Bienenweidekatalog

Durch die in der Vergangenheit zugenommene Monokulturen in der Landwirtschaft nimmt das Nahrungsangebot für viele Insekten, darunter auch das der Honigbienen ständig ab. Folge sind Krankheiten und eine unzureichende Ernährung der für unser Ökosystem und die Bestäubung so wichtigen Insekten.

Diese Problematik ist auch der grün- roten Landesregierung bei uns in Baden- Württemberg offensichtlich bewusst. Der nun vorgestellte Bienenweidekatalog enthält Vorschläge zur Begrünung mit für Insekten nützlichen Pflanzen und soll dazu beitragen das Trachtangebot zu verbessern und die Trachtzeit zu verlängern.

Es werden vor allem nektar- und pollenreiche Pflanzen vorgeschlagen, die auf Unternehmensgeländen, in der Land- und Forstwirtschaft, sowie von Privatpersonen ausgesäht und gepflanzt werden können.

Auch ich werde mir hier in Zukunft sicher die ein oder andete Anregung holen. B

Zustand der Bienenvölker

Die Bienenvölker sind dir Grundlage einer jeden Imkerei. Aus diesem Grunde sind auch wir sehr um unsere Bienen besorgt. Vor allem nach den momentanen heftigen Winden lohnt einmal ein Kontrollgang am Bienenstand. Diese Gelegenheit nutze ich auch meist zur stichprobenartigen Zustandskontolle der Bienenvölker. In diesem Jahr hatten wir bisher noch keine Ausfälle. Eine sorgsame Bekämpfung der Varroamilbe scheint sich allemal zu lohnen. Aber dies ist nur ein Teil der Miete. Eine sorgsame Auswahl des Standortes ist, neben weiteren Kriterien ein weitere wichtiger Faktor für eine sicher und gesunde Haltung der Bienenvölker. Wir achten hierbei vor allem im Winter auf eine wettergeschütze warme Lage, ein breites und ausreichendes Pollen- und Wasserangebot und möglichst weit von Flächen auf denen Pflanzenschutzmittel ausgebracht werden entfernt.

 

Summ mir das Lied vom Tod

Mindestens zwei Mal/ Woche werden wir auf das Bienensterben angesprochen. Den medialen Höhepunkt erreichte das Bienensterben sicherlich vor vier Jahren mit falsch gebeizten Maissaatgut welches das Nervengift Clothianidin enthält.

Doch die Probleme der Bienen sind nach wie vor groß. Neben den Pflanzenschutzmitteln ist mehr den je auch die Intensivierung der Landwirtschaft, vor allem des Maisanbaues ein Problem. Wir haben hier zum Glück, in der kleinstrukturierten Umgebung vor unsrer Haustür noch keine allzu großen Probleme.

Auch die Angst vor der Zulassung von GVO schwebt ständig mit.

Der Film “Summ mir das Lied vom Tod” begibt sich mit verschiedenen Imkern, Bienenwissenschaftlern und der Chemieindustrie auf die Suche nach möglichen Ursachen für das Bienensterben und beleuchtet auch das Zustandekommen von Grenzwerten und die Zulassungskriterien für Pflanzenschutzmittel.

Ein sehr lehrreicher und immer noch aktueller Film:

 

 

Neuer Parasit bei Honigbienen

Das weltweite Bienensterben ist ein Rätsel, welches seit vielen Jahren die Forscher beschäftigt.

Im Verdacht stehen Pestizide, Gentechnik, Krankheitserreger und verschiedene Parasiten allen voran die Varroa Milbe.

Durch Zufall haben Wissenschaftler der San Francisco State University eine parasitäre Fliege bei Honigbienen entdeckt, die bisher nur bei Hummeln bekannt war. Die Fliege nistet sich aber nach neusten Erkenntnissen auch bei Honigbienen ein. Die befallenen Bienen verlassen daraufhin den Bienenstock zu einem Rundflug und sterben.

Bisher wurde die Fliege Apocephalus borealis nur in Kalifornien und South Dakota bei Honigbienen nachgewiesen, könnte aber in naher Zukunft weltweit die Bienenvölker bedrohen.

Die Fliege legt Ihre Eier in der Honigbiene ab, welche sich daraufhin wie ein Zombie verhält, den Orientierungssinn verliert und stirbt. Die Fliege kann auch anschließend noch aus Eiern in den schon toten Bienen schlüpfen.

Welche Rolle dieser neu entdeckte Parasit im weltweiten Bienensterben spielt, muss noch genauer untersucht werden.

Im Honig sind Rückstände der Fliege nicht zu finden.

Honigbienen gut durch den Winter gekommen

Jetzt liegen auch die Zahlen zu den Winterverlusten 2010/2011 vor.

Die Landwirtschaftskammer NRW hatte hierzu im Frühjahr eine Umfrage unter den Imkern durchgeführt.

Das Ergebnis: 84% der Bienenvölker haben den diesjährigen Winter überlebt.
Im Schnitt ist dies für Deutschland ein relativ gutes Ergebnis.

Bienensterben wird zur globalen Herrausforderung

Ein UNO- Bericht schlägt Alarm.

Nachdem in den vergangenen Jahren das Bienensterben vor allem in Nordamerika und Europa auftrat scheinen nach neusten Erkenntnissen nun auch Afrika und Asien betroffen. Vor allem in China und Japan sind enorme Verluste zu beklagen.

Als Gründe werden vor allem durch die Globalisierung verschleppte Bakterien, Pilze und Viren, der zunehmende Einsatz von Insektiziden in der Landwirtschaft und mangelndes Nahrungsangebot verantwortlich gemacht.

Hier finden Sie auch einen Artikel von Spiegel Online zum globalen Bienensterben.

Banker berechnen das Bienensterben

Die niederländische Rabobank hat sich in einer Studie dem seit mehreren Jahren grassierenden Bienensterben angenommen.

Die Banker empfehlen Behörden, Wissenschaftlern, den Agro- Chemiekonzernen, der Lebensmittelindustrie, Landwirten und Imkern die Forschung nach der Ursache des Bienensterbens gemeinsam zu verstärken und die enorme Bestäubungsleistung der Honigbiene nicht als gegeben hinzunehmen. Es werde mehr “Biodiversität in der agrarischen Produktion” benötigt, sonst könnten sogar einige Nahrungspflanzen auf dieser Erde nicht mehr profitabel angebaut werden.

In Zahlen ausgedrückt sind dies immense Summen.  Da die Bienen für 80-90 Prozent der tierischen Bestäubung verantworten kommen die Analysten der Rabobank auf einen Wert der Bestäubungsleistung  in den USA von 15-20 Mrd. Dollar im Jahr.