Blütenzauber Blütenhonig aus der Obstbaumblüte

Das große Blühen – die Grundlage für unseren Blütenzauber einen einmaliger Blütenhonig

Jetzt, Mitte April hat das große Blühen begonnen. Neben Apfel -, Kirsch-, und Birnenbaum blühen auch viele Zwetschgenbäume, der Löwenzahn und auch etwas entfernt zu unseren Bienenständen ein paar kleinere Rapsfelder. Bei sonnigen und überwiegend warmen Temperaturen sammeln unsere Bienenvölker fleißig Nektar aus dem dann unser Blütenzauber Honig wird. Dieser Blütenhonig ist auch die erste Honigschleuderung im Jahr. Das Besondere dabei ist, dass wir hier in der Region nahezu ausschließlich Streuobstwiesen haben, viele davon noch mit Bio-Zertifizierung. Vor allem seit unser örtlicher Obst- und Gartenbauverein eine Gruppenzertifizierung nach der EU-ÖKO-Verordnung anbietet, ist dies auch für viele kleine Stückle und Wiesenbesitzer eine interessante Option und die zertifizierte Fläche nimmt deutlich zu. Uns freut dies besonders, den nicht nur Bienen, sondern auch Schmetterlinge und andere Insekten finden so einen besseren Lebensraum.

Trockenheit und Honig

Des einen Freud, des anderen Leid. Wir als Bioimker freuen uns momentan noch am trockenen, warmen Wetter. Unser Bienen können fleißig fliegen und Nektar sammeln. Hier bei uns in der Nähe von Stuttgart auf dem Schurwald haben wir lehmige, schwere Böden, welche das Wasser im Vergleich zu anderen Bodenarten, zum Beipiel auf der Alb gut speichern können. Aber für die Natur und für die Landwirte ist es natürlich schon wieder ein zu trockener April. Die Auswirkung bekommen dann vermutlich auch unsere Bienen zu spüren. Den für unseren Rapshonig fahren wir in ein paar Tagen traditionell die paar Kilometer auf die Schwäbische Alb. Hier leitet der Raps schon jetzt unter der Trockenheit und für einen guten Honigertrag ist dies natürlich nicht förderlich. Hoffen wir also, zusammen mit den Landwirten auf ein paar Tage Regen.

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Waldhonig im 500g Glas

Waldhonig immer flüssig?

Jeder gute und vor allem nicht wärmegeschädigte Waldhonig wird irgendwann einmal fest. Dabei fällt vor allem der im Honig vorhandene Fruchtzucker aus und bindet sich an sogenannte Kristallisationskeime, wie zum Beispiel Pollen oder Luftblasen. Der Honig “verzuckert” – kristallisiert.

Waldhonig hat in der Regel einen hohen Fruchtzuckergehalt und bleibt daher von sich aus länger flüssig als zum Beispiel Rapshonig. Vor allem da der viel vorhandene Fruchtzucker im Honig keine Kristalle bildet. Ausgenommen sind sogenannte Dreifachzucker (Melizitose). Dieser Zuckerart kann ebenfalls in Waldhonigen vorkommen und bewirken eine schnelle und vor allem grobe Kristallbildung.

Je nach genauer Zuckerzusammensetzung kann der Waldhonig also ein paar Tage, aber auch ein paar Monate flüssig bleiben- Ganz ohne Behandlung.

Wirklich ins Detail geht folgende Seite des Bienenistitutes Celle.

Wir haben im letzten Jahr einen Waldhonig mit hohem Fruchtzuckergehalt ernten können. Den auch heute, knapp 7 Monate nach er Ernte ist dieser noch flüssig. Das sieht nicht nur gut aus, sondern schmeckt auch richtig gut.

Waldhonig im 500g Glas

Würzig und flüssiger Honig. Typisch für Fichten- und Tannenwälder unserer Region

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Sanftes erwärmen im Wasserbad verflüssigt Honig übrigens wieder. Dabei einfach unter 38 Grad bleiben um keine Wärmeschäden im Honig zu bekommen. Dann bleibt Waldhonig auch je nach Ausgangslage wieder ein paar Wochen, oder gar Monate flüssig.

Bei Raps und Blütenhonigen sieht es leider etwas anders aus. Hier ist von Imkerseite mehr Aufwand notwendig um die cremige Konsitenz zu erhalten.

