auch hier).

Dies geschieht bei uns mit einer leistungstarken Zapfwellenpumpe am Schlepper. Trotz der Pumpenleistung von rund 10.000 Liter in der Stunde braucht es doch ca. 20 Minuten, bis sich der Bio- Zucker in so einem 120 Literfass aufgelöst hat.

Das Ganze bekommen die Bienenvölker anschließend in Futtertrögen aufgesetzt. Durch den abgedeckten Aufstieg in der Mitte gelangen die Bienen zwar an das Zuckerwasser, können aber darin nicht ertrinken.

Nach ca. 30 Liter Zuckerwasser, also mit 15-20 kg eingelagertem Futter gehen unsere Bienen dann in den Winter.

     

Bio- Bienenwachs, oder wie?

Das von unseren Bienen in unsere Bio zertifizierten Imkerei erzeugte Bienenwachs ist offiziell kein Bio- Bienenwachs. Die Erklärung ist relativ einfach und findet sich in der EU-Bio- Verordnung und nicht etwa  an unserer Betriebsweise oder an Rückständen im Wachs.

Den laut unseres Bio- Kontrolleurs sieht die Bio- Verordnung den Begriff Bio nur für Lebens- und Futtermittel vor. Wachs ist aber eben weder Lebensmittel noch Futtermittel. Offiziell gibt es nur rückstandsfreies Wachs. Das stört uns nun wenig, da wir unser Wachs in erster Linie selbst verarbeiten. Aber mal wieder eine Feinheit im Dschungel der Definitionen.