Besuch vom Veterinäram

Heute früh hatten wir eine Kontrolle vom Veterinäramt. Wir wurden auf den Einsatz von Tierarzneimitteln kontrolliert. Wir behandeln ja unsere Bienenvölker einzig gegen die Varroamilbe mit zugelassenen Mitteln und Anwendungen. Den Einsatz von Ameisensäure und Oxalsäure habe ich natürlich sauber dokumentiert, so dass die Kontrolle relativ schnell vorrüber war. Eine Honigprobe wurde ebenfalls gezogen und wird nochmals von stattlicher Stelle geprüft. Wir verzichten sehr bewusst auf den Einsatz andere Medikament im Bienenvolk, da Ameisensäure und Oxalsäure aus Sicht der Rückstansproblematik unbedenklich sind. Insofern sehe ich der Untersuchung sehr gelassen entgegen.

Imkerstethoskop?

Beim Austausch mit anderen Imkerkollegen nimmt man doch das ein oder andere Interessante mit. So hatte mir ein Imkerkollege vor Weihnachten berichtet, dass er seine Völker im Winter mit einem Stethoskop abhört. So würde er schnell und ohne die Völker zu öffnen erkennen, ob diese noch leben.

Für mich hörte sich dies nach einer Arbeitserleichterung an. Vor allem bei unseren Verkaufsvölkern würde ich so auf einfache und schnelle Art evtl. Verluste im Winter feststellen können. Eine bessere Auftragsabwickelung wäre die Folge.

Leider hat sich diese Methode bei uns nicht verwirklichen lassen. Mit dem bestellten Stethoskop kann man zwar sehr schön das eigene Herz abhören. Aber aus dem Bienenkasten ließen sich leider keine Geräusche erkennen. Egal ob von oben, rechts, links, vorne oder hinten. Es blieb still. Erst beim abheben des Deckels wurden die Bienen sichtbar. Aber das geht auch ohne Stethoskop.

Mit 5 Euro für das schöne rote Stethoskop hält sich der Verlust aber auch in Grenzen.

stetoskop bienen kontrolle

Angriff der Mäuse

Mäuse können vor allem im Winter eine ernstzunehmende Gefahr für ein Bienenvolk werden. Auf der Suche nach einem Platz zum überwintern finden Mäuse im Herbst oft in ungeschützten Bienenkästen Unterschlupf. Dort ist es trocken und Nahrung ist ausreichend vorhanden. Für die Bienenvölker führt dieser Gast oft in den Tod. Die ständige Unruhe durch die Maus kostet die Bienen eine Menge Kraft und auch das Winterfutter der Bienen ist dann knapp.

Um das eindringen der Mäuse zu verhindern bringen wir im Herbst ein Maschendraht am Flugloch an. Durch diesen können die Bienen noch ein- und ausfliegen, die Maus hat jedoch keine Chance.

Was für Schäden an Bienen und Material entstehen können, zeigt das folgenden Foto. Hier haben wir das Schutzgitter nicht sorgfältig angebracht und eine Maus gelangte ins „gemachte Nest“.“

 

Genpollen- Fund in drei Auslandshonigen

Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) vom 6. September zum Thema Gentechnik und Honig hat die baden-württembergische Lebensmittelüberwachung nun im Rahmen des Sonderuntersuchungsprogrammes zu gentechnisch veränderten Organismen (GVO) Genpollen in drei Auslandshonigen nachgewiesen. Betroffen sind zwei kanadische Rapshonige und ein ohne weitere Herkunfstangaben ausgezeichnete Honig aus „Nicht-Eu-Staaten“.

In Honig aus Baden- Württemberg und Deutschland wurde seit Beginn der Untersuchungen auf GVO  vor 10 Jahren übrigens noch nie eine Verunreinigung nachgewiesen.

 

Bio Kontrolle 2011

Diese Woche stand bei uns die Bio- Kontrolle an. Hier geht es im wesentlichen darum, zu überprüfen, ob wir die Vorschriften der EU- Bio- Verordnung einhalten. Diese Kontrolle ist auch für ordentlich geführte Betriebe kein Vergnügen. Der Prüfer möchte auch über Kleinigkeiten genau Bescheid wissen. Zusammen werden die Unterlagen des vergangenen Jahres durchgegangen und geprüft ob zum Beispiel nur Betriebsmittel mit Bio-Zertifikat zugekauft wurden, Wachs- und Honiguntersuchungen stattfanden, welche Bienenvöker wann an welchem Standort waren, ob die Bienenvölker genügend Wasser und Pollen in der Umgebung finden, welche Mengen geerntet wurden und wie diese vermarktet werden, wie die Völker das Jahr über geführt wurden, wie mit Schädlingen umgegangen wird, wie was dokumentiert wird…..

Alles in allem ein anstrengender Nachmittag mit viel geblättere in den Unterlagen, einer Besichtigung der Betriebsräume, einer Begehung unserer landwirtschaftlichen Flächen und ein Besuch bei den Bienenvölkern.

Ich denke, dass der Prüfer am Ende zufrieden war. Zwar war ein Plan unseres Wanderplatzes im Badischen nicht auffindbar und ein Zertifikat unseres Bienenfutterlieferanten nicht ausgedruckt, aber diese Unterlagen konnte ich bereits nachreichen. Nun warten wir noch auf das Ergebnis.