Bau von Kunstschwarmkisten

Eigentlich sollte, laut guter Lehrmeinung die Zeit im Winter zur Wartung und zum Bau von benötigtem Material benötigt werden. Aber im Wandel der Zeit sind in unserer Imkerei im Winter auch viele administrative Arbeiten zu erledigen und vor allem ist dies die Hauptzeit für den Honigverkauf. In dieser “Zeit zwischen der Bienensaison” gibt es mittlerweile also auch eine Menge zu erledigen, so dass hier nicht alle notwendigen arbeiten, wie gewünscht erledigt werden können.

Vor allem hat diese Herbst und Winterzeit ein Manko:

Wir wissen noch nicht wie die Bienenköniginnen aus unserer Zucht, unsere Bienenableger, die Jungvölker….im kommenden Jahr nachgefragt werden. Aus diesem Grunde haben wir nun, knapp 4 Wochen vor der letzten Honigernte noch einmal ein paar Stunden im Bastelkeller verbracht und unseren Vorrat an Kunstschwarmkisten erhöht. Mittels dieser Kisten, bilden wir einen Teil unserer Jungvölker mit der letzten Honigernte von Mitte Juli- Mitte August. Diese Methode ist an den natürlichen Schwarmtrieb der Honigbiene angelehnt.

Und nein: Die Bienen bekommen weder Cola, noch Mezzo Mix. Einfaches Zuckerwasser aus unserem Bio- Zucker müssen für den 24 stündigen Aufenthalt in diesen gut durchlüfteten Kisten ausreichen, danach haben die Bienen sich zu einem neuen Volk zusammengefunden und entwickeln sich nach der Umsiedlung in einen normalen Bienenkasten so stark, dass im kommenden Jahr Honig geerntet werden kann.

Wildbienen und Honigbienen- beide gefährdet

Auf der Seite des Handelsblattes findet sich ein Filmchen über Wildbienen. Mehr als die Hälfte der unzähligen Wildbienenarten sind bestandsgefährdet. Neben dem Bienensterben bei den verschiedenen Rassen der Honigbiene eine weitere negative Meldung für die auf die Bestäubung angewiesene Landwirtschaft und Natur. Die Honigbienen können die Wildbienen nicht ersetzen. Hinzu kommen noch die nicht allzu rosigen Zukunftsaussichten.

Zum Film

Frühjahrsblüte- und Rapsblüte

In den letzten Tagen hat bei zunehmend wärmeren Wetter die Raps- und auch die Apfelbaumblüte begonnen. Im Vergleich zum letzten Jahr ca. 12 Tage später, aber gerade dies ist in diesem Jahr für unsere Bienen genau richtig. Durch den späten Beginn der Blüte hatten unsere Bienenvölker noch etwas mehr Zeit sich zu wachsen. Die vergangene Kirsch- und Birnenbaumblüte dienten Ihnen zur ersten Nahrungversorgung und zur Einlagerung von etwas Honig. Mit der nun begonnenen Raps- und Apfelbaumblüte wachsen die Honigvorrate innerhalb kürzester Zeit enorm an. Wichtig ist vor allem beim Raps, dass hier genug Feuchtigkeit im Boden vorhanden ist, ansonsten geht bei der Rapspflanze die Nektarerzeugung zurück. Aber auch die Bienen brauchen angenehmes Flugwetter. Zwischen 15° und 30° sollten es schon sein. Am besten windstill.

Für uns immer ein schöner Moment, wenn die Saison an den Bienenständen wieder startet. Auch wenn die kommenden Monate doch zweitweise arbeitsintensive Zeiten bringen werden. Neben den Arbeiten am Bienenstand, mit der Schwarmkontrolle, der Zucht und der Ablegerbildung, der Wanderung, Honigschleuderung gehen natürlich auch die bisherigen Tätigkeiten weiter: Abfüllen, etikettieren, Honig ausliefern, Reparaturen, Obstbauarbeiten und vieles mehr.

