Bio Zertifizierung

Kurz vor Weihnachten hatten wir unser wiederkehrendes Bio-Audit. Sprich ein Auditor kommt zu uns in den Betrieb und schaut sich Rechnungen, Lieferscheine, Wanderbuch, Bestandsbuch, Lagerlisten und vieles mehr an und prüft dies auf Plausibilität. Anschließend geht es dann raus an den Bienenstand und in unserem Falle auch auf unsere eigenen, ebenfalls zertifizierten Streuobstwiesen.

Wenn hier ebenfalls alles in Ordnung ist, wird die EU-ÖKO-Bescheinigung verlängert und wir dürfen auch zukünftig “Bio” auf unseren Honig schreiben.

Vor ein paar Tagen hat uns eben diese Bescheinigung erreicht. Also wir sind auch in zukunft zertifiziert. Alles andere wäre auch eine Überraschung gewesen, schließlich geben wir uns große Mühe und das meiste ist uns auch schon ins Blut übergegangen. Schließlich sind wir nahezu seit dem ersten Tag mit unseren Bienen “BIO” und legen ja auch im privaten Bereich großen Wert auf eine möglichst nachhaltige und ressourcenschonende Lebensweise.

Besuch vom Veterinäram

Heute früh hatten wir eine Kontrolle vom Veterinäramt. Wir wurden auf den Einsatz von Tierarzneimitteln kontrolliert. Wir behandeln ja unsere Bienenvölker einzig gegen die Varroamilbe mit zugelassenen Mitteln und Anwendungen. Den Einsatz von Ameisensäure und Oxalsäure habe ich natürlich sauber dokumentiert, so dass die Kontrolle relativ schnell vorrüber war. Eine Honigprobe wurde ebenfalls gezogen und wird nochmals von stattlicher Stelle geprüft. Wir verzichten sehr bewusst auf den Einsatz andere Medikament im Bienenvolk, da Ameisensäure und Oxalsäure aus Sicht der Rückstansproblematik unbedenklich sind. Insofern sehe ich der Untersuchung sehr gelassen entgegen.

Keine Rückstände

Im September wurde im Rahmen unserer jährlichen Bio-Zertifizierung vom Prüfunternehmen eine Honigprobe gezogen und zur Untersuchung an ein staatlich anerkanntes Rückstandslabor gegeben. Gestern kam das Ergebnis des Standartverfahrens: Keine Rückstände in unserer Honigprobe. Alles andere hätte mich zwar überrascht, aber man freut sich trotzdem.

Honigprobe

Diese Woche hatten wir  wieder unangemeldeten Besuch von zwei netten Mitarbeiter der Lebensmittelüberwachungsbehörde:

Zwei unserer Honiggläser werden nun auf die richtige Kennzeichung und auf die fehlerfreie Zusammensetzung des Honiges im staatlichen Labor geprüft. In ca. 6 Wochen würden wir bei  einer Beanstandung Bescheid bekommen.

Bio-Kontrolle 2013

Beim diesjährigen Besuch der Bio-Kontroleurin haben wir keine Beanstandungen erhalten. Neben einer Prüfung der relevaten Aufzeichnungen zum Beipiel über die Behandlung der Bienenvölker und den Einkauf wurden auch Stichprobenkontrollen direkt bei unseren Bienen unternommen.

 

Imkerstethoskop?

Beim Austausch mit anderen Imkerkollegen nimmt man doch das ein oder andere Interessante mit. So hatte mir ein Imkerkollege vor Weihnachten berichtet, dass er seine Völker im Winter mit einem Stethoskop abhört. So würde er schnell und ohne die Völker zu öffnen erkennen, ob diese noch leben.

Für mich hörte sich dies nach einer Arbeitserleichterung an. Vor allem bei unseren Verkaufsvölkern würde ich so auf einfache und schnelle Art evtl. Verluste im Winter feststellen können. Eine bessere Auftragsabwickelung wäre die Folge.

Leider hat sich diese Methode bei uns nicht verwirklichen lassen. Mit dem bestellten Stethoskop kann man zwar sehr schön das eigene Herz abhören. Aber aus dem Bienenkasten ließen sich leider keine Geräusche erkennen. Egal ob von oben, rechts, links, vorne oder hinten. Es blieb still. Erst beim abheben des Deckels wurden die Bienen sichtbar. Aber das geht auch ohne Stethoskop.

Mit 5 Euro für das schöne rote Stethoskop hält sich der Verlust aber auch in Grenzen.

stetoskop bienen kontrolle

Angriff der Mäuse

Mäuse können vor allem im Winter eine ernstzunehmende Gefahr für ein Bienenvolk werden. Auf der Suche nach einem Platz zum überwintern finden Mäuse im Herbst oft in ungeschützten Bienenkästen Unterschlupf. Dort ist es trocken und Nahrung ist ausreichend vorhanden. Für die Bienenvölker führt dieser Gast oft in den Tod. Die ständige Unruhe durch die Maus kostet die Bienen eine Menge Kraft und auch das Winterfutter der Bienen ist dann knapp.

Um das eindringen der Mäuse zu verhindern bringen wir im Herbst ein Maschendraht am Flugloch an. Durch diesen können die Bienen noch ein- und ausfliegen, die Maus hat jedoch keine Chance.

Was für Schäden an Bienen und Material entstehen können, zeigt das folgenden Foto. Hier haben wir das Schutzgitter nicht sorgfältig angebracht und eine Maus gelangte ins “gemachte Nest”.”

 

Genpollen- Fund in drei Auslandshonigen

Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) vom 6. September zum Thema Gentechnik und Honig hat die baden-württembergische Lebensmittelüberwachung nun im Rahmen des Sonderuntersuchungsprogrammes zu gentechnisch veränderten Organismen (GVO) Genpollen in drei Auslandshonigen nachgewiesen. Betroffen sind zwei kanadische Rapshonige und ein ohne weitere Herkunfstangaben ausgezeichnete Honig aus “Nicht-Eu-Staaten”.

In Honig aus Baden- Württemberg und Deutschland wurde seit Beginn der Untersuchungen auf GVO  vor 10 Jahren übrigens noch nie eine Verunreinigung nachgewiesen.