Mehr über Honig findet Ihr in unserem Blog in der Rubrik Honigkunde oder auf unserer extra Seite über Waldhonig. Oder auf unserem youtubekanal:

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Lehrfahrt Ausflug Imkerverein

Imkerverein zu Besuch

Einen kollegialen Austausch hatten wir mit dem Imkerverein Frickenhofer Höhe e.V. der seinen Jahresausflug für einen n Besuch bei uns nutze. Interessant für alle Seiten einmal die Meinung und Erfahrungen des anderen zu hören und auch darüber zu diskutieren.

Den vollstänidgen Bericht des Imkerverein findet Ihr auf dessen Homepage:

VEREINSAUSFLUG 14.09.2019

Honig fließt aus Honigschleuder im Honigjahr 2019

Honigjahr 2019

Früher als in anderen Jahren, haben wir dieses Jahr bereits all unseren Honig geschleudert. Allgemein war das Honigjahr 2019 ein schwieriges Honigjahr und die Ernte war nicht nur bei uns geringer als in den Vorjahren. Nach einem kalten und auch teils regnerischen Mai folgte wieder einmal eine größere Hitzeperiode. Nach dem kalten Mai bestand noch die Hoffnung auf eine gutes Waldhonigjahr. Leider brachen aber die dafür notwenigen Lauskolonien aufgrund der Hitze ebenfalls zusammen, so dass wir zwar in diesem Jahr (trotz Kälte) etwas Blütenhonig aus der Obstbaumblüte, und auch Rapshonig ernten konnten, aber beim Waldhonig eine sehr kleine Honigernte hatten. In 2019 ist unser Waldhonig also eine Rarität bei uns.
Allem in allem sind wir aber auch in diesem Jahr wieder zufrieden. Die Bienen sind gut durch die Saison gekommen und durch das frühe Ende haben wir nun reichlich Zeit die Bienen gesund und stark in den Winter zu schicken.#

Wie es im Jahr 2018 bei uns aussah findet Ihr in unserem Artikel aus dem Jahr 2018: “Das Honigjahr ist zu Ende”

Das Deutsche Bienenjournal hat hier einen deutschlandweiten Überblick über das Honigjahr 2019 veröffentlicht.

blühender raps auf der Schwäbischen Alb

Bienen im Mai – Kalt und nass

Dieses Jahr werden die Bienen im  Mai stark  herausgefordert. Durch das kalte und nasse Wetter leiden die Bienenvölker welche nicht ein blühendes Rapsfeld in flugweite haben leider an Hunger. Es war während der Apfelbaumblüte und auch in großen Teilen der Rapsblüte einfach zu naß und kalt.  Die Bienenvölker konnten und können sich bisher keinen ausrreichenden Futtervorrat anlegen und so haben wir einige schon gefüttert. An eine Honigernte ist demnach noch nicht zu denken.

Einen schlechten Start hatten die Bienen im Mai auch schon einmal im Jahr 2017. Auch damals war alles sehr matschig und nass, als wir die Bienen zu den Standorten fuhren. Nach fast dreiwachen Dauerregen in der Rapsblüte hatten wir große Mühe die Bienenvölker wieder aus dem Matsch zu bekommen. Dank Allrad beim Imkergfahrzeug und kräftigen, schiebenden Händen gelang dies damals dann doch ganz noch.

Einen Vorteil hatte das Ganze damals zumindest. Es war möglich die Bienenvölker bei Tage zu fahren/ wandern. Da durch den Regen eigentlich immer alle Bienen zu Hause waren.

Bienen März Pollenversorgung

Bienenvölker bereit für den Start?

Aktuell nutze ich die wärmeren Stunden am Tag und arbeite das erste Mal im Jahr an unseren Bienenvölkern. Mein Augenmerk gilt hier besonders der Futterversorgung. Haben die Bienenvölker noch genug Reserven bis zur Kirschblüte? Lebt die Königinn noch, so dass es reichlich Nachwuchs gibt.?
Traditionell ist der März auch der Monat in dem ich somit meist den ersten Bienenstich im Jahr bekomme.
Natürlich muss sich auch der Körper nach dem Winter wieder an die Arbeit am Bienenvolk gewöhnen und so brauche ich doch noch etwas mehr Zeit für die einzelnen Arbeitsschritte wie dann im Mai/ Juni und Juli.

Vorfreude

Kurz vor Weihnachten steht in jedem Jahr die “Restentmilbung” unserer Bienenvölker mit Oxalsäure an. Diese Maßnahme ist notwendig um den Befall der Bienenvölker duch die Varroamilbe soweit zu senken, dass eine erneute Behandlung erst wieder nach der nächsten Honigernte im August 2019 notwendig wird.

