Behandlung

Ein Muß in Deutschland ist die Behandlung gegen die Varroamilbe. Dies ist gesetzlich vorgeschrieben. Wir nutzen gerade die kalten Temperaturen um unsere Bienenvölker mit Oxalsäure zu behandeln. Dies geht sehr schnell und Rückstände in der kommenden Honigernte sind nahezu ausgeschlossen. Für alle die das genaue Vorgehen und noch mehr Details interessiern: Schaut auf unserem Youtibekanal das passende Video dazu:

Winterbehandlung- Theorie

Winterbehanldung von Bienenvölker- Praxis

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Antibiotikaeinsatz

Immer mehr Menschen sterben an Bakterien, gegen die kein Antibiotikum mehr hilft. Ein Grund sich einmal mit den verschiedenen Einsatzgebieten außerhalb der Humanmedizin zu beschäftige.

Vor allem die Massentierhaltung steht im Verdacht eine Brutstätte für resistente Bakterien zu sein.

In hermetisch abgeriegelten Ställen werden auf engstem Raum mehrere hundert, oder gar tausende Tiere gehalten. Eine Infektion kann sich hier ungehindert ausbreiten. Aus diesem Grunde wird auch vorbeugend schon Antibiotika zum Beispiel dem Trinkwasser bei Schweinen und Hühnern zugemischt.

Bei jeder Infektion gibt es ein immer Keime die gegen Antibiotika resistent sind, und welche die Behandlung überleben. Bei einer dauerhaften Gabe werden diese resistenten Bakterien immer weiter „gezüchtet“ und nehmen überhand. Aus diesem Grunde lernt man schon als Kind, das Antibiotika die der Arzt verschrieben hat, genau nach Vorschrift eingenommen werden sollen.

In Niedersachsen, mit seinen riesigen Mastställen werden die resistenten Keime- vor allem MSRA mittlerweile sehr häufig gefunden. So sind Nachweise des Keimes der vermutlich bereits jetzt schon tödliche Infektionen größeren Ausmaßes verursacht in Krankenhäusern, im Boden und auch auf Menschen erbracht worden. Ein Kratzer in der Haut zum eindringen, zur Infektion und letztendlich zum Verlust der Hand oder dem versagen von Organen führen. .

Einige Experten warnen jetzt davor Fleisch aus Massentierhaltung ohne Einweghandschuhe in der Küche zu verarbeiten.

Wie konnte es soweit kommen?

Die Ursachen sind sicherlich im Wunsch nach billigem und vielem Fleisch sowie Lobbyismus zwischen Agrarindustrie und Politik zu suchen.

Andere Länder sind hier schon weiter:

In Dänemark wird ein Gesetz verabschiedet, das Kindern und Jugendlichen aus gesundheitlichen Gründen den Zutritt zu großen Masttierställen verbietet. Auch die Ausgabe der Antibiotika an die Landwirte wurde streng reglementiert.

Eine Gefahr die lange unterschätzt wurde, und die in letzter Zeit in immer mehr Medien aufgegriffen wird. So berichtete die Zeit auch über eine Untersuchung des BUND: Neun von Zehn Putenfleischproben sind mit multiresistenten Keimen belastet.

Betrachten wir auch die weltweiten Innereien unter dem Gesichtspunkt von Antibiotikaeinsatz.

In Deutschland ist der Einsatz von Antibiotika in der Bienenhaltung zum großen Glück nicht erlaubt. Das andere extrem finden wir in den USA. Um die durch ein Bakterium verursachte Amerikanische Faulbrut zu bekämpfen wird hier dem Futter regelmäßig Antibiotika beigemischt. Die Erreger werden somit immer wieder unter die Schadschwelle der klinischen Symptome gedrückt. Genau diese andauernden Gaben fördern Resistenzen. Auch in anderen Ländern ist Antibiotika zum Behandeln der Bienenvölker zugelassen und wird auch angewandt.

