Behandlung Varroamilbe Oxalsäure

Auch Bienen brauchen Medizin – Gesunde Bienen vrs. Varroamilbe

Jedes Bienenvolk in der westlichen Welt ist von der Varroamilbe befallen. Einzig Australien ist hiervon bisher verschont. Damit die Bienenvölker diesen Befall überleben ist eine Behandlung notwendig und auch gesetzlich vorgeschrieben. Nun im Winter sind die Bienenvölker brutlos. Die Varroamilbe kann sich also nicht mehr in Brutzellen verstecken und vermehren. Optimale Umstände um diesem Parasit auf den Leib zu rücken.

Gesunde Bienen durch Behandlung der Varroamilbe

Sinnvollerweise geschieht dies nach einer kalten Nacht gleich früh am morgen. Die Bienen sitzen eng aneinander und wärmen sich. Optimal um mit dem aufträufeln eines Oxalsäure- Zuckergemisches die Varroamilben möglichst stark zu dezimieren. Das von mir heute angewandete Oxuvar wirkt als Kontaktgift und wird durch die eng beisammen sitzenden Bienen super verteilt, so dass ein sehr großer Anteil der aufsitzenden Varroamilben erfasst wird.

Diese einmalige Behandlung hat einen Wirkungsgrad von 95-98%, es ist somit nicht möglich die Bienenvölker vollständig von der Varroamilbe zu befreien. Ziel ist es aber, den Befallsgrad so niedrig zu bekommen, dass die Bienenvölker erst im kommenden August eine weitere Behandlung benötigen. So ist es möglich die gesamte Honigsaison ohne eine Behandlung gegen die Varroamilbe auszukommen und gesunde Bienen zu halten.

Den meisten wir der Wirkstoff Oxalsäure auch als Inhaltsstoff von Gemüsesorten bekannt sein. Vor allem Rhabarberblätter und Maniok sind hierzu bekannt.

Bereits 2010 habe ich einen kurzen Beitrag zur Varromilbe verfasst. Diesen findet Ihr hier.

Übrigens ist die Varroamilbe eine wesentliche Ursache des Bienensterbens im Winter.

Bienenbeuten im Oktober

Bienen im Oktober/ November 2019

Das schöne an 9 Jahren Blog ist, dass sich manche Ereignisse einfach wiederholen und es somit schon Erfahrungen gibt. Im Jahr 2013 gab es laut meinem damaligen Beitrag: “Den Bienen geht es gut” auch einen warmen Oktober, welcher die Bienenvölker lange in der Brut gehalten hat. So wie in diesem Jahr.

Die ersten Nachtfröste hatten wie um den 9.11. herum. Das bedeutet, die Königin stellt die Eiablage ein und die Bienenvölker sind dann in drei Wochen nach brutfrei.

Endlich kommt somit ein wenig Ruhe in das Bienenvolk. Den der brutfreie Zustand hat für Bienenvölker im Winter doch einige Vorteile:

  • hoch wirksame Behandlungsmöglichkeit gegen die Varroamilbe, da alle im Volk vorhandenen Varroamilben auf Bienen sitzen und sich nicht wie sonst üblich in der Brut verstecken und auch vermehren können
  • Schonung des Bienenvolkes, da die Arbeit für Brutpflege entfällt.
  • Geringere Futteraufnahme/ Futterverbrauch, was die Kotblase der Biene schont. Den Bienen koten nicht im Bienenkasten ab, sondern sammeln den Kot bis zum nächsten Flugwetter.

2014 ein anspruchsvolles Bienenjahr?

Nach einem sehr milden Winter war das Frühjahr für viele Pflanzen zu trocken. Für die Bienen bedeutete dies, trotz schönem Flugwetter wenig Honigertrag, da vor allem der Raps bei großer Trockenheit kaum Nektar produzieren kann.

Im Sommer zeigten sich dann weitere Auswirkungen des milden Winters: Die Varroamilbe hatte sich aufgrund der nur geringen Brutpause der Bienenvölker stark vermehrt. Der Befall zwang teilweise zu einer sehr frühen Behandlung und damit dem Ende des Honigjahres. Doch auch das regnerische Wetter erschwerte die letzte Honigernte und anschließend auch die Varrobehandlung.

Die Honigernte war bei uns über alle Bienenvölker gesehen knapp unter dem Durchschnitt, schwankte aber sehr stark von Standort zu Standort.

Auch dieser Winter ist bisher sehr mild. So wie es aussieht wird auch ein großer Teil unserer Bienenvölker in diesem Winter keine Brutpause einlegen. Der hohe Varroabefall wird uns also auch in diesem Jahr wieder zu schaffen machen.