Jedes Jahr ein spannender Moment, den nun muss jedes Bienenvolk nochmals geöffnet werden und man bekommt einen Eindruck über den Zustand aller Bienenvölker. Und bei uns sieht es bisher sehr schön aus. Den Bienenvölkern geht es gut. Futter für die kommenden kalten Monate ist auch ausrreichend vorhanden.

So dass wir uns alle auf das kommende Jahr 2019 freuen können.

Dann beginnen wir die neue Saison mit neuem Betriebsgebäude in welchem wir deutlich mehr Möglichkeiten haben Euch hinter die Kulissen blicken zu lassen. Dementsprechend haben wir schon jetzt unser Angebot angepasst. Neben der bereits bestehenden und oft als Geschenk genutzten Bienenpatenschaft, werden wir Euch auch die Möglichkeit geben, Euren eigenen Honig zu ernten. Ein tolles Erlebnis für Kinder und Erwachsene. Mehr Infos hierzu findet Ihr hier.

Bienenrasse- eine ewige Diskussion

Das die richtige Bienenrasse bei Imkern zu heißen Diskussionen führt, bin ich gewohnt. Aber das es auch solche Auswüchse gibt…..

 

 

 

Ich selbst sehe das deutlich entspannter. Für mich ist in erster Linie die Bienengesundheit und die Angepasstheit an unsere Region wichtig. Und hier ist die Carnica aus meiner Sicht vorteilhaft. Persönlich würde ich mich ja auch für die Dunkle Biene interessieren. Dies ist die Rasse die ursprünglich bei uns heimisch war und dann vor langer Zeit von der Carnica verdrängt wurde. Aber leider habe ich es noch nicht geschafft von dieser ein Volk zu bekommen um meine eigenen Erfahrungen zu machen.

Zu meinen Anfangszeiten habe ich mir  auch Buckfast Bienen genauer angeschaut. Mich haben diese angeblichen “Rennpferde” nicht überzeugen können. Insbesondere die Vermehrung und Vererbung sind doch deutlich anders als bei der Carnica. Es gibt hier sicherlich viele Vor- und Nachteile die man gegeneinander aufrechnen kann. Dies würde aber hier sicherlich den Rahmen sprengen. Einen Überblick über die Unterschiede zwischen den einzelnen Bienenrasse findet Ihr auf dieser Seite.

In unsere Imkerei sind Cranica Bienen heimisch, welche von uns selber nach unseren Kriterien ausgewählt und vermehrt werden. Die Reinzucht interessiert mich hier nicht, da ich hier keine Vorteile erkennen kann und der Aufwand auch extrem hoch ist. Ich möchte gesunde, sanftmütige und leistungstarke Bienen. Das erreiche ich aus meiner Sicht am vernünftigsten mit einer Auslese der vorhandenen Genetik.

Letzte Kontrolle am Bienenstand für 2017

Heute habe ich meine obligatorische Runde über alle unsere Bienenstände gemacht. Soweit scheint alles in Ordnung. Der starke Wind der letzten Tage hat weder Blechdeckel abgehoben, noch Äste abgebrochen, welche auf unseren Bienenkästen landeten. Meine Kamera hatte ich auch dabei, aber schaut selbst unter: Neues aus der Imkerei 5

Ein schönes Jahr geht somit zu Ende, ich freue mich auf 2018 und wünsche Euch allen einen schönen Start.

Handbuch Agro-Gentechnik

Zu Jahresbeginn neu erschienen ist das Buch “Handbuch Agro-Gentechnik- Die Folgen für Landwirtschaft, Menschen und Umwelt”.

Zum Inhalt:

Nach 20 Jahren des Anbaus von gentechnisch veränderten Pflanzen sehen wir vielfach die Folgen. In den USA, Brasilien und Argentinien bilden sich immer mehr resistente Schädlinge und Unkräuter. In der Folge kommt es zu einem Wettrüsten an dem eigentlich nur die Industrie verdient. Die Gentechnik gerät auch zunehmend außer Kontrolle, mit Folgen für die Umwelt, die Menschen und die Landwirtschaft.

Das Buch informiert über die Hintergründe mit Zahlen und Fakten und regt zu einer kritischen und informierten Auseinandersetzung mit dem Thema Gentechnik und Biotechnik an.