In Deutschland werden befallene Bienenvölker abgetötet. Da die Anzahl nicht allzu groß ist ist dieser Weg im Vergleich zur konstanten Antibiotikagabe auch ethisch noch vertretbar.

Durch diese Vorgehensweise sind die Imkerei in Deutschland auch frei von Antibiotika. Antibiotikarückstände in deutschem Honig konnten nur über ein Pflanzenschutzmittel zur Bekämpfung von Feuerbrand hervorgerufen werden. Dieses ist aber zum Glück seit diesem Jahr nicht mehr zugelassen.

Bienen sind gesund

Wer Bienenvölker verstellen möchte benötigt hierfür in Baden-Württemberg eine „Gesundheitsbescheinigung für Bienenvölker„. Hierzu werden die Bienenvölker von einem amtlich bestellten Bienensachverständigen untersucht.

Seit Ende letzter Woche ist es nun amtlich: Unsere Bienenvölker sind „frei von Erscheinungen, die auf das Vorhandensein einer anzeigepflichtigen Bienenseuche schließen oder Ihren Ausbruch befürchten lassen. “
Hauptsächlich geht es hier um die Amerikanische Faulbrut. Ein hoch ansteckendes Bakterium, welches im Regelfall den Tod der Bienenvölker bedeutet. In anderen Ländern der Welt wird diese mit Antibiotikum behandelt, bzw. latent unterdrückt. In Deutschland hingegen ist dies zum Glück nicht zulässig. Die Seuche kann jedoch auch durch Honig von anderen Imkern übertragen werden, aus diesem Grunde sollten Bienen niemals mit fremdem Honig gefüttert werden. Ein Glas infizierter Honig kann ausreichen um die amerikanische Faulbrut auszulösen.

Eine Bienenkrankheit die es also in sich hat.

Den Bienen geht es gut

Bei den für Ende Oktober überraschend hohe Temperaturen können die Bienen nochmals richtig Pollen sammeln und so die Vorräte für den Winter noch einmal aufzustocken. Hauptsächlich Efeu und Phacelia werden von unseren Bienen gerade beflogen.

Die letzten Tage habe ich noch einmal zu einer der letzten Völkerdurchsichten genutzt. Dabei wurden schwache Völker miteinander vereinigt um die Überwinterung zu sichern. Zum Schutz vor ungeliebten Gästen sind nun auch die Mäusegitter angebracht. Dabei habe ich mir auch den (hoffentlich) letzten Bienenstich in diesem Jahr eingefangen.

Der nächste Schritt an den Bienen wird die Behandlung gegen die Varroamilbe mit Oxalsäure sein. Der Zeitpunkt wird wie so vieles in unserem Beruf von der Natur vorgegeben: Drei Wochen nach den ersten Frösten sind die Bienenvölker brutfrei, nur dann wirkt die Behandlung.

Gesundheitszeugniss

Bei uns in Baden- Württemberg ist ein Gesundheitszeugniss für die Bienenvölker Pflicht, wenn mit diesen gewandert wird, oder deren Standplatz verlegt wird.
Da wir mit fast allen Bienenvölkern wandern und unsere Bienen und Königinnen deutschlandweit und zum Teil auch europaweit verkaufen ist der Besitz eines Gesundheitszeugnisses also bei uns Pflicht.
Ausgestellt wird dies von dem jeweils für den Bienenstandort zuständigen Bienensachverständigen, dem verlängerten Arm des Veterinäramtes.
Heute hatten wir Besuch unserem zuständigen Bienensachverständigen und konnten bei relativ milden Temperaturen die Bienenvölker öffnen und die Untersuchung vornehmen.
Das Ergebnis bei den untersuchten Bienen: Gesund, aber aufgrund des kalten März noch relativ schwach.

