Die erste Pollenernte

Nachdem wir Anfang der Woche den Bienen mit Beginn der Kirschbaumblüte die Honigräume aufgesetzt haben, geht es nun Schlag auf Schlag. Mittlerweile blühen auch Pfirsich, Zwetschge und Birne, auch die Rapsblüte und Apfelbaumblüte wird nur noch ein paar einzelne Tage auf sich warten lassen. Grund genug mit der Ernte von frischen Blütenpollen zu beginnen. Hierzu haben wir bei ein paar unserer Bienenvölker spezielle Vorrichtungen angebracht, durch die ein Teil der von den Bienen gesammelte Blütenpollen für uns abgezweigt wird.

Nach einer Reinigung, bei der Grassamen und andere Fremdkörper entfernt werden, wird der Pollen getrocknet um haltbar zu werden.

Bei schönen Wetter werden wir nun täglich ein paar Gramm Blütenstaub ernten. Optisch und geschmacklich ein Genuß.

fricher Biopollen ungereinigt

Imkern in den USA

Die Bienenhaltung in Amerika ist etwas anders als bei uns.

Mit der Größe der dortigen Imkereien geht zweifellos auch die Übersichtlichkeit und der Bezug zu den einzelnen Bienenvölkern verloren. Krankheiten sind schwerer festzustellen und können sich auf den Standplätzen mit mehreren hundert Völkern leichter ausbreiten. Hinzu kommt noch der Stress den die Bienen auf tagelagen Transporten zum Beispiel von der Orangenblüte in Florida zu der Mandelblüte in Kalifornien ertragen müssen. Auch der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen und noch größere „grünen Wüsten“ (Monokulturen) als bei uns spielen bei den immensen Verlusten der amerikanischen Imkern sicherlich eine große Rolle.

Bei uns hingegen, geht es noch relativ bescheiden zu. Unsere Bienenstände sind im Normalfall mit max. 20 Bienenvölker besetzt. Eine schnelle Ausbreitung von Krankheiten ist hierdurch eingeschränckt und eine ausreichendes Nahrungsangebot  sichergestellt. Auch sind unsere Bienen auf den Wanderungen maximal 1,5 Stunden unterwegs. Ein ganz anderes Bild als bei Großimkereien- mit mehreren hundert oder gar tausenden  Bienenvölkern.