 

Bienenvölker sind nun winterfertig

Alle unsere Bienenvölker sind nun bereit für den Winter. Die Behandlung gegen die Varroamilbe ist abgeschlossen und das Winterfutter eingelagert. Die kommenden sonnigen Tage werden wir noch für die ein oder andere Nachschau und Stichprobenkontrolle über den Zustand der Bienenvölker nutzen. Der Befall von Varroamilben war in diesem Jahr sehr unterschiedlich. Wir hatten Bienenvölker bei denen im Vergleich zum letzten Jahr kein nennenswerter Unterschied festzustellen war, aber auch relativ viele sehr stark befallene Völker. Dies hat seine Ursachen vermutlich vor allem am warmen Winter und der damit kurzen Brutpause bei den Bienenvölker, was der Vermehrung der Varroamilbe zugute kommt.

 

Was machen unsere Bienen in diesem Mai?

Jedes Jahr hat seine Herausforderungen. In diesem Jahr stimmte zwar lange Zeit das Wetter, aber wie ich hier berichtete fehlte leider das Wasser.

Nichtsdestotrotz sind wir in diesem Jahr mit allem etwas früher dran. Die Bienen sammeln nach den letzten Regenschauern im Raps fleißig Nektar, die ersten Völker kommen im Moment in Schwarmstimmung und wir werden bald auch den ersten Honig 2014 schleudern.

Unseren Bienenvölkern geht es durchweg gut. Bei Sonnenschein herrscht reges treiben am Bienenstand. Wie so etwas aussieht und sich anhört, das folgende kurze Video gibt einen Einblick.

 

Bienenvölker: Bombig

Dieses Jahr verwöhnt uns mit für diese Jahreszeit trockenem und warmen Wetter. Dementsprechend entwickelt sich die Natur und auch unsere Bienenvölker schneller als im letzten Jahr. Die Kirsch-und Rapsblüte steht kurz bevor. Rund 4-6 Wochen früher als 2013.

Unsere Bienenvölker sind in einer Verfassung die mich zeitweise sprachlos macht. Für März besitzen alle unsere Bienenvölker eine enorme Stärke und ein sehr großes Brutnest.

Für einen guten Nektareintrag aus dem Raps wäre nun etwas Regen vorteilhaft.

Bienen sind gesund

Wer Bienenvölker verstellen möchte benötigt hierfür in Baden-Württemberg eine “Gesundheitsbescheinigung für Bienenvölker“. Hierzu werden die Bienenvölker von einem amtlich bestellten Bienensachverständigen untersucht.

Seit Ende letzter Woche ist es nun amtlich: Unsere Bienenvölker sind “frei von Erscheinungen, die auf das Vorhandensein einer anzeigepflichtigen Bienenseuche schließen oder Ihren Ausbruch befürchten lassen. ”
Hauptsächlich geht es hier um die Amerikanische Faulbrut. Ein hoch ansteckendes Bakterium, welches im Regelfall den Tod der Bienenvölker bedeutet. In anderen Ländern der Welt wird diese mit Antibiotikum behandelt, bzw. latent unterdrückt. In Deutschland hingegen ist dies zum Glück nicht zulässig. Die Seuche kann jedoch auch durch Honig von anderen Imkern übertragen werden, aus diesem Grunde sollten Bienen niemals mit fremdem Honig gefüttert werden. Ein Glas infizierter Honig kann ausreichen um die amerikanische Faulbrut auszulösen.

Eine Bienenkrankheit die es also in sich hat.

Mais kann Bienen schädigen

In der heiße Debatte um die Zulassung einer Genmaissorte in Europa hat die EU-Lebensmittelbehörde nun ihre  Unbedenklichkeitsbescheinigung vom März 2012 für die Maissorte Herculex 59122 des US-Agrochemiekonzernes Dow und Dupont zurückgezogen.

Es geben nun neue “wissenschaftliche Informationen”. Die gerade einmal ein Jahr alte Annahme Honigbienen und Marienkäfer würden durch den Genmais nicht geschädigt, sei so nicht haltbar.

Das kritische Testbiotech- Institut hatte bereits im Vorfeld auf Ungereimtheiten hingewiesen. So schwanke die Giftmenge die von den Maispflanzen produziert werden, was Auswirkungen auf nützliche Insekten haben könnte. Auch seien bei den Untersuchungen gängige Standards bei Fütterungsstudien nicht eingehalten worden.

Die Maissorte Herculex setzt mehrere Insektizide frei und ist zugleich tolerant gegen das Totalherbizid Glufosinat.

 

 

 

 

 

Chance auf gentechnikfreies Deutschland?

In den Koalitionsverhandlungen hat die SPD, von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, Ihre Position bezüglich der Agro-Gentechnik verändert. Die Partei schwenkt nun auf die Seite der CSU um und möchte sich für ein gentechnikfreies Deutschland einsetzen.

Vor dem Hintergrund einer möglichen Zulassung des Genmaises “DuPont-Genmais 1507” durch die Europäische Kommision, besteht nun die Möglichkeit das Verbot von Agro-Gentechnik in den Koalitionsvertrag aufzunehmen.

Stimmen Sie hier dafür.