Bienen geht es gut

Bei dem derzeitigen milden Wetter können wir zum ersten Mal seit Weihnachten einen Blick in die Bienenkästen werfen. Was wir im Moment sehen sieht sehr schön aus: Gesunde und starke Bienenvölker. Jetzt ist vor allem darauf zu achten, dass die Bienen noch genügend Futter haben, um die Kälte- und Schlechtwettereinbrüche bis zur Kirschbaumblüte im April zu überdauern. Den erst mit der Blüte der Obstbäume steht wieder mehr als genug Nahrung für die Bienenvölker zur Verfügung.

 

Bienengesundheit-Weiterbildung die sich lohnt

Noch ist Zeit die ein oder andere Weiterbildung zu besuchen. Heute ging es zum Landesverband Württembergischer Imker nach Reichenbach. Dr. Rosenkranz, Leiter des Bieneninstitutes an der Universität Hohenheim berichtete von den neusten Erkenntnissen über Bienenkrankheiten und deren Ursachen.

Neben der amerikanischen Faulbrut ist vor allem die Varroamilbe im Zusammenhang mit den von Ihr übertragenen Viren die größte Gefahr für Leib und Leben der Honigbienen. Daran wird sich wohl auch in naher Zukunft nichts ändern.

Andere Viren, Pilze und Krankheiten spielen momentan bei uns in Württemberg eine untergeordnete Rolle. Eine Behandlung ist in Deutschland momentan auch nur gegen die Varroamilbe machbar und gesetzlich sogar vorgeschrieben. Alle anderen Krankheiten der Honigbiene und der Bienenbrut lassen sich meist nur mit Antibiotika behandeln. In Deutschland ist dies jedoch, im Gegensatz zu den USA oder anderen Ländern nicht zugelassen. Ein sehr schöner Nebeneffekt: Es darf keine Rückstände von Antibiotika in deutschem Honig geben. Uns als Bio-Imkerei wäre der Einsatz von Antibiotika sowieso sehr fremd.

 

Den Bienen geht es gut

Als Bio- Imkerei behandeln wir unsere Bienenvölker nur mit Ameisensäure und Oxalsäure. Bei uns gab es Anfang November den ersten Schnee und auch den ersten Frost über ein paar Nächte. Das bedeute für uns, dass wir drei Wochen später die notwendige Behandlung gegen die Varroamilbe mit Oxalsäure durchführen können. Am Wochenende bei klirrender Kälte war es nun soweit. Wir haben alle unsere brutfreien Bienenvölker behandelt.

Ein spannender Moment, da wir als Imker zum ersten Mal seit zwei- drei Monaten wieder einen Blick in die Bienenvölker werfen. Die brennende Frage: Gibt es schon Ausfälle? Wie stark sind die Völker?

Bisher haben wir eine Ausfallquote von 0% und die allermeisten Völker sehen stark aus.  Hoffen wir, dass dies auch bis zur neunen Honigsaison im April/ Mai so bleibt.

Bienenweidekatalog

Durch die in der Vergangenheit zugenommene Monokulturen in der Landwirtschaft nimmt das Nahrungsangebot für viele Insekten, darunter auch das der Honigbienen ständig ab. Folge sind Krankheiten und eine unzureichende Ernährung der für unser Ökosystem und die Bestäubung so wichtigen Insekten.

Diese Problematik ist auch der grün- roten Landesregierung bei uns in Baden- Württemberg offensichtlich bewusst. Der nun vorgestellte Bienenweidekatalog enthält Vorschläge zur Begrünung mit für Insekten nützlichen Pflanzen und soll dazu beitragen das Trachtangebot zu verbessern und die Trachtzeit zu verlängern.

Es werden vor allem nektar- und pollenreiche Pflanzen vorgeschlagen, die auf Unternehmensgeländen, in der Land- und Forstwirtschaft, sowie von Privatpersonen ausgesäht und gepflanzt werden können.

Auch ich werde mir hier in Zukunft sicher die ein oder andete Anregung holen. B