 

 

Aus zwei mach eins

Bei meiner Futterkontrolle unserer Bienenvölker entdeckte ich auch das ein oder andere schwache Volk.

Bienenvölker die wie auf dem Bild nur eine Wabengasse besetzen sind sehr schwach und werden in der kommenden Saison keinen Honig einbringen. Hier hilft nur das vereinigen mit einem anderen Bienenvolk. Zusammen haben die Bienenvölker dann eine bessere Überlebenschance und bringen auch einen höheren Honigertrag. Zum Vergleich: Starke Bienenvölker besetzen im Moment fast alle Wabengassen.

 

Farbige Bienenkönigin

Im Gegensatz zu uns zeichnen viele Imker die Bienenkönigin um Sie im Bienenstock besser zu finden.
Hierzu wird der Königin ein farbiges Blättchen auf den Rücken geklebt. Hierfür braucht es ein ruhiges Händchen,ein scharfes Auge und Zeit.

Jetzt gibt es eine weitere Methode. Dabei wird schon der Bienenlarve ein entsprechender Farbstoff in den Futtersaft gegeben und so von der zukünftigen Königin von Anfang an mit jedem Bissen aufgenommen. Bei der Verpuppung färbt sich dann die Königinn durch und durch in der jeweiligen Farbe.

Ein vielleicht nützliches Verfahren für ältere Imker und Berufsimker.
Aber ein farbige Königinn finde ich doch etwas unnatürlich. Für uns kommt dieses Verfahen auf jeden Fall nicht in Betracht.
Ich denke auch, dass uns dies durch die Bio- Richtlinen sowieso verboten würde.

Spürnase Biene…

Ein Film über den möglichen Einsatz von Bienen zur Sprengstoff- und zur Biowaffenortung. Hier wird sich der fabelhafte Geruchsinn der Bienen zunutze gemacht. Vielleicht gut für die Sicherheit, aber wahrscheinlich schlecht für die normalerweise freilebende Biene, die nun auf einem Träger angebracht ist.

Auch der Einsatz von Bienen in der Raumfahrt wird angedacht.

Klimabiene

Ein neues Forschungsprojekt, dass die Honigbiene im Visier hat. Auf der Internetplattform www.klimabiene.de sollen möglichst viele Daten über die Honigbiene gesammelt werden. Mittels SMS, E-Mail… kann jeder seinen Teil dazu beitragen.

 

Das Gedächtnis der Honigbiene

Honigbienen lernen laut wissenschaftlichen Untersuchungen sehr schnell. Laut Prof. Randolf Menzel basiert das Lernverhalten der Honigbiene, ebenso wie beim Menschen und anderen Tieren auf dem Belohnungmuster.

Erhält die Biene für ein bestimmtes Verhalten, zum Beispiel ein Besuch der Löwenzahnblüte eine Belohnung in Form von Nektar und Pollen vergisst Sie dies eine Woche lang nicht mehr. Ab einer dreimaligen Belohnung für ein Verhalten, merkt die Honigbiene sich das Verhalten für den Rest Ihres Lebens.

Das ausgezeichnete Gedächtnis der Honigbiene wird in ein Kurz-, Mittel-, und Langzeitgedächtnis unterschieden und können sehr viele Farbmuster und Düfte unterscheiden.

 

Schlafen Bienen?

Bienen die tagsüber Pollen und Nektar sammeln ruhen sich in der Tat nachts aus. Sie zeigen dabei ähnlich anzeichen von Schlaf wie der Mensch.

Die Atmung beruhig sich, die Körpertemperatur fällt ab und Sie bewegen sich nicht vom Fleck. Allerdings braucht die Brut rund um die Uhr die Pflege der Ammenbienen. Diese halten auch die Raumtemperatur behaglich und reagieren, im Gegensatz zu den schlafenden Bienen schnell und unwirsch auf Störungen.

Auch in der Nacht zeigt sich also wieder das hervorragende Sozialverhalten der Honigbiene.